Ausland
Die Sünden des Papstes
Interview David Vonplon. Aktualisiert am 25.03.2010 36 Kommentare
Der Religionspolitologe Otto Kallscheuer, derzeit Professor für politische Philosophie an der Universität Sassari, ist zugleich Fellow des Zentrums für Religion Wirtschaft Politik (ZRWP) der Universitäten Basel, Zürich und Luzern und des Collegium Helveticum. Sein letztes Buch «Zur Zukunft des Abendlandes» erschien 2009 im zu Klampen Verlag. (Bild: Salvatore Ligios)
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Herr Kallscheuer, Papst Benedikts XVI. späte und lückenhafte Reaktion auf die Missbrauchsfälle in Europa hat zum Teil harsche Kritik hervorgerufen. Wie sehr schadet sie der katholischen Kirche?
Nun, Benedikts Problem war: Je länger sein Schweigen andauerte, desto höher wurden die Erwartungen. Hätte der deutsche Papst gleich nach dem Bekanntwerden der ersten Fälle an katholischen Internaten in seiner Heimat ein persönlich bewegtes Machtwort gesprochen, so hätte das eine positive Signalwirkung für die ganze Debatte gehabt. Jetzt aber, wo jeden Tag neue Fälle ans Tageslicht kommen – ja, sogar aus dem ehemaligen Bistum Joseph Ratzingers, aus seiner damaligen Amtszeit – kann er nicht mehr darauf verweisen, dass sexueller Missbrauch erzieherischer Autorität schliesslich auch nicht-religiöse, freie Erziehungsanstalten betrifft. Kurz: Sie haben Recht! Durch sein Abwarten hat der Heilige Vater seiner Institution, der katholischen Kirche, einen sehr schlechten Dienst erwiesen.
Schon beim Skandal um die Rehabilitierung des schismatischen Traditionalistenbischofs und Holocaust-Leugners Williamson hatte der Papst lange geschwiegen.
Man erhält in der Tat den Eindruck, dass hier eine persönliche Schwäche von Papst Benedikt mitspielt. Der Heilige Vater ist ganz offenkundig kein entscheidungsfreudiger Mann wie sein Vorgänger Johannes Paul II. Benedikt XVI. fehlt es an direkter Präsenz, an Charisma, an Leadership.
Liegt es also am persönlichen Versagen Joseph Ratzingers, dass die Kirche von Panne zu Panne eilt?
Nicht allein. Dazu kommen die veralteten Regierungsstrukturen des Vatikans. Vor über vierzig Jahren implizierte das Zweite Vatikanische Konzil mit seiner Öffnung der Kirche zur modernen Welt auch ein kirchenpolitisches Erneuerungsprogramm - gewiss nicht im Sinne einer platten Demokratisierung von Kirche, aber doch einer stärker horizontalen Teilung der Verantwortung für die Gesamtkirche und damit auch der Autorität auf die Bischöfe. Das Bistumsamt ist schliesslich die Basis der hierarchischen Institution Kirche; das innerkirchliche Codeword heisst hier «Kollegialität». Doch diese gerade in der heutigen weltweiten Wachstumsphase des Katholizismus so wichtige Rückbindung der Zentrale an die Ortskirchen hat leider nie stattgefunden. In Rom dümpelt die Kurienbürokratie weiter vor sich hin.
Wie äussert sich dieser Reformstau konkret?
Ob bei der Affäre um Williamson, ob bei der berühmten Regensburger Rede, die den Zorn der Muslime auf sich zog, ob bei Benedikts missverständlicher Rede in Auschwitz: In all diesen Fällen war der Pannenverlauf ähnlich. Vor dem Ereignis hatte der Papst seine «Ministerien» nicht konsultiert, dafür mussten diese dann im Nachhinein den Schaden begrenzen. Und am Ende sprach der Vatikan dann – wie auch jetzt anlässlich des Pädophilenskandals an deutschen und irischen Klosterschulen – von einer regelrechten Schmutzkampagne gegen den Heiligen Vater.
