Die Demütigung des stolzen Wunderlands

Wie José Luis Zapatero den Ruf seines Landes verspielte. Und seinen eigenen gleich mit.

Am Pranger: José Luis Zapateros Politik wird gegeisselt.

Am Pranger: José Luis Zapateros Politik wird gegeisselt.
Bild: Keystone

Schlimmer noch als die schlechten Zahlen ist die Demütigung. Spanien, das stolze Spanien, Europas Wunderland der Neuzeit, der Superperformer bis 2007, ein Modell gelungener Integration, gefeiert und überhöht in den langen und schönen Zeiten des Booms, ist in den «Schweinestall» gestürzt. Es gehört zu den PIGS, einem maliziösen Akronym – erdacht von angelsächsischen Finanzanalysten –, das für Portugal, Irland, Griechenland und Spanien steht. In einer erweiterten Version wird auch Italien dazugezählt: PIIGS. Bei allen diesen Ländern bekümmern die wirtschaftlichen Eckdaten, die Haushaltsdefizite, die Staatsschulden, die Arbeitslosigkeit. Die internationalen Märkte fragen sich, ob die PIGS fähig sind, die Zinsen ihrer Schulden zu bezahlen. Oder ob sie pleitegehen.

Linke Regierung steht am Pranger

Hier zunächst einige Zahlen aus Spanien, die spektakulärste vorweg: Die Arbeitslosenquote liegt bei rund 20 Prozent, doppelt so hoch wie der europäische Schnitt, bei den Jugendlichen unter 25 Jahren liegt sie gar bei 40 Prozent. Das Staatsdefizit ist im letzten Jahr, dem Annus horribilis schlechthin, auf 11,4 Prozent des Bruttoinlandprodukts gestiegen, fast viermal höher als die einst vorgegebene Maastrichter Obergrenze. Der Immobiliensektor ist mit 320 Milliarden Euro verschuldet. Und: Von allen Ländern der G-20 ist Spanien das einzige, das nach der Krise noch immer nicht zu wachsen begonnen hat und wahrscheinlich im gesamten Jahr 2010 nicht wachsen wird.

Am Pranger steht, und für einmal ist diese Metapher passend, die linke Regierung von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero. Die Zeitungen geisseln seine Politik, die Gewerkschaften feinden seine späten Rezepte an, selbst in den sozialistischen Reihen wächst der Dissens. Wären heute Wahlen, würde der oppositionelle Partido Popular trotz einer Reihe von unseligen Korruptionsskandalen wohl deutlich gewinnen.

Frisches Gesicht mit Falten

Die Popularität des sonnigen, charmanten und eleganten Zapatero schwindet mit erstaunlichem Tempo. Er war lange Zeit das frische Gesicht, das zum neuen Optimismus und zum neuen Selbstwertgefühl Spaniens passte – ein gesellschaftlich liberales, soziales und modernes. Sein Gesicht passte jedenfalls besser zu dieser Zeit als jenes seines konservativen Vorgängers José María Aznar, der einst am Ursprung des wirtschaftlichen Aufstiegs gestanden hatte – und gleichzeitig auch an den Exzessen des Systems: an der Immobilienblase, den hohen Löhnen, der Konzentration auf den Massentourismus.

In der Krise stürzten die Pfeiler rasch ein. Die Blase platzte, die Löhne waren international nicht mehr wettbewerbsfähig, der Massentourismus schrumpfte – und die Arbeitsplätze verschwanden so schnell, wie sie entstanden waren. Nun muss sich Zapatero von Aznar sagen lassen, er habe in kurzer Zeit mehr Schaden angerichtet, als es andere Regierungschefs in vielen Jahren nicht geschafft hätten. Wahrscheinlich hat er Recht.

