Die braunen Lehrer des Papstes
Von Michael Meier. Aktualisiert am 08.05.2009 36 Kommentare
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Alle sprechen von einer historischen Reise: Mit Benedikt XVI. wird ein deutscher Papst Israel besuchen und am Montag an der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem eine Vergebungsbitte sprechen. Auch wenn der Papst im Heiligen Land die Juden «unsere älteren Brüder» nennen wird, darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass er ihnen nicht auf Augenhöhe begegnet. Der Grund liegt nicht so sehr in der Begnadigung des Holocaust-Leugners Richard Williamson. Schwerer wiegt, dass Benedikt mit der Zulassung der Lateinischen Messe am Karfreitag wieder für die Bekehrung der Juden zu Christus, dem «Retter aller Menschen», beten lässt. Damit ist just vor seiner Israel-Reise in Deutschland eine Debatte über die Judenmission entbrannt.
Ratzingers nazifreundliche Förderer
Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken fürchtet, dass der Papst mit der Karfreitagsbitte die Judenmission wieder belebt, die einst so viel Schaden angerichtet hat. Gerade hat sich das Komitee mit der Broschüre «Dialog ohne Mission» klar von der Judenmission distanziert. Im Gegenzug hält die Deutsche Bischofskonferenz daran fest, dass die Kirche Christus bezeugen muss – auch gegenüber den Juden. Von Bischof Kurt Koch bis Philosoph Robert Spaemann, sie alle erläutern, Benedikt zu Hilfe eilend, den wahren Glauben der Kirche, wonach der Messias Christus in der Endzeit auch die Juden bekehren werde.
So reisst der deutsche Papst Gräben auf, die dank der Haltung «Dialog statt Mission» überwunden schienen. Indem Benedikt den Juden einen eigenen Heilsweg abspricht, bleibt er dem traditionellen Antijudaismus verhaftet. Ohne Antisemit zu sein. Doch als Deutscher, dem die Gnade der späten Geburt versagt blieb, ist seine Vita viel stärker vom Nationalsozialismus überschattet, als es öffentlich bekannt ist. Als nach der Papstwahl die englische Presse an die Mitgliedschaft des 17-jährigen Ratzingers in der Hitler-Jugend erinnerte, sprachen die deutschen Medien von schlechtem Stil. Für sie ist bis heute auch tabu, dass Ratzinger seine Karriere nazifreundlichen Förderern verdankt.
Bischof Graber, ein Antisemit
Allen voran dem Regensburger Bischof Rudolf Graber, dem einstigen Rechtsaussen der Deutschen Bischofskonferenz. Der glühende Marienverehrer und Antisemit hatte dem aufstrebenden Professor die Türen zum Hause Habsburg, aber auch zu Franz Josef Strauss aufgestossen. Als Joseph Ratzinger, traumatisiert von der 68er-Revolte, von der Universität Tübingen in den «unaufgeklärten Herrgottswinkel Regensburg» floh (Hans Küng), war es Graber, der für seinen Zögling den geplanten Judaistik-Lehrstuhl in einen Lehrstuhl für Dogmatik umwandeln liess.
Graber hatte 1933 geschrieben: «Die nationalsozialistische Bewegung hat einen unverkennbar messianischen Schwung, in der der Führer als Retter, Vater und irdischer Heiland erscheint.» Und: «Die germanische Rasse trat als gesunde, unverbrauchte Rasse ein in die Geschichte. Sie ist nicht angekränkelt von der sittlichen Fäulnis der ausgehenden Antike, sondern tritt froh und freudig mit ihren blauen Augen und blonden Haaren hinein in die Welt, die ihr gehört».
In Ratzingers Buch «Aus meinem Leben» kommt Rudolf Graber nicht vor. Bei anderen Mentoren verschweigt er deren Kollaboration mit den Nazis. Michael Schmaus, Ratzingers Münchner Professor und Zweitzensor seiner Habilitation von 1955, hatte nach Hitlers Machtergreifung mit einer Propagandaschrift für «Begegnungen zwischen katholischem Christentum und nationalsozialistischer Weltanschauung» geworben. 1951 war Schmaus Rektor der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität geworden.
Kardinal Faulhaber, ein Monarchist
Auch die höchste Autorität im Leben der Familie Ratzinger, Kardinal Michael Faulhaber, von 1917 bis 1952 Erzbischof von München, hatte sich nach der Machtergreifung mit den Nazis arrangiert. Er lehnte es ab, die Judenboykotte zu verurteilen, weil die Juden sich selber helfen könnten. Stattdessen sicherte der Monarchist Hitler 1936 zu, die Bischöfe würden ihn «in seinem weltgeschichtlichen Abwehrkampf gegen den Bolschewismus» unterstützen. Kaum jedoch war der Krieg zu Ende, liess Faulhaber per Hirtenbrief dekretieren, die deutschen Bischöfe hätten von Anfang an vor den Irrlehren und Irrwegen der Nazis gewarnt. Ein Jahr später beglückwünschte ihn Papst Pius XII. für seinen «ausdauernden Kampf gegen das Naziregime». Gut möglich, dass Ratzinger, der bei Kriegsende ins Priesterseminar von Faulhaber eingetreten war, den Kriegspapst seligsprechen will, weil dieser dem Idol seiner Jugend einen Persilschein ausstellte. Unbekümmert darum, dass sich die Freunde Faulhaber und Pius XII. nie zu einem lautstarken Protest gegen die Vernichtung der Juden durchringen konnten.
