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Die Aussagen der Partygirls bereiten Berlusconi schlaflose Nächte

Wegen neuer Enthüllungen wächst in den konservativen Reihen die Sorge, dass Italiens Ministerpräsident unhaltbar wird. Er selbst bestreitet, je für Damenbesuche bezahlt zu haben.

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Sie fordert ihn zum Rede-Duell: Patrizia D'Addario, die mit dem italienischen Ministerpräsidenten eine Affäre gehabt haben will.
Bild: Keystone

   

Der Ratschlag kam von einem, der die Mechanismen der Macht besser kennt als viele andere. Francesco Cossiga, 80 Jahre alt und heute Senator auf Lebenszeit, empfahl dem acht Jahre jüngeren Silvio Berlusconi, zurückzutreten und damit Neuwahlen herbeizuführen. Mit einem solchen «Befreiungsschlag», so glaubt der frühere Christdemokrat und Staatspräsident, könne der angeschlagene Regierungschef seine Macht sichern, denn bei Neuwahlen werde er erneut haushoch siegen, trotz der täglich neuen Enthüllungen über seine privaten Ausschweifungen.

Die nehmen unterdessen ein Ausmass an, das in einer europäischen Demokratie seinesgleichen sucht. Obwohl der Verdruss über «La casta» in den vergangenen Jahren immer grösser wurde, macht jetzt das Wort von der Staatskrise die Runde. Die linke Opposition fordert Berlusconis Rücktritt, weil er wegen immer neuer Skandalfotos und den Mitschnitten von belastenden Verhören und Telefongesprächen erpressbar und damit zum Sicherheitsrisiko geworden sei.

Berlusconi gibt sich als Macher

Berlusconi selbst dementiert zwar, über einen Rücktritt auch nur nachzudenken und fühlt sich gestärkt durch das gute Abschneiden seiner Partei bei den jüngsten Kommunalwahlen. Er will sich jetzt erneut als Macher präsentieren und hat eine Kabinettssitzung angekündigt, in der er das Programm seiner Regierung für das kommende Jahr vorstellen will. Doch die Frage, wie schwer das Amt bereits beschädigt ist und wie lange sich Berlusconi noch halten kann, treibt mittlerweile auch seine Anhänger um. «Panik» herrsche bei nächtlichen Sitzungen, berichtet ein Mitglied von Berlusconis Volk der Freiheit (PdL), das seinen Namen nicht in der Zeitung sehen will. Sehr laut sorgt sich auch Parlamentspräsident Gianfranco Fini, einer von Berlusconis schärfsten Kritikern innerhalb der eigenen Partei, um das Ansehen von Roms politischer Klasse. Und in Rom kolportiert man sogar, dass Berlusconi nicht mehr an die Erfüllung seines Lebenstraums glaubt: den Einzug in den Präsidentenpalast.

Für viele einstige Christdemokraten sind dessen ungeklärte Beziehung zur 18-jährigen Schülerin Noemi Letizia und die neuen Anschuldigungen, gegen Bezahlung Partygirls in seine Residenzen eingeflogen zu haben, kaum noch tolerierbar. Auch die Kirche fordert seit Wochen von Berlusconi, seine Privatangelegenheiten zu klären. «Die Grenze des Anstands ist überschritten», schreibt der Chefredaktor der einflussreichen Wochenzeitschrift «Famiglia Cristiana» in der jüngsten Ausgabe. Die Kirche, so Don Antonio Sciortino, könne den «moralischen Notstand» im Land nicht mehr länger ignorieren.^

Enthüllendes Interview

Auch die bürgerliche Zeitung «Corriere della Sera» steht der linksliberalen «Repubblica» kaum nach mit pikanten Enthüllungen. Sie war es auch, die ein Interview mit der 42-jährigen Edelprostituierten Patrizia D'Addario veröffentlichte, in dem diese Ungeheuerliches zu Protokoll gab.

2000 Euro soll ihr der Unternehmer Gianpaolo Tarantini dafür versprochen haben, in Berlusconis privater Villa in Rom zu nächtigen. Während sie bei ihrem ersten Besuch in der Hauptstadt im Herbst offenbar vergebens in einem Luxushotel darauf wartete, in den Palazzo Grazioli geholt zu werden, verbrachte sie beim zweiten Mal die Nacht dort. Am nächsten Morgen soll ihr Berlusconi im Bad gesagt haben, er müsse gleich eine politische Erklärung abgeben. In den USA hatte gerade Barack Obama die Wahlen gewonnen.