Surreales Leugnen

Zapatero hat lange geleugnet, dass Spanien ärger leidet unter der Krise als andere europäische Länder. Selbst dann noch, im vergangenen Herbst nämlich, als das Leugnen des Offensichtlichen surreal wirkte. Das passte weder zu seinem Diskurs noch zum neuen Selbstverständnis Spaniens. Er pumpte dann spät viel Geld in öffentliche Werke und in die Banken. Die Staatsbilanz explodierte, ohne dass auf Anhieb ersichtlich gewesen wäre, wie nachhaltig die Stützmassnahmen sein würden. Man warf Zapatero vor, er stopfe so nur die Löcher. Vor Reformen schrecke er aber zurück.

Nun kommt er nicht mehr darum herum. Zapatero muss den Hässlichen geben, muss Opfer einfordern. Die Märkte, die Europäische Union, der Internationale Währungsfonds – alle verlangen von ihm, dass er sich eine eiserne Budgetdisziplin zulegt und Sozialreformen angeht. Ohne Rücksicht auf politische Widrigkeiten. Zapatero buhlt gerade um die Glaub- und Kreditwürdigkeit seines Landes. Da bleibt nur die grosse Geste. Es gibt Pläne, das Rentenalter von 65 auf 67 Jahre anzuheben und die Pensionen zu kürzen, was seine Beliebtheit noch etwas mehr schröpfen wird. Geplant ist auch eine Reihe von Arbeitsmarktreformen.

«Die hrteste Schlacht kommt noch»

Alles mit dem Ziel, den Ruf schnell wieder aufzupolieren, diesen strengen Geruch des «Schweinestalls» loszuwerden. Ein Kommentator der linksliberalen Tageszeitung «El País» schrieb am Montag: «Die härteste Schlacht kommt jetzt erst noch: Wir müssen die internationalen Märkte davon überzeugen, dass Spanien nicht Griechenland ist.» Der Vergleich schmerzt die Spanier mehr als die nackten Zahlen. Man wähnte sich in einer anderen, viel höheren Liga als die Griechen, die Portugiesen, die Iren. Nun platzt auch diese Blase.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 09.02.2010, 04:00 Uhr

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40 KOMMENTARE

Ramón Cabaleiro

10.02.2010, 17:57 Uhr

Das Problem für Spanien und die Spanier wird langfristig sein. Spanien braucht Arbeitsmarktreformen und eine Reform der Einwanderung. Zapatero ist schon heute der schlechteste Präsident der spanischen Geschichte und deshalb ungeeignet die schwierigen Probleme zu lösen. Vergessen Sie nicht, dass Aznar ein ruiniertes Land bekommen hat und nach 8 Jahren einen Überschuss von 24 Mio€ hinterlassen hat.


Fran Gomez

10.02.2010, 09:50 Uhr

@Turi Müller, Spanien ein Drittweltland? Eines das nach Frankreich das weltweit zweitbeliebteste Urlaubsland ist.Das Strom aus erneuerbaren Energien hinter den USA, D, weltweit an dritter Stelle produziert.Das über 40 Flughäfen hat, (Madrid ist nach London, Paris, Frankfurt der viertgrößte Europas ist). Das Bahn HOCHGESCHWINDIGKEITSNETZ beträgt 1543km,das Autobahnnetz beträgt 14.689km,und und und


Michael Palomino

10.02.2010, 03:22 Uhr

Es wird nicht mehr lange dauern, und dann ist auch England ein "Pig". Der Zerfall des Pfund sagt es deutlich, und die Kriege im Irak und in Afghanistan sagen es noch mehr...


Urs Stotz

09.02.2010, 23:54 Uhr

Ich erwarte einen Zusammenbruch des Euros. Das wird für die Schweiz auch eine schwierige Situation werden, aber lieber eine Ende mit Schrecken.


Hans Meier

09.02.2010, 18:54 Uhr

Grossbritannien gehört ebenso dazu, nur haben die den Vorteil (wie auch die USA) dass sie einfach soviel Geld drucken können wie sie wollen.


