Ausland

Die Griechen sind am fleissigsten

Der deutsche Datenreport 2011 räumt mit dem Klischee der faulen Griechen auf. Diese arbeiten in Europa pro Woche nämlich am meisten. Die Studie zeigt auch, wie es um den Wohlstand in Europa steht.

Griechen haben die Nase vorn: Arbeitszeit-Daten aus dem Datenreport 2011 und vom Bundesamt für Statistik (Schweiz).


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Fleissiger, als ihr Ruf ihnen nachsagt: Die Griechen, hier ein Bauarbeiter in Athen. (Archivbild) (Bild: Keystone )

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Im Mai dieses Jahres hatte Angela Merkel in südeuropäischen Ländern für rote Köpfe gesorgt. Damals bezeichnete sie die Arbeitnehmer in Griechenland, Portugal und Spanien in einer Rede zur Finanzkrise indirekt als faul. In ihrer Ansprache insinuierte die deutsche Bundeskanzlerin, Arbeiter in den angeschlagenen Euroländern hätten mehr Ferien und würden früher in Rente gehen. Der neuste Datenreport von Deutschlands Statistischem Bundesamt zeigt nun, zumindest was Griechenland betrifft, ein anderes Bild auf.

Wie aus dem Report hervorgeht, arbeiten die Griechen im EU-weiten Vergleich nämlich am meisten. Demnach liegt die tatsächlich geleistete Wochenarbeitszeit der Männer in Griechenland bei 43,8 Stunden, gefolgt von Polen mit 43,1 Stunden. Am geringsten ist die Wochenarbeitszeit mit 37,5 Stunden in den Niederlanden. In der Schweiz lag die durchschnittliche Wochenarbeitszeit laut dem Bundesamt für Statistik 2010 bei 41,6 Stunden.

Laut dem «Handelsblatt» kann den Griechen auch bezüglich ihres Rentenalters nichts vorgeworfen werden. Mit dem mittleren Alter von 61,4 Jahren liegen sie nämlich genau im EU-Durchschnitt.

Starkes Wohlfahrtsgefälle

Der Datenreport 2011 deckt aber auch Unterschiede im europäischen Raum auf. Das Wohlfahrtsgefälle in der Europäischen Union etwa ist immer noch gross. Besonders gravierend ist die Situation in Bulgarien, das ebenso wie Rumänien erst seit 2007 Mitglied der EU ist. Bereits 2004 waren die baltischen Staaten, Polen, Ungarn, Tschechien, die Slowakei, Slowenien sowie Zypern und Malta der EU beigetreten.

In der Bewertung der Arbeitsplatzsicherheit spiegelt sich auch die wirtschaftliche Lage der EU-Staaten wider. Am geringsten ist die Zuversicht mit rund 60 Prozent in den baltischen Staaten, Griechenland, Bulgarien und der Slowakei. Im EU-Durchschnitt sind 82 Prozent zuversichtlich, in Deutschland sind es 88 Prozent.

Unter anderem wird in dem Bericht auch verglichen, wie gut die Menschen in den einzelnen Ländern mit ihrem Einkommen auskommen. Mit einem Anteil von 60 Prozent haben wesentlich mehr Menschen in den neuen Mitgliedstaaten Probleme, den Lebensstandard durch ihr eigenes Einkommen zu bestreiten. In Bulgarien geben sogar 84 Prozent der Befragten an, nicht mit ihrem Einkommen auszukommen. In den westlichen EU-Staaten sind es durchschnittlich 36 Prozent.

Wenig Wohnraum in Osteuropa

Als weiteres Beispiel wird in dem Bericht die Wohnungssituation genannt. Während in den westeuropäischen Ländern auf einen Bewohner knapp zwei Wohnräume kommen, ist es in Osteuropa nur einer. In den neuen Mitgliedstaaten hat fast jeder Siebte keine eigene Toilette in der Wohnung.