Könnte man denn sagen: Papst Benedikt ist mehr mit Bibliotheken vertraut, als mit dem echten Leben?
Dafür spräche zumindest, dass der Chef im Vatikan jegliches Gefühl für den Zeithorizont und die emotionalen Auswirkungen der modernen elektronischen Medien vermissen lässt. Als deutscher Professor glaubt Papst Benedikt XVI. offenbar, er wisse alles besser. Sein Vorgänger war da völlig anders: Karol Wojtyla liess alle Spezialisten antanzen, fragte sie aus und verwertete ihre Kenntnisse und Dossiers – gewiss nach eigenem Urteil. Papst Benedikt dagegen verfasst sogar seine Enzykliken selber!
Weshalb führte die institutionelle Verkrustung der römischen Zentrale unter Papst Johannes Paul II. zu weniger Krisen?
Johannes Paul II. war eben ein charismatischer Papst: theologisch konservativ, aber in seiner Art und Weise der Verkündigung der Frohen Botschaft ausgesprochen modern. Für ihn war die persönliche Begegnung mit den Gläubigen wichtig - und dafür brauchte er einen Grossteil seiner Kurie überhaupt nicht. Wichtiger waren seine Reisen und die Medien. Unter Johannes Paul II. waren nur wenige Spitzenleute wirklich wichtig, darunter natürlich Kardinal Ratzinger als Dogmenkontrolleur. Derselbe Ratzinger ist nun als Papst Benedikt vielleicht theologisch korrekter, damit aber seine papierne Kommunikation im Kirchenvolk ankäme, benötigte das Netzwerk der Weltkirche eine halbwegs funktionierende Corporate Governance.
Und die fehlt im Vatikan?
Im Grunde ist doch der Vatikan immer noch strukturiert wie ein Hofstaat: Diverse Hofräte beraten den Monarchen, und nicht selten arbeiten sie auch gegeneinander. Niemand aber hat letztlich die Verantwortung, ausser dem Monarchen selber.
Wie müsste eine Kurienreform aussehen?
Die Aufgabe wäre es heute, auch auf der obersten Regierungsebene klare Verantwortlichkeiten zu schaffen, also eine Art Kabinettsdisziplin einzuführen. Ein Minister, der für Ökumene steht, wäre dann für sein Departement verantwortlich; kein anderer Kardinal der Kurie darf ihm dann (wie in Rom wiederholt geschehen) Steine vor die Räder werfen. Der Papst hätte die Richtlinienkompetenz, doch seine Minister wären im Falle von Fehlern verantwortlich zu machen.
Weshalb tut sich denn die Kirche so schwer, solch elementare Funktionsmuster einzuführen?
Dass der auch mit den institutionellen Reibungen in der Kirche bestens vertraute Ratzinger als Papst die Reform der Kurie entschieden in die Hand nehmen würde, das war in der Tat eine der Erwartungen, die hinter seiner Wahl zum Papst stand. Doch heute, fünf Jahre danach, lässt diese Reform weiter auf sich warten.
Warum kommt die Flut von Missbrauchsfällen, die ja meistens Jahrzehnte zurückliegen, gerade jetzt ans Tageslicht? Hat das eher mit der Schwäche des Papstes zu tun oder mit der Institution Kirche?
Es scheint absurd: Die katholische Kirche stand seit dem Tod von Papst Johannes Paul nie mehr so im Rampenlicht der Öffentlichkeit wie jetzt mit den Sexskandalen - obwohl diese nur ein paar Promille von Priestern betreffen, allerdings eine ganze Kultur von Vertuschung und einen klerikalen Korpsgeist der Verharmlosung involvieren. Nicht nur in Rom, auch in Deutschland gab es gravierende Fehler im Umgang mit dem Skandal. Die deutsche Bischofskonferenz hat sich zu lange zurückgehalten, um zu verhindern, dass die konservativen Kettenhunde gegen die liberale Moderne losbellen, was fatal wäre (aber natürlich dennoch geschah). Man hat wohl aus gut gemeinten Motiven die Sache zu lange schlingern lassen. Der Chef in Rom hat die Dynamik des Skandals nicht gespürt - oder er hatte nicht die Berater, die ihn ihm die Dringlichkeit der Angelegenheit deutlich gemacht hätten.