Das Tonband lief mit

D'Addario hatte ein Tonband mitlaufen lassen und es unterdessen der Staatsanwaltschaft übergeben, die jetzt auch gegen Tarantini wegen «Begünstigung von Prostitution» ermittelt. Der in Schmiergeldskandale verwickelte Bauunternehmer versichert, Berlusconi habe von nichts gewusst. Doch ein zweites Model aus Bari, die 23-jährige Barbara Montereale, belastete Berlusconi ebenfalls schwer. Ausserdem kursieren die Namen von einem Dutzend anderer Partygirls, die für ihre Dienste in den Villen des Regierungschefs bezahlt worden sein sollen.

Der allerdings bestreitet alle Vorwürfe und wirft D'Addario vor, gezielt dafür angeheuert worden zu sein, um ihm zu schaden. In der neuesten Ausgabe der populären Zeitschrift «Chi» – verlegt in seinem eigenen Imperium – erklärte er, niemals für Damenbesuche bezahlt zu haben. «Es gibt nichts in meinem Privatleben, wofür ich mich entschuldigen müsste.» Auch zu den Anschuldigungen zu schweigen und sich nicht zu entschuldigen, rät ihm Francesco Cossiga. John F. Kennedy und Bill Clinton hätten es genauso gemacht.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 25.06.2009, 07:35 Uhr

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47 Kommentare

Paul Thürig

26.06.2009, 11:32 Uhr
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Alter schützt vor Torheit(Dummheit) nicht! Das dürfte zwischenzeitlich vermutlich auch der schillernde italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi gemerkt haben... Antworten


Romano Bigi

25.06.2009, 22:25 Uhr
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Hier gibt es nur eines zu sagen: Jedes Volk hat die Regierung die es verdient, so ist es halt auch in Italien. Als Ex-Italo kenne ich die italienischen Verhältnisse zu Genüge. Antworten


Hans Ineichen

25.06.2009, 22:16 Uhr
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Mich bestürzt nicht, was Berlusconi im Bett treibt, ich gönn' ihm sein Treiben. Da kann' ich nur amüsiert lachen. Mich stört massiv den Strunz den er politisch, eventuell kriminell und sicherlich Vetterliwirtschaftsmässig zum Besten gibt. Das ist eines modernen und aufgklärten Rechtsstaates nicht würdig. Ist Italien doch? Ein moderner Rechtsstaat? Oder einfach nur technisch fortgeschritten? Antworten


Kurt Aegeri

25.06.2009, 21:31 Uhr
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Eines ist klar: Berlusconimania macht Schule. Auch in der Schweiz. Aber darüber reden die SchweizerInnen nicht so gern. Lieber über Italien. Oder den Iran. Oder was auch immer. Leute: auch die Schweiz ist korrumpierbar und korrupt. Genau hinsehen ist unbequem. Antworten


Thomas Köppl

25.06.2009, 19:19 Uhr
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Nur weil S. Berlusconi das Staatsoberhaupt von Italien ist, heisst das noch lange nicht, dass er deswegen enthaltsam und asketisch leben muss. Das Ding ist nur, wer nimmt so einen Politiker noch ernst, der sich auf Rotlichtpartys amüsiert und anschiessend mit der Gewissheit im Rücken Gesetze per Eilverfahren erlassen zu können, die ihn als Person - was auch immer er tut - unangreifbar machen? Antworten


Bojan Antonovic

25.06.2009, 18:54 Uhr
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Bill Clinton hatte Monika Lewinsky. Allerdings hat Bill Clinton weder die USA für eigene Interessen missbraucht wie Berlusconi, noch ungerechtfertigte Kriege wie George Bush gemacht. Eigenlich ist Berlusconi harmloser als Bush! Mich erinnern die Italiener an Serben, welche Arkan, glorifiziert haben. Nichts Neues im Süden. Antworten


Fred Winkelried

25.06.2009, 17:53 Uhr
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Ich denke, dem Berlusconi ist dass doch egal. Er freut sich insgeheim vielleicht noch darüber, wieviele jetzt neidisch sind, dass er in seinem Alter wilde Parties mit jungen Mädchen feiert. Und eine Mehrheit der Politiker, Bankster und Wirtschaftsführer, ist kein Deut besser. Werte und Moral verschwunden, Raff-, Macht- und Sexgier als einzige Antriebsmotoren... Es kann nur noch besser werden... Antworten