In Bulgarien ist die Zufriedenheit mit dem Lebensstandard mit 28 Prozent am geringsten. Am höchsten ist der Wert in Schweden mit 96 Prozent, gefolgt von Dänemark und den Niederlanden mit 95 Prozent.

Wohnkosten belasten Deutsche

Auch in Deutschland zeigt sich die Armut immer deutlicher anhand der Finanzprobleme von Mietern. 2008 waren knapp 16 Prozent der Deutschen armutsgefährdet. Jeder Dritte von ihnen sieht sich nach eigener Einschätzung durch die Wohnkosten «finanziell schwer belastet».

Bei dem Anteil der Bevölkerung, die nicht von Armut bedroht ist, empfand noch knapp jeder Fünfte (18 Prozent) dies ebenso. Wie aus der Erhebung weiter hervorgeht, sind 16 Prozent der armutsgefährdeten Frauen und Männer nicht in der Lage, «ihre Wohnung angemessen warm zu halten». Fast jeder Dritte aus dieser Bevölkerungsgruppe (30 Prozent) sieht sich ausserdem nicht imstande, wenigstens an jedem zweiten Tag eine warme Mahlzeit einzunehmen.

Das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) verwies auf die sich seit Jahren verfestigende Armut. Das Risiko für die unterste Einkommensgruppe, dauerhaft arm zu bleiben, habe sich seit den 80er-Jahren von 57 auf 65 Prozent deutlich erhöht, sagte Roland Habich, Datenmanager vom WZB. Sein Fazit: «Weniger Menschen gelingt es, ihre Einkommenssituation zu verbessern.» Zudem reichten heute «kurzfristige Armutserfahrungen bis weit in mittlere Einkommenslagen hinein». (kpn/dapd)

Erstellt: 11.10.2011, 16:24 Uhr

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59 Kommentare

Rolf Gunz

15.10.2011, 16:35 Uhr
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Genau, die Grichen haben sich schlicht überarbeitet und leiden allesamt an einem Burnout..deshalb der Staatsbankrott! Antworten


Stefan Schmid

14.10.2011, 16:21 Uhr
Melden

Will man hier tatsächlich behaupten, man könne statistischen Zahlen, die vom griechischen Staat erhoben und verbreitet wurden glauben? Bitte sehr! Antworten


mike mitchel

12.10.2011, 10:27 Uhr
Melden

Das Medien nicht vertrauenswürdig sind, dürfte wohl jedem hier klar sein. "Aber" ,ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, was einige hier schon erwähnt haben.Mein Schwager ist spezialisiert auf ausgefallene Baumaschinen und arbeitet geschätzte 70 Stunden die Woche, der Bruder meiner Frau, ist Verkäufer und arbeitet ebenfalls geschäzte 60 Stunden pro Woche und das für neuerdings ca. 750 Euro. Wie bitte, soll er mit dem Lohn eine Familie gründen. Es ist nunmal wirklich so, das Geld landet in den oberen Etagen, die Unterschicht Antworten


Ueli Klein

12.10.2011, 07:04 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Liebe Artikelschreiber kpn/dapd: Die Anzahl der Arbeitsstunden die irgendjemand leistet ist vollkommen uninteressant. Der Wert der geleisteten Arbeit kann nur über die Produktivität verglichen werden, alles andere ist volkswirtschaftlicher Unsinn. Fleissig können die GR ja sein, nur Produktiv sind sie derzeit nicht und das ist der springende Punkt den ich von einem solchen Artikel erwarte! Antworten


Jascha Jaworski

13.10.2011, 01:32 Uhr
Melden

Daran werden jedoch auch Spardiktate,die die Infrastruktur verfallen lassen und Bildungsausgaben drücken,nichts ändern.Zudem: Deutschland ist mit lohndrückereibasierten Exportüberschüssen nicht unschuldig. Würden wir auf eigene Inlandsnachfrage setzen und nicht jene anderer Volkswirtschaften abgreifen, hätten diese auch mehr Geld zur Anlageinvestition.Euro ohne koordinierte Lohnpolitik ist Quatsch