Wie stark ist nun die Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche beschädigt?
Man kann das nicht quantifizieren. Für mich bringen die Sexskandale vor allem Folgendes zum Ausdruck: Das Verhältnis von religiöser Autorität und moderner Welt hat sich verändert – und mit dem Verlust der sakramentalen Autorität des Priesteramts in der Gesellschaft tut sich die ganze katholische Kirche, nicht nur der Vatikan unheimlich schwer. Im Volksvorurteil lag die unbefragte Autorität früher bei den schwarzberockten Kirchenkragenträgern. Der Klerus und die Hierarchie hielten nach aussen die schützende Hand über viele Fehltritte ihrer Funktionäre.
Heute liegt die Autorität woanders: nämlich beim Opfer.
Genau. Alle innerweltlichen Versagen, die sich Priester zuschulden kommen lassen wie andere Sterbliche auch, schlagen damit aber viel direkter auf die Kirche als Institution durch. Die Gesellschaft setzt bei der Kirche keine anderen Glaubwürdigkeitskriterien an als bei anderen weltlichen Institutionen – höchstens schärfere. Und ich denke, das ist auch gut so!
Das ändert aber nichts daran, dass die Kirche zugleich eine nicht-weltliche Botschaft verkörpern muss.
Natürlich nicht. Deshalb befindet sich die gesamte Kirche ja zunehmend in einer Situation der Diaspora: das heisst der zerstreuten Einzelnen in einer Umwelt, die sie nach ganz anderen Kriterien beurteilt. Selbst dort, wo die Kirchen noch Elemente von Volkskirche verkörpern, werden ihre Kader zu Diaspora-Aktivisten: sie werden als Streetworker beurteilt oder als Therapeuten und Sozialarbeiter, und erst aufgrund dieser sozialen Glaubwürdigkeit haben sie dann eine Chance, ihre eigene Botschaft anzubieten.
Wollen Sie damit sagen, die Religiosität und das Bedürfnis nach Transzendenz wird nach und nach verschwinden?
Nein, keineswegs. Aber die Suche nach Religiosität wird mobiler, individueller, krisenanfälliger – wie die Menschen auch. Auf diese Krise reagiert nun die katholische Kirche nach dem klassischem Muster bedrohter Institutionen: Sie zieht sich in die Wagenburg zurück, schottet sich ab gegen eine Aussenwelt, die halt «böse» ist.
Könnte denn diese Wagenburgmentalität früher oder später das Ende der katholischen Kirche im heutigen Sinne bedeuten?
Nein. Diese Kirche wird auch heute noch gebraucht. Aber sie funktioniert nur mehr mit der Münze Vertrauen, und nicht mehr über die Autorität ihrer Lehrverkündigungen. Die Kommunikation durch persönliches Vertrauen ist die elementare Voraussetzung dafür, dass Kirche überhaupt als Institution wahrgenommen wird. Gelingt es der katholischen Kirche nicht mehr, weltweit Vertrauen zu organisieren, dann droht ihr zwar kein schneller Tod. Aber sie riskiert ihre Relevanz. Nicht zuletzt im Wettbewerb mit anderen religiösen Glaubenslehren, Lebensmodellen und Verkündigungsformen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 25.03.2010, 11:40 Uhr
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36 Kommentare
Diese Kampagnie gegen die Katholische Kirche ist nicht neu. Jederman weiss, dass Kindsmissbräuche überall vorkommen, im Turnverein, im Fussbalclub, im Gesangs- und Musikunterricht und natürlich auch in andern Religionsgemeinschaften. Kindsmissbrauch ist eine Katastrophe aber sie sollte nicht missbraucht werden um einseitig zu verurteilen. Antworten