Frötscher Gerhard

25.06.2009, 17:43 Uhr
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@ Thomas Hafner: Sie schreiben: In Italien wählt man eine Partei, nicht Köpfe. Das stimmt. Frage: Und was wählt die Bevölkerung in der Schweiz? Den Nationalrat und den Ständerat, stimmt das? Aber nicht die Bundesräte (Regierung!) Antworten


Hans-Ueli Flückiger

25.06.2009, 16:38 Uhr
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Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Es gibt in Rom eine Organisation welche sich bestens darauf versteht, nur das zuzugeben, was zu 100% bewiesen ist. Und sie wächst und wächst. Und sie erzählt uns in den schönsten Farben, was sie Gutes tut - und das Andere wird abgestritten. Und auch sie weiss, was für uns "Gut" ist. Oder sehe nur ich hier Parallelen? Und diese Organisation ist international! Antworten


Ruthild Auf der Maur

25.06.2009, 15:49 Uhr
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@Roberto Luca: SIE müssen sich dafür nicht schämen. Es geht nicht nur um Bettgeschichten, sondern die Tatsache, dass Berlusconi mit seinem krankhaften Narzismus und Machtstreben Italien während seiner insgesamt 15jährigen Amtszeit (mit Ausnahme von Prodi von einem Jahr) Italien immer mehr in die Armut treibt. Dass er nun an den Bettgeschichten "aufgehängt" werden soll, ist nur verständlich. Antworten


Rene Wetter

25.06.2009, 15:27 Uhr
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@dario: Was hat B. erreicht? Die Gesetze zu seinen Gunsten gebogen? Schulden verringert hat er nicht, im Gegenteil. Reformiert hat er gar nichts, obwohl er im Gegensatz zu den Linken mit stabiler Mehrheit regierte. Ich staune immer, dass es noch Leute gibt, die den gut finden. Nur warte ich immer noch auf Beispiele seiner Erfolge, es gibt vermutlich keine! Antworten


Susanna DAvatz

25.06.2009, 15:26 Uhr
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Klar, die Italiener sind alle machoide Dummdödels. Berlusconi ist der Teufel in Person. Die Richter sind alle ethisch moralische Wunderkinder und die Medien haben alle einen Maulkorb an. Damit dürfte das Weltbild vieler unzerüttet sein und in Ordnung bleiben. Ich kann nichts Schlechtes dabei erkennen, dass ein Land die Menschen zum Lachen bringt! Und Monaco hat wenigstens keine Steuern. Antworten


Angelo Doradetti

25.06.2009, 15:13 Uhr
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Berlusconis Ansehen würde bei mir durch die Frauengeschichten noch weiter sinken, allerdings wer es schon vorher bei Null. Antworten


andi matata

25.06.2009, 15:10 Uhr
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Beim Haare einnähen muss irgend etwas beschädigt worden sein. poverino signore. Antworten


Kurt Bachmann

25.06.2009, 14:53 Uhr
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Solange Berlusconi es schafft, mit seinen Frauengeschichten genügend machoide Dödels zu beeindrucken, wird es für ihn keinen Grund geben, auf junge Betthüpfer zu verzichten. Die testosteron-geschwängerten Kommentare vom italienischen Häuptling (und gewissen Schreiberlingen hier) haben grosses Unterhaltungspotential, finde ich. Antworten


Marco Haberling

25.06.2009, 14:16 Uhr
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@dario. Bitte zaehl mir doch einmal die "Erfolge" des Berluska auf. Ausser denen bei den Frauen natuerlich. Antworten


Dario Mosse

25.06.2009, 13:24 Uhr
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@Ernst Pauli: die italienische Linke hat es bis heute nur geschafft, riesige Summen verschwinden zu lassen und Schulden in Milliardenhöhe anzuscheffeln. Berlusconi hat in wirtschaftlicher und pol. Sicht vieles bewegt, vieles zum Gute des Landes. Natürlich macht es den Medien und Dir mehr Spass, über seine Eskapaden und über angebliche Gesetze zum eigenen Schutz zu reden als über seine Erfolge. Antworten


Janett Silvan

25.06.2009, 12:57 Uhr
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Einmal mehr fällt es mir schwer ein Italien ernst zu nehmen. Denke mal, schlussendlich gibt es wichtigere Probleme als der italienische Ministerpräsident. Aber ich für meinen Teil habe mich schon lange entschieden, dieses Land wenn immer Möglich zu lachen. Antworten