Peter Haller

12.10.2011, 06:39 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Man soll keiner Statistik trauen, die man nicht selbst gefälscht hat !
Die Zahlen haben keine Bedeutung.
Viel interessanter finde ich, dass die Griechen 4 mal mehr Rente kriegen, als die Slowaken, die vermutlich auch 40 Stunden Arbeiten ! Und diese sollen auch noch zahlen !
Selten so gut gelacht !
Antworten


Hans Ueli

12.10.2011, 01:01 Uhr
Melden 6 Empfehlung

600 Euro verdienen viele Menschen in Griechenland!! Viele Junge Menschen wohnen noch bei ihren Eltern, weil sie sich die Mieten nicht leisten können. Aber sie alle arbeiten hart. Nur das das Geld, das erwirtschaftet wird, nicht bei den Arbeiter/innen landet, sondern bei den Bossen. Und wirklich korrupt sind nur die Reichen, bei denen landet ja auch die Hilfgelder "unserer" korrupten Politiker. Antworten


Hanspeter Bruhin

12.10.2011, 00:54 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Wenn sie das Wort "Studie" sehen, brauchen Sie nicht mehr weiter zu lesen. Antworten


Martin Lienert

11.10.2011, 23:49 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Tja... 43h mit einer Effizienz von 30% gibt nicht soviel Endergebniss wie 40h mit 75% Effizienz! Antworten


Beat Pfister

11.10.2011, 22:24 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Interessant: In den Niederlanden arbeitet man nur 37.5 Std., trotzdem kann sich über 70% Wohneigentum leisten (in der Schweiz nur etwa 30%). Und generell in den Ländern, wo man am wenigsten arbeitet, sind die Leute mit dem Lebensstandard am meisten zufrieden. Gibt einem schon zu denken... Antworten


Lopa Lo

12.10.2011, 10:34 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Haben Sie schon mal von korrupten Politiker gehört oder ist es für Sie ein Fremd- Wort?


Karl Hinderlin

11.10.2011, 22:23 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Ohne Angabe der Arbeitslosenquote ist die Wochenarbeitszeit-Statistik sinnlos. Man müsste die tatsächlich gearbeiteten Stunden/Woche durch die Summe der Erwerbstätigen + Arbeitslosen teilen (und dabei auch die Selbständigerwerbenden berücksichtigen). Dann sähe die Reihenfolge garantiert anders und „korrekter“ aus. Antworten


M. Meyer

11.10.2011, 22:12 Uhr
Melden 5 Empfehlung

In Griechenland gibt es nicht nur Staatsangestelte die faul rumsitzen. Meine Tante, selbstständige Notarin, und meine beiden Onkel, Architekt und Rohstoffhändler, alle zwischen 63 und 70 Jahren alt, arbeiten noch 100%. Auch dass gibt es in Griechenland. Mir tut es leid für die verlorene Generation der Jungen, die keine Chance kriegen eine Karriere zu starten. Antworten


Beni Schnyder

12.10.2011, 10:50 Uhr
Melden 2 Empfehlung

sollen doch die in Rente gehen, dann haben schon drei Junge einen Job!


marvin heider

11.10.2011, 21:26 Uhr
Melden 2 Empfehlung

glaub keiner statistik, die du nicht selbst gefälscht hast ;-) mal davon abgesehen, dass der output entscheidend ist, frage ich mich, auf welchen daten diese statistik basiert. das statist. bundesamt hat diese wohl kaum in GR selbst erhoben! und wie es um die statist. daten aus GR bestellt ist, wissen wir ja anhand der finanzdaten, die GR zur euro-aufnahme präsentiert hat... Antworten