wenn es stimmt, dass der papst in seiner kirche vorsätzlich kindsmissbrauch vertuscht, so begeht er damit meiner meinung nach schwerwiegende unterlassungs-sünden und wird sich der tragweite seiner unterlassungen überwiegend wahrscheinlich bewusst sein und sich dafür angemessen schämen und verantworten wollen. der "benedetto" tut päpstlicher als ein papst, ist selber aber eher ein auslauf-modell..! Antworten
Herr Kälin,nehmen wir einmal an,sie hätten die gleichen Fehler und Missbräuche gemacht. Sie würden samt und sonders vor ein Gericht gestellt und auch verurteilt.Wie wir nun sehen und hören müssen,stimmt die Unfehlbarkeit der Kirche durch diese aufgedeckten Missbräuche von Kindern und zum Teil auch Erwachsene nicht mehr.Der Papst muss zurück treten mit all seinen Mit wissern.Wo ist die Gerechtigk.? Antworten
Der Papst wird zur Zeit als Komplize von Pädokriminellen enttarnt. Nach juristischen Massstäben wäre dies ebenfalls strafbar. Verjährung hin oder her: der Ekel über den Klerus ist unerträglich, aus dem Vatikan dringt ein grausiger Fäkalgestank zu uns. Eine irdische Läuterung dieser Verbrecher ist ausgeschlossen: bleibt die Hoffnung auf das Jüngste Gericht Gottes und das ewige Feuer der Hölle. Antworten
Entscheidend ist, dass es noch genug glaubwürdige Christen in allen Konfessionen gibt:: Sr. Ruth Pfau, die seit 50 Jahren als Nonne u. Ärztin in Pakistan Lepraprojekte aufbaut; Bischof Erwin Kräutler, der seit 25 Jahren für die Rechte der Indigenas in Amazonien kämpft u.a. Auch in Deutschland gibt es genug Priester und Laien, die Tag für Tag in der Nachfolge Jesu v. Nazaret, des Christus, leben! Antworten
Anton Kälin, geben ihnen die 25 Briefe 'gegen die kath. Kirche ' nicht zu denken? Spielt der erwähnte Abschottungseffekt gegen die "böse" Aussenwelt auch bei ihnen? Das Hauptproblem scheint mir, dass die kath. Kirche keine Fehler zugeben kann, darum brauchte sie auch 400 Jahre um verklausuliert zuzugeben, dass Galieo doch recht hatte und die Verurteilung ein Fehler war. Parallelen zur Vertuschung? Antworten
@ Anton Kälin: ich glaube nicht, dass hier jemand die katholische (griech. für weltumfassend) Kirche abschaffen möchte. Durch den weltumfassenden schändlichsten Kindermissbrauch schafft sich diese Kirche gleich selber ab, wie immer schweigend alles aussitzend, ungeheuren Heuchlern gleich. Antworten
@A.Kälin: Erbärmlich ist Ihr Charakter und die Einstellung in Bezug von Kindsmissbrauch! Da spielt eigentlich die religioese Zugehoeriggkeit keine Rolle! Das ist sowieso nur die Spitze vom Eisberg! Ist doch schön: In einigen Tagen, an Ostern, werden wieder viele aus aller Welt mit dem letzten Rappen nach Rom pilgern und sich die rührige Osterpredigt des lieben Papstes anhören! Antworten
Jene, die den Papst heute kritisieren, dass er zu wenig konservativ gewesen sei, sind genau jene, die ihn gestern dafür kritisierten, dass er zu konservativ gewesen ist. Ein Beweis für die Integrität und Solidität dieses Papstes, und ein Beweis für die Heuchelei und Erbärmlichkeit der Kritiker. Es geht ihnen nur um die Zerstörung der katholischen Kirche. 25 Leserbriefe gegen die Kath. Kirche ? Antworten
Es gab 2005 viele Naivlinge die glaubten, der konservative Kardinal Ratzinger würde als Papst einen liberaleren Kurs einschlagen. Sie haben sich alle gründlich getäuscht. Ratzingers Aufgabe als Kardinal bestand darin "Abweichler" wie Küng, Boff usw., im Auftrag des damaligen Papstes zum Schweigen zu bringen! Warum sollte er, nun selber Papst, seinen dogmatischen Elfenbeinturm verlassen? Antworten