Willi Ammann

09.02.2010, 17:57 Uhr

@D.Wundrig,dümmlich ist nicht Schadenfreude, dümmlich sind nur Ihre Kommentare in denen Sie die CH bei jeder Gelegenheit als Unrechtsstaat brandmarken.Die Schweiz wird auch ohne Schwarzgeld gut überleben.Machen Sie sich besser Sorgen um Ihr Heimatland, welches hoch verschuldet, über kurz od. lang denselben Abstieg wie die PIGS erleben wird.


oliver keller

09.02.2010, 16:00 Uhr

@Ludwig Gehrig: bedenken Sie, dass irgend jemand Griechenland die Kredite auch gewährte und wann dies war. Kleiner Tipp: die böse EU wars nicht...


Ludwig Gehrig

09.02.2010, 15:14 Uhr

Hier zeigt sich das Problem der Eurozone. Länder die den Euro nie hätten bekommen dürfen, reissen nun jene Länder die ihr Staatshaushalt in Ordnung hielten in eine tiefe Krise. Brüssel war natürlich auch blind, die Funktionäre hätten wissen müssen, dass diese schwächeren Länder die Kriterien nur für eine kurze Zeit erfüllen würden. Griechenland fälschte sogar die Bilanzen.


Markus Ringger

09.02.2010, 15:09 Uhr

Das ist Europa! Zwei der PIGS sind Präsidenten in der EU. Einer möchte sogar, nachdem er es schon im eigenen Land nicht geschafft hat, die EU zum Erfolg führen, wie er explizit gesagt hat. Darum ist die EU bei unseren Politikern, Bürokraten und allen Anderen, die das abgehobene Geplapper mehr schätzen als Facts, so beliebt. Die EU bietet jedem Versager sein Plätzchen.


Andy Dreyer

09.02.2010, 15:07 Uhr

Die Arbeitslosigkeit ist hoch, war aber traditionell immer hoeher als in anderen Laendern. Viele arbeiten schwarz (auch das ist nichts neues...). Einfach den Sozis die Schuld geben, waere zu einfach. Generell muss aber gesagt werden, dass die Politiker Spanien's oft nicht besonders gut gebildet sind. Einer wie Zapataro kann z.B. kaum Englisch. Trotzdem, die Spanier werden sich wieder aufrappeln.


Erica Huber

09.02.2010, 13:51 Uhr

Das Beispiel Spanien zeigt halt wieder, dass das sozialistische, liberale System nicht funktioniert und bloss dazu dient, die linksliberale Politik dem Volk aufzuzwingen. Erst wenn diesen ideologistischen Politikern das Wasser zum Hals steht, erinnern sie sich an das Prinzip der freien Marktwirtschaft und Kapitalismus um den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen. Wie ironisch.


Dieter Wundrak-Gunst

09.02.2010, 11:46 Uhr

Warum müssen wir immer die Fehler bei den anderen sehen. Es wäre doch besser, dass wir uns auf unsere Probleme besinnen. Und vielleicht käme es dann so weit, dass uns die anderen dann wirklich wieder als ein Vorbild anschauen. Die Finanz- und Wirtschaftskrise ist nämlich ein globales Problem. Einige Länder, die weniger Substanz als wir z..B. haben, die packt es jetzt eben härter. Alle sündigten.


Phil Meyer

09.02.2010, 10:52 Uhr

@ Spieser: Interessant, interessant. Das Schlamassel von Italien ist von einer rechten, neokonservativen Regierung verursacht worden. Das müsste allen Kritikern linker Parteien schwer zu denken geben. Es ist halt einfacher auf dem sozialmarktwirtschaflichen System herum zu pickeln als selber erfolgreich zu wirtschaften.