Anastasios Ioannidis

11.10.2011, 20:58 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Griechen welche in der Privatwirtschaft angestellt sind (und dass sind immerhin 80%), arbeiten aufgrund des harten Konkurrenzkampfes um die wenigen Jobs tatsächlich länger und härter als ihre Europäischen und Schweizer Kollegen. Nur Staatsangestellte kamen in den Genuss dieser Privilegien welche zur Ineffizienz und Aufblähung des Staatsapparates führten. Die Statistik ist somit durchaus nachvollzi Antworten


rolf schild

11.10.2011, 20:09 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Also eines begreife ich nicht: Wenn man am meisten Arbeit leistet heisst es für mich dass es dem Staat auch
gut geht: Weit verfehlt, es ist nutzlos wenn man 43 Std. arbeitet und der Ertrag ist normalerweise in 20 Std.
erledigt, da muss man über die Statistik lachen die nützt nichts. Bei den Balkanstaaten weiss man nie was
die Rechte Hand oder die Linke macht, darum sind fast alle Pleite!
Antworten


Heinz Egger

11.10.2011, 19:46 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Die deutsche Elite will Griechenland nicht fallen lassen. Habt ihr wirklich das Gefuehl, sie wuerden eine Statistik praesentieren , die diesem Ansinnen nicht Sukkurs leisten wuerde? Antworten


Hanspeter Moesch

11.10.2011, 19:46 Uhr
Melden 26 Empfehlung

Das Mass der Leistung ist nicht, wieviel jemand zeitlich arbeitet, sondern was dabei herauskommt! Antworten


Christian Loetscher

11.10.2011, 21:50 Uhr
Melden 13 Empfehlung

Gut, dann gehen Sie doch bitte im Hochsommer nach Griechenland, Portugal, Spanien oder Italien und zeigen diesen Faulpelzen doch einmal, wie man in der Schweiz so arbeitet...


Marcel Zentner

11.10.2011, 19:39 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Es lohnt sich, den Original-Artikel zu lesen (s. link zum Handelsblatt), bevor man mit beliebigen Kommentaren losschiesst. Antworten


kurt treier

11.10.2011, 19:34 Uhr
Melden 3 Empfehlung

statistik ist gut. belegt aber wenig. es sollte einmal ausgewertet werden, wer von den geldern profitiert hat, die griechenland ausgeben hat. Antworten


Hanns Castorp

11.10.2011, 19:29 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Was für eine Unsinns-Statistik! Ausschlaggebend sind nicht behauptete Präsenzstunden, sondern das Bruttosozialprodukt. Wenn die Deutschen diese geschönten Statistiken der Griechen kritiklos übernimmt, so sagt das etwas über die Deutschen und ihr Verhältnis zu den Griechen aus. Griechenland geht wegen der Unfähigkeit und der Korruption seiner sozialistischen Regierung bankrott. Fleiss? Wers glaubt! Antworten


Jürg Tanner

11.10.2011, 19:11 Uhr
Melden 20 Empfehlung

Bitte unterscheiden: a) Arbeiten und anwesend sein. b) Arbeiten und effizient arbeiten c) Arbeiten und Gehalt abholen. Aber es trifft natürlich auch viele unschuldige, das ist vielerorts so. Leider. Antworten


Rolf Heinzmann

11.10.2011, 18:51 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Die Statistik mag stimmen, sie entlastet aber die Griechen keineswegs. Das Problem von Griechenland ist die Korruption. Sie ist derart weit verbreitet, dass Steuergelder oft privaten in die Hände fliessen, statt dem Gemeinwohl zugute kommen. Die Verschuldung ist wohl eher darauf zurückzuführen. Das macht die Sache aber auch nicht besser und Griechenland muss seine Hausaufgaben dringend machen. Antworten


Catherine Hafner

11.10.2011, 18:22 Uhr
Melden 33 Empfehlung

In den letzten 2 Jahren hat man Griechenland zum Sündenbock Europas gemacht, dabei ist die Mehrzahl der Griechen anständige, fleissige Menschen. Ausnahmen gibt es immer, aber viele Griechen arbeiten für 900.-- Euro pro Monat. Wie viele Schweizer würden für 900.-- Euro arbeiten? sie würden lieber zum Sozialamt gehen.
Der Spott auf die Griechen sollte endlich aufhören, denn er ist ungerecht.
Antworten