@ A. Hamilton: Ratzinger ist derjenige, der die Kurie am besten kennt, da laufen schon wichtige Fäden zusammen, deswegen (und wegen seines hohen Alters) wurde er auch gewählt. Mit ihm wird die 'alte Kirche' ins ewige Himmelreich aufgehen, und wir dürfen gespannt sein, was für alte Zöpfe uns dann erwarten. Ich kann in dieser Kirche, die mit den Armen spielt, leider nichts Nützliches sehen, . Antworten
Es ist das Schicksal dogmatischer Monolithen - in Religion und Politik -, nach und nach den Realitätssinn zu verlieren und in alten, überholten Dogmen zu erstarren. Dies hat Reformunfähigkeit und dann immer mehr Fehlentwicklungen zur Folge, über die der Deckel solange gehalten wird, wie es geht. Wenn sich dieser Skandal ausweitet, kann er zum "Kirchen-Gau" oder Mauerfall des Vatikans werden... Antworten
Christus hatte Probleme mit Priestern des Tempels. 15oo Jahre später waren es die Reformatoren welche sich gegen die Priester des Vatikans auseinander setzten. Was wird nun jetzt das Resultat sein, eine neue Reformation? Die katholische Kirche hat mit dem Christentum der ersten Jahrhunderten nicht mehr viel Gemeinsames ! Proteste werden kaum beachtet, oder zu spät. Antworten
Alles schreibt und redet von Missbrauchsfällen, begangen von vermeintlichen Heilsbringern der Kirche. Dabei zieht das nächste Gewitter bereits auf. Der Vatikan als dunkle Mafia-Geldwaschmaschine! Sehr interessant das Buch von Gialuigi Nuzzi über die düsteren Geschäfte des Vatikans.Eigentlich müsste der letzte Gläubige begreifen wem eigentlich die letzte Stunde geschlagen hat. Antworten
Röm.kath. Kirche als Beauftragte der Kirche Jesu? Jesus wollte keine neue Kirche gründen, sondern das Judentum reformieren. Paulus hat dann die Heiden missioniert und das Christentum begründet. Die kath. Kirche hat später ein paar Mythen in die Welt gesetzt und sich als heilige Vertretung Christi auf Erden erklärt. Und auch nach 2000 Jahren glauben viele noch an die Mythen! Aufklärung verpasst! Antworten
Mein 3-Punkte-Programm zur Lösung des Problems ist nicht spektakulär, sondern es orientiert sich daran, wie man sonst mit Kinderschändern umgeht: 1. Alle Verdächtigen, Papst inklusive, verhören und vor Gericht bringen 2. Vatikanstaat und Kanonisches Recht abschaffen (Danke, Hr. Strahm) 3. Wer möchte, kann selber religiöse Vereine gründen Antworten
An was soll denn der gute Herr Ratzinger noch glauben, wenn nicht mehr an seine Unfehlbarkeit? Es wird sich nichts ändern! Von den Europäern Geld einsacken, aber die Zukunft dieser politischen Organisation liegt in Südamerika, Afrika und Asien - und dort hat es kaum so unangenehme "Gläubige", welche alles in Frage stellen. Jeder enscheidet selber, ab die Firmen dürfen Kirchensteuer bezahlen! Antworten
Warum ist sich Herr Kallscheuer so sicher, dass der jeweilige Papst derjenige ist, der die Fäden in der Hand hält und diese nicht bei den 'Höflingen' liegt? Das Problem mit Missbrauch hat die katholische Kirche auch nicht erst seit Ratzinger dabei ist, sondern hatte es schon vorher. Vielleicht war die Kirche mal eine nützliche Institution, mir erscheint sie aber zunehmend suspekt. Antworten
Wozu braucht es die Kirche - was kann sie, was weltliches Institutionen nicht könnten? Um dieses archaische Konstrukt am Leben zu erhalten braucht es mehr oder weniger offen deklarierte (Quer-)Subventionierungen und Stützen durch Staat, Steuerzahler und Fronarbeiter. Moralisch und gesellschaftlich hat der Vatikan keine Autorität mehr. Als Denkmalpfleger wäre er eventuell noch tragbar. Antworten