Stefan Meier

09.02.2010, 10:49 Uhr

Was ist eigentlich das Problem, dass Zapatero nicht mehr populär ist oder dass er zum Lösen der Probleme an Popularität einbüssen wird? Ich schlage Zapatero vor, statt Probleme zu lösen besser mit geliehenem Geld eine gigantische PR-Maschine anzuwerfen, die die Welt davon überzeugen soll, dass Spanien nicht Griechenland ist. Wenn DAS das gefühlte Problem Spaniens ist, ja dann ist Spanien verloren.


Marki Basler

09.02.2010, 10:45 Uhr

Randbemerkung: Was ist mit England?? Die haben den £ und denen gehts trotzdem schlecht. Ist das auch ein EU Problem?


Jules Mari

09.02.2010, 10:41 Uhr

Hätte Zapatero das Wachstum auf Pump seiner konservativen Vorgänger gebremst hätten ihn damals alle als geisteskrank verschrien. Immerhin beisst er heute in den Sauren Apfel und erarbeitet auch unpopuläre Reformen - etwas das z.B. in Italien völlig undenkbar ist. Spanien wird leiden, doch es hat langfristig die Chance sich aufzurappeln - für andere (I, GR) sehe ich weniger gute Perspektiven.


Marcel Eschbach

09.02.2010, 10:34 Uhr

Ich hatte bis im Dez fast 4 Jahre in Spanien gelebt. Die Korruption war so offensichtlich, doch es hiess immer "es ist halt so". Ob Sozialisten oder Populisten, einmal an der Macht räumen anscheinend alle ab... Zapatero hat sehr unglücklich reagiert - oder eben nicht reagiert. Doch ob die Partido Popular mit ihrem grossmauligen Rajoy besser agiert hätte? Macht macht auf dem re und li Auge blind!


Georg Klein

09.02.2010, 10:28 Uhr

@Urs Berger: Trifft auch auf Sie zu, was Sie A.Spieser vorwerfen, denn schon lange unter Clinton sind alle Grundlagen des heutigen Debakels entstanden. Exorbitanter Anstieg der Börsenkurse (NASDAQ platzte sogar unter Clinton), tiefer Fall der Zinsen, und das wichtigste: Verpflichtung der Banken per Gesetz, Hypotheken auch bei höheren Risiken zu vergeben (ein durchaus sozialer Gedanke!).


Mario Righetto

09.02.2010, 10:17 Uhr

Was ist anderes zu Erwarten von einer sozialistischen Partei mit einem unfähigen und arroganten Ministerpräsident als der Ruin. Eine Partei, die über die idiologisch zensurierten Staatsfernehsender die Spanier tagtäglich über Jahre eine regelrechten Hirnwäsche unterzogen haben mit der Aussage "Spanien ist das beste Land auf der Welt". Dies verleitete teuren Hauskauf. Jetzt kommt das böse Erwachen.


Dieter Wundrig

09.02.2010, 10:09 Uhr

Alle sind schlechter, fauler und Betrüger. Was wäre, wenn aus der Schweiz das Schwarzgeld,Drogengeld und alles zu Unrecht gebunkerte Vermögen abgezogen würde? Würde man dann auch so urteilen? Etwas dümmlich diese Schadenfreude!


Hans-Christian Müller

09.02.2010, 10:03 Uhr

Mich erstaunt die Diskussion. Hier wird ein Ranking über die bakrottesten der bankrotten Staaten debattiert. Es sind nicht diese 5, die mit grossen Schritten der Pleite entgegengehen, es ist der gesamte EU-Raum. Und nun kommen noch die Armenhäuser des Balkans dazu. Unsere Euroturbos sollten endlich zur Kenntnis nehmen, dass hier das grösste Versagen der Ökonomen seit Menschengedenken vorliegt.


urs berger

09.02.2010, 09:59 Uhr

@Spieser. Interessant finde ich, dass die Lesefähigkeit offenbar relativ stark mit den politischen Ansichten zusammenhängt. Dass eine aktuelle (nicht besonders gute Regierung) bestraft wird, ist zwar normal. Muss aber gar nicht damit zusammenhängen. Der Immobilienboom in Spanien ist vermutlich eher von englischen Pensionssystemen verursacht - und angetrieben durch eine Bush-Vorlage.