Rainer Thomann

25.06.2009, 12:24 Uhr
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Berlusconi demokratisch gewählt? Auch in Italien ist inzwischen die grösste Partei jene der Nichtwähler. 2 Mio ArbeiterInnen sind das letzte Mal nicht mehr wählen gegangen. Es hat sich Resignation breit gemacht. Doch unter der Asche ist die Glut noch nicht erloschen. Schon bald könnte sie auflodern - auch bei uns. Denn die sozialen Probleme verschärfen sich von Tag zu Tag. Antworten


Ernst Pauli

25.06.2009, 12:03 Uhr
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@Mosse: Frage. aus welchen "Horden" besteht der rechte Flügel? Extremisten, Mafiosi, Profiteuren? Wenn sich jemand durch Gesetze vor seinen Untaten selbst schützt und sich danach noch aufführt, wie im "alten Rom", kann sicherlich nicht als Vorbild agieren. Es ist halt schon so, dass man mit viel Geld, Medien und einer Riesenklappe ERfolg haben kann. Auch in der Schweiz. Antworten


Thomas Hafner

25.06.2009, 11:48 Uhr
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@Martina Wenger: Da haben Sie recht. Was mich an der ganzen Thematik extrem stört, dass man sagt, "jaaa in Italien ist das halt so". Falsch! Man machts sich so extrem einfach und verweist Italien der Einfachheit in ein untergeortente Kategorie. Auch der Verweis auf andere Länder ist nicht korrekt. Geben Sie mir ein anderes EU Land mit ähnlichen peinlichen Storys. Eben. Italien ist nicht Monaco. Antworten


Martina Wenger

25.06.2009, 11:06 Uhr
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@thomas hafner:ok da haben sie nicht unrecht.auf der anderen seite,ist das phänomen der 50.republik nicht das problem von b.,sondern von italien und das war schon immer so.wie ich meine zu wissen,hängt das mit 50% klauseln ab.vielleicht ist es die frage der schamhaftigkeit.für was schämen wir uns,warum und wieso.kann es der falsche ausdruck sein für ein problem,das überall ist.Grundwerte? Antworten


Alfredo Garcia

25.06.2009, 10:49 Uhr
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Es ist doch schön, wenn der oberste Volkstribun den tristen Regierungsalltag mit der einen oder anderen Prise Nächstenliebe aufhellt; das wird auch der andere heilige Vater in Rom abnicken können... Antworten


Thomas Hafner

25.06.2009, 10:39 Uhr
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@Martina Wenger: nicht ganz korrekt: Blocher konnte als PERSON rausgewählt werden (ufff). In Italien wählt man eine Partei, nicht Köpfe. Sonst wären Berlusconi wohl kaum mehr an der Macht. Als Italiener würde ich auch sehr sehr irritiert sein. 50 Regierungen in 50 Jahren... Antworten


Jürg Schmid

25.06.2009, 10:28 Uhr
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Sicher hat Berlusconi die Damen nicht direkt bezahlt. Das besorgte wohl der Bauunternehmer Tarantini. Und wurde dafür "in anderer Weise" belohnt. Die Italiener als Land und als Volk bleiben mir trotzdem sympathisch. Schwarze Schafe gibt es überall. In unterschiedlichem Masse sind sich Bush, Berlusconi und Blocher ähnlich. Antworten


Dario Mosse

25.06.2009, 10:25 Uhr
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Es mag zwar Mode sein, gegen Berlusconi zu wettern, aber erstens, ist er der einzige der etwas anpacken kann in Italien, vielleicht auch Dank seiner Medienmacht, und zweitens: was ist die Alternative? Die italienische Linke ist nur in der Ablehnung von Berlusconi geeinigt, ansonsten besteht sie aus einer Horde Marxisten, Leninisten etc. die keinen Deut besser sind. Antworten


Dieter Wundrak

25.06.2009, 10:11 Uhr
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Warum regen sich denn so viele Leute auf. Dieser Berlusconi wurde doch gewählt. Und niemand kann mir sagen, dass man ihn nicht schon vorher kannte. Wenigsten lese ich seit einigen Jahren etwas in den Zeitungen über sein Gehabe im Privat- und Geschäftsleben. Nicht einmal die italienischen Richter konnten dem Einhalt gebieten. Nur dies noch zum Schluss: Auf dieser Welt gibt es viele Berlusconis. Antworten