Meine Erfahrung mit den Kirchenbruedern sind aeusserst schmerzhaft. Ich wurde auf der Schule geschlagen u. a. mit Ring ins Gesicht, haudenweise strak verletzend Haare ausgerissen etc. Die Kirche hat nichts aber ueberhaupt nichts mit der goettlichen Lehre zu tun. Ich habe diesen Verein seit der Volljaehrigkeit verlassen. Antworten
Heiliger Vater? Was soll an Herrn Ratzinger heilig sein? Das Ende des Vatikanstaats kann nicht schnell genug kommen. Die Kirchen sollen sich als Vereine organisieren. Das Kanonische Recht gehört endgültig abgeschafft. Für diese Vereine gelten wie für alle, die gültigen Gesetze und Menschenrechte. Wer diese bricht, der gehört vor den Kadi und in den Knast, garantiert nicht ins Kloster. Antworten
Wenn man(n) die statistischen Unterschleife ausklammert, hat sowohl die budistische als auch die katholische als auch die muslimische Religion JE weit mehr Anhenger als die Bigotten und die zu deren Stiefelknechten mutierten Ketzer zusammen. Und dem wird so bleiben, schon weil die Bigotten und ihre Vasallen die natuerliche Vermehrung gynokratisch zu einer Aussterberatte unterdruecken.... Antworten
Mit Angst lässt sich leider immer noch viel Geld scheffeln. Der geistliche Sexualtäter schüchtert das gläubige Opfer wenn es nicht schweigt mit der "Hölle, Sünde usw." ein. Es ist Zeit, dass sich alle ihre Religionszugehörigkeit neu überdenken. Antworten
"Schon beim Skandal um die Rehabilitierung des Holocaust-Leugners Williamson hatte der Papst lange geschwiegen." NEIN - Benedikt drohte damit die Priesterberichte aus Auschwitz zu veröffentlichen, wenn die Angriffe nicht eingestellt würden, aber gegen solche Angriffe wie jetzt kann er wohl nicht machen. Antworten
Mit dieser Papst ist viel Glaubwürdigkeit dieser Kirche verloren gegangen. In der Unfeilbarkeit der Papst glaubt wohl niemand mehr. Ich persönlich überlege mich stark auszutreten aus der Insitution kath.Kirche. Gläubig bleibe ich auch ohne diese Institution.Wenn Priester nicht vorleben was sie verkünden und das 6. Gebot schwerst misachten, ist dies ein Vertrauensbruch zwischen Kirche und Gläubige Antworten
ich zitiere: Im Grunde ist doch der Vatikan immer noch strukturiert wie ein Hofstaat: Diverse Hofräte beraten den Monarchen, und nicht selten arbeiten sie auch gegeneinander. Niemand aber hat letztlich die Verantwortung, ausser dem Monarchen selber. Dies ist doch im Mittelalter ganz normal? Oder leben wir nun im 21 Jahrhundert ? Antworten
Was will ihr Photograph dem Betrachter, der Betrachterin mitteilen? Etwa der Papst sei nahe dem Ring der Nibelungen? Oder etwa, der Papst werde vorwiegend von Ringier fotografiert? Oder erinnert der Fotograph mittels seines speziellen Blickwinkels etwa an den Ring, wie er im Nathan der Weise von Gotthold Ephraim Lessing literarisch verarbeitet ist? Wer weiss! Alles möglich. Antworten




Albert Inglin
Sicher ist Herr Ratzinger nicht alleine an diesem Debakel schuld - seine Vorgänger auch - aber er muss als oberster "Boss" die Verantwortung dafür übernehmen. Nur hat er sich als Krisenmanager bis jetzt überhaupt nicht bewährt. Zudem ist da noch dieses nicht unwesentliche Detail , dass er im Gegensatz zu allen anderen Leadern weder gefeuert/abgesetzt werden noch freiwillig zurücktreten kann. Antworten