Fery Rohrer

09.02.2010, 09:58 Uhr

In der Aktualität ist Spanien Geografisch wie Politisch sehr Gespalten, was die Krisenüberwindung noch viel komplexer macht. Trotzdem sollte man nicht alles in einen Topf werfen. Es sind nur 35 Jahre vergangen seit der Diktatur und Spanien hat reisen Fortschritte gemacht. Sozial wie auch Kulturell steht sie weit über dem Durchschnitt. Leider muss Politisch noch vieles geregelt werden...


marie berner

09.02.2010, 09:41 Uhr

@jürg caviezel. dazu kann man bloss sagen: das land wurde nicht bloss finanziell in den ruin getrieben, während viele investoren durch korruption und vetternwirtschaft profitierten. es wurde zu grossen teilen auch landschaftlich durch die bauerei ruiniert, spaniens mittelmeerküste lässt grüssen. ich bin mal gespannt, wann das grosse schuldzuweisen beginnt. und ob man schuldige finden wird...


Pankraz Aeschlimann

09.02.2010, 09:35 Uhr

Und ich dachte, Sie meinten mit der "Demütigung des stolzen Wunderlandes" die Schweiz !


Mari Wunderli

09.02.2010, 09:23 Uhr

Schadenfreude ist die beste Freude?- Ich wohne seit Jahren in Spanien- die Schweiz ist für mich höchstens noch ein Absteigland um Verwandte zu besuchen. Ja es gibt korupte Politiker und Geschäfte- wie in allen Ländern (ausser der Schweiz- UBS?)- die meisten Leute hier sind aber ehrlich und arbeiten viel. Alle Schweizer mit Ferienhäusern haben eben von der Koruption (?) profitiert.


Franz Brunner

09.02.2010, 09:20 Uhr

wunderland? habe mich immer gefragt, wie der "aufstieg" spaniens zustande kam---denn dass dort seit zb 1985 viel mehr und härter gearbeitet wird, ist mir nie aufgefallen


Andre Ruiz

09.02.2010, 09:17 Uhr

In einem Land wo 50% der Arbeitslosen schwarz arbeiten, in einem Land wo sicher 30% der Einkommen schwarz also nicht versteuert wird, in einem Land wo die Arbeitvehaeltnisse so krass sind , in einem Land indem junge Menschen keine anstaendige Anstellung finden koennen,in einem Land wo die Arbeitsgesetze so unrealistisch sind, reicht es nicht wenn nur die Sonne scheint.,da muss was passieren,manana


Matthias Vogelsanger

09.02.2010, 09:10 Uhr

Ausgerechnet die hoffnungslos überschuldeten Angelsachsen fühlen sich bemüssigt mit dem Finger auf Spanien zu zeigen, dass lediglich dessen Schuldenwirtschaftsmodel übernommen hat. Früher haben die gleichen Kreise über Deutschland geschnödet und ihm vorgehalten zu wenig "Wachstum" zu bringen, weil die Deutschen halt eben nicht über die Verhältnisse gelebt haben. Eine Gilde macht sich lächerlich.


Arthur Spieser

09.02.2010, 09:09 Uhr

Interessant, interessant. Das Schlamassel von Spanien ist von einer linken, sozialistischen Regierung verursacht worden. Das müsste allen Kritikern bürgerlicher Parteien schwer zu denken geben. Es ist halt einfacher auf dem kapitalistischen System herum zu pickeln als selber erfolgreich zu wirtschaften.