Rene Wetter

25.06.2009, 10:06 Uhr
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B. ist ein Phänomen, hat als Regierungschef nichts zustandegebracht, hat die ganze Zeit Justizprobleme und tritt in jeden Fettnapf. Doch die Italiener wählen ihn wider besseren Wissens 2 mal wieder. Der Mann ist lächerlich, nehmt ihm endlich das Viagra weg und gebt ihm Hängulin ;). Seine Behauptungen, man wolle ihm nur schaden glaubt wohl schon lange keiner mehr, sie sind einfach lächerlich. Antworten


Marco Haberling

25.06.2009, 09:57 Uhr
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Ich kann mich nicht schaemen, Italiener zu sein - ich bin keiner - aber ich lebe seit ueber 20 Jahren in Italien. Wenn in einem katholischen Land die Doppelmoral vorherrscht, wenn in einer Demokratie in fuenf von sechs nationalen Fernsehsendern dieser Skandal totgeschwiegen wird; dann haben wir ein ernsthaftes Problem. Es geht nicht mehr darum auf Berlusconi "rumzuhacken". Antworten


Simon Westerhagen

25.06.2009, 09:56 Uhr
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Ein Land und ein Volk verdient den Präsidenten den es demokratisch gewählt hat. Also was soll das gejammere. Zuerst den Silvio wählen und dann jammern? Antworten


Werner Früh

25.06.2009, 09:56 Uhr
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Was ist denn am ganzen so schlimm? Bei mir jedenfalls ist Berlusconis Ansehen durch seine Frauengeschichten gestiegen. Schade finde ich nur dass er nicht zugibt dass er schon für Frauen bezahlt hat, jeder Mann bezahlt für Frauen, manche merken es halt erst spät oder gar nicht, aber es ist nun mal so. Antworten


Martina Wenger

25.06.2009, 09:54 Uhr
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Ciao Roberto,nein schämen musst du dich nicht,ich schäme mich auch nicht dafür,das wir mal einen BR Blocher hatten.Klar berlusconi ist demokratisch gewählt,aber es wissen genügende leute in der welt,dass es auch denkende und kritische italiener gibt,so wie auch in der CH.dass wir die minderheit sind,war schon immer so.wir denkenden menschen müssten nur mehr zusammenstehen. Antworten


Gianni Giubelli

25.06.2009, 09:54 Uhr
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Berlusconi betreibt seit Jahren hemmungslose Günstlingswirschaft, hebelt die Demokratie aus, hebelt die Justiz aus, lässt Gesetzte zu seinen und der Mafia Gunsten verabschieden, die Regierung ist durch und durch korrupt … alles kein Thema, aber ein paar Frauen in seiner Villa ist ein Skandal. Wo bleiben da die Relationen? Das wirklich schlimme ist aber, dass ihn die Italiener immer wieder wählen. Antworten


rolf berner

25.06.2009, 09:46 Uhr
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Millionen bezahlen für männer und frauen, boys und girls.warum nicht auch politiker?sind ja auch nur menschen. Ronnie König fragt sich "was da wohl gelaufen ist an den parties"..eben darum gehts doch,mal durchs schlüsselloch gucken. bei den meisten ist doch einfach neugierde und auch eifersucht dabei. let's have a party!!!! Antworten


Andé Otti

25.06.2009, 09:43 Uhr
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Das Problem liegt nicht darin, dass sich Berlusconi vergnügt, auf legale oder illegale Weise, sondern dass diese Affäre in Italien von allen Tageszeitungen ausser La Repubblica verschwiegen wird. Konsequent und auf Mandat. Ausserdem: nur die Tagesschau TG3 (also der "kleinste") Sender berichtet darüber. Alle nationale News schweigen die Story tot. Darüber muss man sich schämen. Antworten


Fritz Nussbaumer

25.06.2009, 09:36 Uhr
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@Roberto Luca Wieso schämst Du Dich? Welche Machthaber würden denn deinen ethischen Anforderungen entsprechen? Solange die sich im Bett amüsieren, erklären sie mindestens keine Kriege. Apropos Italien und Priester-Zölibat: Glaubst du immer noch daran? Antworten