Franz Karl

11.10.2011, 18:55 Uhr
Melden 5 Empfehlung

@Frau Hafner: Ohne engeren Bezug zu den Griechen möchte ich doch etwas bemerken: Schauen Sie sich doch bitte den momentanen Wahlkampf in der Schweiz an, und die damit verbundene heftige Auseinandersetzung des Volkes mit dem Staat. Ich sehe nichts Ähnliches in Griechenland, einem Staat, in dem nun schon die Elektrizitätswerke die Steuern einziehen müssen.Die tieferen Gründe sind in keiner Statistik


Peter Waldner

11.10.2011, 18:18 Uhr
Melden 37 Empfehlung

Haben damit die Superstatistiker bewiesen, dass ein Staat vorzugsweise pleite geht, wenn die Leute am meisten arbeiten? Antworten


Laura Herz

11.10.2011, 20:26 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Das wäre die logische Konsequenz, Herr Waldner.


Werner Hebeisen

11.10.2011, 17:59 Uhr
Melden 39 Empfehlung

Macht es nicht wie in Frankreich wo so oft und gerne Arbeitszeit mit Präsenzzeit verwechselt wird. Antworten


Alexander Vogler

11.10.2011, 17:47 Uhr
Melden 68 Empfehlung

Ja haben wir den immer noch nicht kapiert, dass die Griechen auch Weltmeister im frisieren von Statistiken sind. E Antworten


kaya wirth

11.10.2011, 17:46 Uhr
Melden 18 Empfehlung

genau. reine anwesenheit oder angebliche anwesenheit, wie z.b. der in italien beim schneeschaufeln im sommer sollte mal in die kalkulation rein. die qualität fehlt. darf ich dazu noch fragen, wieso nur die arbeitenden männer zählen? das verfälscht doch in den ländern die statistik wie viele frauen ebenfalls viel arbeiten oder eben sehr wenig... Antworten


Thomas Tinguely

11.10.2011, 17:40 Uhr
Melden 45 Empfehlung

Das sind Anwesenheitsstunden keine Arbeitsstunden. Diese Statistiker sollen mal einen anständigen Beruf lernen. Antworten


Jean-Pierre Neidhart

11.10.2011, 17:40 Uhr
Melden 50 Empfehlung

In Griechenland gehoert streiken zur Arbeitszeit;-)) Antworten


Markus Baumgartner

11.10.2011, 17:50 Uhr
Melden 20 Empfehlung

In Griechenland gehoert streiken zur Arbeitszeit;-))
Und erst noch doppelt gerechnet. Einmal am Arbeitsplatz und einmal auf der Strasse !


Hans Sommer

11.10.2011, 17:32 Uhr
Melden 79 Empfehlung

Diese Studie ist ein absoluter Witz. Waren die überhaupt jemals vor Ort in Griechenland? Ich habe da gearbeitet. Wenn mal die Hälfte der Belegschaft zur Arbeit erschien, mussten wir schon froh sein. Viele blieben gar wochenlang weg, ohne dass sich jemand daran störte. Natürlich darf man nicht verallgemeinern, aber aus meiner Sicht war die schlechte Arbeitsmoral die Regel. Antworten


Despina Theocharidou

11.10.2011, 18:14 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Doch doch leider sind das Arbeitsstunden ohne Mittagspause oft und unbezahlte Überstunden.Es sei denn man ist im öffentlichen Dienst!Ist das aber im öff,Dienst und Beamtentum nicht auch in Deutschland oder Schweiz so?