Michael Studer

09.02.2010, 09:07 Uhr

@Wollner: Falsch. Irland ist vor Italien. Dies wird aufgrund der CDS (Credit Default Swap)-Rates für Staatsanleihen (sovereign bonds) gemessen. CDS-Rates geben an, wieviel für die Ausfall-Absicherung einer Staatsanleihe eines Landes bezahlt werden muss. Zur Zeit sind die Rates für 5 Jahres-CDS für Irland 177bp, Spanien 170bp und Italien 160bp. Irland also sogar vor Spanien.


armenio solino

09.02.2010, 09:02 Uhr

Aus der Sicht des geldes und Finazplatzes ist die Aussage richtig. jedoch die Lebensfreude die in diesen sogenannte "Drittweltländer" die die Menschen beherrscht, davon könnt Ihr "Erstweltländer" nur Träumen. Dies kann man nicht Kaufen. Dies erbt man einfach. Die Lust und den Mut auch ohne oder mit wenig Geld zu überleben mit einem Lächeln ins Gesicht geschrieben. Zusammenhalt, das ist die Antwort


Daniel Schmid

09.02.2010, 09:00 Uhr

@ Fritz A. Wollner Ob Italien die Runde vervollständigen dürfte kann möglich sein. Würde mich jedoch an Ihrer sSelle etwas genauer informieren. Dann wissen Sie auch warum Irland nicht nur eindeutig zur Runde gehört, sondern sogar im fast gleichen Schlamassel steckt wie Griechenland...


Max Meier

09.02.2010, 09:00 Uhr

Man lässt natürlich aus Angst eines noch grösseren Kollapses gerne die anderen PIIGS aus, Staatsverschuldung des BIP 2010 von DE 86%, FR 80%, UK 72% sind höher als in Spanien und als Volkswirtschaften relevanter im EURO Raum. Nicht zu vergessen USA 95%, Japan 220% und Indien mit 88%. Und schlimm, sie steigen auch in Zukunft. Das wird alles andere als lustig in den nächsten Jahren!


Hans Meier

09.02.2010, 08:57 Uhr

Ich habe schon seit Einführung des Euro befürchtet, dass diese Länder und auch Italien Schwierigkeiten bekommen, wenn sie nicht mehr eine eigene Währungspolitik machen können. Wenn sie nicht durch Wertverluste ihrer Währung die eigene Undiszipliertheit wieder kompensieren können. Der Euro ist ein Fehler, weil Deutschland usw mit dem Süden nicht die gleiche Währungspolitik haben können.


Fritz A. Wollner

09.02.2010, 08:32 Uhr

Italien dürfte die Runde vervollständigen, nicht Irland, wie eingangs irrtümlich vermerkt.


Turi Müller

09.02.2010, 08:24 Uhr

Spanien ist nun einmal ein 3. Weltland. Ausser dem eigen Stolz gibt es dort auch nicht sehr viel.


Wilfried Büschy

09.02.2010, 07:56 Uhr

Man wähnte sich . . . Na ja, Hochmut kommt vor dem Fall.


Martin Fürst

09.02.2010, 07:54 Uhr

Ich akzeptiere keine Euro-Scheine mehr, deren codierte Kennzeichnung auf PIIGS Staaten hinweisen, viel zu riskant! Die Länder-Codierung hat schliesslich einen Grund, auch wenn dies immer wieder von der Europäischen Zentralbank in Abrede gestellt wird: Im Notfall werden die Euro aus diesen Ländern nicht mehr akzeptiert bzw. müssen massiv abgewertet werden. 1 spanischer Euro = 50 deutsche Cents!


juerg caviezel

09.02.2010, 07:01 Uhr

Wie recht sie haben, aber dazu kommt die uebrall herrschende Korruption in allen Gemeinden, die illegalen Bauten, ich selbst besitze eine Liste der Gemeinde Felanitx mit ca. 100 Namen, es wird nichts unternommen, wie auch? sollte man 100 Bauten abreissen? in unserer Umgebung ist jeder zweite Bau mindestens teilweise illegal. Es stehen unfertige Rohbauten in der Landschaft, eine Schande.



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