Martin Späth

25.06.2009, 09:21 Uhr
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Viele Italiener sind bekanntlich keine Kinder der Traurigkeit, und so halt auch ihr Ministerpräsident. Aber mindestens werden in Italien ab und zu solche Skandale überhaupt bekannt. Ich möchte nicht wissen, was in anderen Regierungen ebenfalls passiert, aber totgeschwiegen wird. Kein Grund, sich als Italiener zu schämen. Im Gegenteil! Antworten


Teresa Bagnato

25.06.2009, 09:18 Uhr
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An Otto Scherrer: Die Idee, dass es inszeniert sein könnte, kommt, weil Berlusconi und seine Anhänger so handeln würden, wäre es umgekehrt der Fall. Ein Prodi oder ein Veltroni wäre schon lange zurückgetreten. Ich erinnere Sie nur an die Hetzkampagne während der Regierung Prodi... Und glauben Sie wirklich, dass Mastella nicht bezahlt wurde, um die Regierung Prodi zu stürzen? Antworten


Beni Schärer

25.06.2009, 09:15 Uhr
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Das ist definitiv nur in Italien möglich. Berlusconi versprocht das Blaue vom Himmel, wird gewählt und beginnt schnurstraks damit, die Gesetzt su umzubauen, dass er für seine kriminellen Taten nicht belangt werden kann. Möglicherweise ist das auch von der Mafia inszeniert, weil er ihnen nichts mehr bringt. War in Italien und habe mal mit den Leuten gesprochen. Die denken das. Antworten


Anton Bassi

25.06.2009, 09:11 Uhr
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Armer Berlusconi! Schlaflose Nächte hat er, wie schlimm.... Oder ist das bei all den hübschen Damen nicht doch schon sein "Normalzustand ?? Antworten


Daniel Müller

25.06.2009, 09:10 Uhr
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In Italien mag die von der katholischen Kirche definierte Moral für Politiker ja bindend sein. Abgesehen davon sollte es der Allgemeinheit aber egal sein, wie sich Herr Berlusconi in seiner Freizeit vergnügt. Natürlich nur solange er sich an die Gesetze hält - mögliche Bestechung und illegale Zuhälterei nehmen in der öffentlichen Empörung aber nur eine untergeordnete/vorgeschobene Rolle ein. Antworten


Teresa Bagnato

25.06.2009, 09:02 Uhr
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Ich schäme mich nicht, Italienerin zu sein. Ich schäme mich aber für mein Land und für meine Leute. Berlusconi hat es geschafft, die meisten Italiener zu manipulieren. Er hat uns in einem Moment erwischt, in dem wir ziemlich fragil waren, er hat eine Hetzkampagne gegen Prodi gestartet, ohnegleichen. Ich hoffe, dass meine Landsleute bald erwachen. Ich kann nicht mehr zuschauen, es tut nämlich weh. Antworten


cannella mario

25.06.2009, 08:57 Uhr
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Da schämt sich einer Italiener zu sein, unglaublich, warum muss man sich dafür schämen ? gibt wohl schlimmeres auf der Welt oder? Antworten


otto scherrer

25.06.2009, 08:52 Uhr
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Stimmen Berlusconis Voten oder die seiner Gegner ? Als (einigermassen) Kenner der italienischen Mentalität, ist nicht auszuschliessen, dass das Szenario von Feinden inszeniert ist, inkl. "Kauf "der Aussagen der "Partygirls".S.B. verkörpert keine Idealvorstellung einer ital. Regierungschefs. B's Regierung macht aber vieles besser, als alle ihrer Vorgänger. Lupenreine Staatschefs - gibt es sie? Antworten


Roberto Luca

25.06.2009, 08:23 Uhr
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In Italien ist alles möglich, ich schäme mich Italiener zu sein. Antworten


Ronnie König

25.06.2009, 07:33 Uhr
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Ehrlich währt am längsten, sag ich da bloss! Und Schweigen hätte vielleicht Gold sein können. Was da wohl alles gelaufen ist an den Partys? Antworten


Werner Meyer

25.06.2009, 06:51 Uhr
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"...das in einer europäischen Demokratie seingesgleichen sucht". Die Spesenaffären der Parlamentarier in GB scheinen mir doch um ein Vielfaches skandalöser zu sein und auf eine tiefgreifende Korruption hinzuweisen. Aber auf Italien im Allgemeinen und Berlusconi im Speziellen herumzuhacken, kommt in der CH immer gut an. Antworten



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