Markus Baumgartner

11.10.2011, 17:25 Uhr
Melden 16 Empfehlung

So lange sie zum Streiken so viel Zeit aufwenden können, sind die Leute unterbeschäftigt ! Antworten


Kurt Gsell

11.10.2011, 17:07 Uhr
Melden 43 Empfehlung

Toller Bericht. Wo ist berücksichtigt, dass die Griechen mit 55 pensioniert werden, dass Beamtenstellen 2 und 3-fach besetzt wurden um möglichst vielen ein Pöstchen zuzuhalten etc. ? Antworten


Rene Wetter

11.10.2011, 17:20 Uhr
Melden 28 Empfehlung

Wenn Sie den Text gelesen hätten, wüssten Sie, dass die Griechen im Durchschnitt mit 61.4 Jahren in die Rente gehen


Barbara Nägeli

11.10.2011, 17:04 Uhr
Melden 48 Empfehlung

Ja, und die europäischen Banken haben alle den Stresstest mit Bravour überstanden. Ja, und "EU" übersetzt sich nicht mit "Europas Untergang". Ja, und die Schweizer sind die grössten Kriegsgurgeln. Ja, und der Menschengerichtshof, der mehrfache Mörder und Vergewaltiger auf freien Fuss lässt (Menschenrechte!) rügt die CH wegen eines Türken, der ausgewiesen wurde. Ja, und... was noch alles???!!! Antworten


romeo anderes

11.10.2011, 17:04 Uhr
Melden 70 Empfehlung

ich arbeite seit 1986 in griechenland (tourismus) . diese tabelle ist ein hohn . weil all die gastarbeiter aus dem ostblock und asien (die meisten illegal), 70 ! und mehr stunden pro woche arbeiten zu niedrigst loehne und ohne versicherung. griechenland laesst arbeiten ! die effizienz der griechischen arbeiter ist fuer europaeische verhaelltnisse bedenklich. sorry ellines aber ihr seit unfaehi Antworten


Simon Johner

11.10.2011, 23:07 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Sorry, aber den Ostblock gibt es schon seit 1991 nicht mehr.


Alain Burky

11.10.2011, 16:58 Uhr
Melden 21 Empfehlung

Dann machen sie (wenigstens anhand dieser Statistik)
auch in Frankreich viele Ueberstunden. ( =40.2).
Denn da herrscht doch schon lange offiziell die 35 Std. Woche ...
Antworten


Andres Müller

11.10.2011, 17:06 Uhr
Melden 4 Empfehlung

oder sie arbeiten oftmals wie die US-Amerikaner an mehreren Stellen.


JR Reuthinger

11.10.2011, 16:57 Uhr
Melden 43 Empfehlung

Den Nagel auf den Kopf getroffen! Präsenz ist bei weitem kein Gradmesser für Effizienz! Antworten


felix halter

11.10.2011, 16:50 Uhr
Melden 37 Empfehlung

offenbar gibt es noch immer naivlinge, die jede publizierte statistik als der tatsache entsprechend glauben. das ist unfassbar. was wollt ihr für eine statistik? ich liefere sie pünktlich bis heute um 20.00 h.
griechenland ist bankrott, pleite, zahlungsunfähig.
Antworten


Peter Steiner

11.10.2011, 17:43 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Herr Müller, sie denken verkehrt herum. Überschuldet ist Griechenland, schlecht gewirtschaftet hat Griechenland, von zu tiefen profitiert hat Griechenland. Die Banken waren leider zu gierig und zu blöd und haben diesen Staat finanziert - nun haben sie das Problem. Aber die Ursache liegt darin, dass GR über die Verhältnisse gelebt hat (wie andere Staaten auch).


Andres Müller

11.10.2011, 17:01 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Natürlich Herr halter, und warum muss man dann die Banken ausserhalb Griechenlands bis hin nach Deutschland und Frankreich, Belgien usw. schützen, wenn der Bankrott und Zahlungsunfähigeit nur einer von Hellas wäre? Könnte es nicht sein dass ihnen hier etwas die Übersicht fehlt was hier in der Summa tatsächlich alles bankrott gewirtschaftet wurde.


Hans Abächerli

11.10.2011, 16:59 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Genau, "traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast!" Und wie das so geht mit den Arbeitsstunden bei den (griech.) Beamten, wissen wir inzwischen: Mein Bruder stempelt für mich ein, wenn er am frühen Morgen kurz beim Amt vorbeigeht, dafür gehe ich am späten Abend beim Amt vorbei, um für uns beide auszustempeln! Und schon haben wir beide sehr lange Arbeitstage! So geht das!


monika weinfeld

11.10.2011, 16:57 Uhr
Melden 5 Empfehlung

es macht jedoch einen unterschied - und für die würde der zahlungsunfähigen, einen immensen - wie dies begründet wird. den griechen faulheit zu unterstellen und dann noch ein hämisches "ganz recht gscheh" nachzuschieben, ist angesichts dieses reportes pure verleumdung oder dann zumindest recht einseitig und klischiert.


Peter Schalcher

11.10.2011, 16:42 Uhr
Melden 60 Empfehlung

Das ist kein Massstab für EFFIZIENZ. Antworten


Hans Meier

11.10.2011, 16:42 Uhr
Melden 68 Empfehlung

Arbeitsstunden pro Woche sagt halt noch nichts aus über Produktivität, Effizienz, etc. Sorry. Man kann auch "faul" bezgl. Denkarbeit, Innovation und Veränderung sein.
Man wird halt nicht wohlhabender, nur weil man den ganzen Tag im Büro Akten vom linken Pultrand zum rechten Pultrand verschiebt und dazwischen die Blätter kurz abstaubt und neu ausrichtet. Auch wenn man dies 60 Stunden/Woche tut.
Antworten


marcel keller

11.10.2011, 17:12 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Wie ist das eigentlich mit der Produktivität? Welchen Preis zahlen Arbeitnehmer für die "beispielhafte" Produktivität in Deutschland? Was wäre, wenn alle EU-Staaten so produktiv wären wie Deutschland?


Andres Müller

11.10.2011, 16:53 Uhr
Melden 22 Empfehlung

Doch, ich kenne jemanden der dafür Millionen erhielt und nun abtreten musste, aber mit gefüllter Brieftasche und in Saus und Braus.


Andres Müller

11.10.2011, 16:41 Uhr
Melden 9 Empfehlung

"habe sich seit den 80er-Jahren von 57 auf 65 Prozent deutlich erhöht" Der Ausgangspunkt 80er entspricht der Ausbreitung des Neoliberalismus (ab Mitte 90er auch bei den Sozialdemokraten /Dritter Weg, Bush- und Eiserne Lady-Fan Tony Blair, Hartz4 -Schröder, SP -Gurtenmanifest Schweiz -Sommaruga). Als einzige Schweizer Partei schaffte es die SP sich hier wieder auszuklinken, dank Basis und Levrat. Antworten


Afrim Brama

11.10.2011, 16:38 Uhr
Melden 69 Empfehlung

Präsenzstunden sind im grischischen Fall ganz bestimmt nicht gleich zu setzen mit Arbeitsstunden! Antworten


paul real

11.10.2011, 16:36 Uhr
Melden 23 Empfehlung

Ah ja, geil, nachdem man über ein Jahr auf allen Kanälen gegen die faulen, korrupten Griechen hetzt, kommt mal kurz die Message "Die Datenlage sagt eigentlich das Gegenteil". Ich würde mir ganz schön verarscht vorkommen wenn ich einer von den Menschen wäre, die das Maul gegen die Griechen aufgemacht haben, und das waren fast alle. So leicht lässt Ihr euch instrumentalisieren! Antworten


Hans Kohler

11.10.2011, 20:43 Uhr
Melden 2 Empfehlung

@paul real. Es ist nicht die Datenlage, die das Gegenteil oder Irgendetwas aussagt. Es ist die Interpretationen und die Schlussfolgerungen, die das tun. Und ob die beiden Meinungs-Extreme wirklich sachlich korrekt sein, darf wohl bezweifel werden.



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