Der Grossonkel wird nicht erwähnt
In seinem Buch «Papst ohne Heiligenschein» macht ein deutsches Autorenkollektiv deutlich, wie Ratzinger die «Strategie des kollektiven Vergessens» mitträgt. In seiner Autobiografie schreibt er, wie sehr sein Vater, ein Gendarm, darunter litt, «einer Staatsgewalt dienen zu müssen, deren Träger er als Verbrecher ansah». Er verschweigt, dass sein Grossonkel Georg Ratzinger, der als erster Theologe der Familie bei dieser in höchster Ehre stand, in Bayern den Antisemitismus zum Programm erhoben hatte.
Die noch bis September laufende Ausstellung «Stadt ohne Juden» im Jüdischen Museum München widmet Georg Ratzinger eine ganze Station unter dem Titel «Katholischer Antisemitismus». Dort liegt sein Pamphlet «Jüdisches Erwerbsleben» von 1893 auf, in dem er die Juden, «die Wucherer», für sämtliche sozialen Missstände verantwortlich macht. Unter dem Pseudonym Dr. Robert Waldhausen forderte Georg Ratzinger, auch Abgeordneter im Bayerischen Landtag, eine Kennzeichnung der Juden und ihren Ausschluss aus dem gesellschaftlichen Leben.
In dem um die Jahrhundertwende veröffentlichten Werk «Das Judentum in Bayern» verschärfte Ratzinger, damals die grosse bayrische Autorität der katholischen Soziallehre, seine antisemitische Polemik. «Zu dieser Zeit ist der Antisemitismus zu so etwas wie zu einem politischen Totalprogramm auf der katholischen Seite geworden», erklärt der Politikwissenschaftler Kurt Greussing. Ja er spricht von einem 11. Gebot: «Du sollst Antisemit sein». (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 08.05.2009, 07:40 Uhr
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36 Kommentare
Schade, dass es damals noch kein Fernsehen gab. Eine ARENA mit Moses, Jesus, Mohammed und dem heutigen Papst, in einer zeitübergreifenden Sendung, wäre wohl sehr spannend. Aber eigentlich könnte man das ja heute mit Stellvertretern nachspielen. Als Diskussionsleiter könnte eigentlich nur der oberste Chef aller in Frage kommen..... Antworten
dem 82-jährigen blieb es erspart seine Schuhe auszuziehen. Ehrlich, dieser Typ ist für die Menschheit eine Zumutung! Toleranz ist ein grosses Wort. Dass die Mutter eines vergewaltigten neunjährigen Mädchens nach der Abtreibung (lebenserhaltend) exkommuniziert wird ist keine Toleranz, sondern Tatsache. Aber für sich und seinen Verein findet er immer eine Lösung, so dass der eigene Weg richtig ist! Antworten
Der Autor des Artikels hat nicht bekannt gegeben, ob seine Lehrer aktivdienst-selige Nationalisten oder geifernde Achtundsechziger waren - wie schlimm. Doch im Ernst - halten wir es mit Tucholsky: die eigene Ehre kann man nur selbst ruinieren, was andere tun (oder taten), bedeutet nichts. Alles, was Meier dem Papst im Artikel vorwirft, ist reine Unterschiebung. Antworten
Jesus war. Mütterlicherseits stammt er in direkter Linie von König David und Abraham ab. Jesus hat selber den Anspruch gestellt, dass er der Messias, der Christus, sei der in der jüdischen Thora prophezeit ist. Jesus starb primär für die Juden. Dies haben das aber bis heute nicht erkannt. Darum ist die Judenmission so wichtig für alle Christen, nicht nur für die römisch-katholische Kirche. Antworten
Ich teile die Kritik an der Haltung gegenüber dem Judentum. Bloss sollte jetzt endlich die Sache mit der Messe richtig formuliert werden: Ratzinger hat nicht "die lateinische Messe" wieder zugelassen, sondern die vorkonziliare Messe nach dem Messbuch von 1570, in welcher eben am Karfreitag für die Bekehrung der Juden gebetet wird. Latein ist nach wie vor Normsprache, Volkssprache ist erlaubt. Antworten
Was anderes als solches erwartet Ihr von einem Papst? Die Christen haben vor 2000 Jahren vergessen, dass Jesus Jude war (sofern es ihn denn gegeben hat). Eigentlich sollten die Christen den Juden ja dankbar sein, dass sie ihnen diesen Jesus überlassen hatten und ihn nicht selbst für sich als Messias genommen haben... Bis heute verzeiht man ihnen die Kreuzigung nicht, eigentlich das Werk der Römer! Antworten
Der Artikel unterstellt dem Papst, dass er nicht nur in seiner Geschichte braune Lehrer getroffen hat, sondern eben auch selbst ein ungebrochenes Verhältnis zu diesen Lehren hat. Das ist eine unbegründete Unterstellung. Dass Ratzinger die braunen Lehrer nicht erwähnt, kann ja durchaus mit einer reifen inneren Distanzierung zusammenhängen, ein Papst muss nicht jede Erinnerung veröffentlichen. Antworten
Meier hängt jedem, der im Dritten Reich gelebt hat, eine "braune Vergangenheit" an; jeder hatte irgendeinen Lehrer oder Onkel, der mit dem Regime sympathisierte. Prof. Schmaus hatte R.s Habil abgewiesen; Bf. Grabers Germanenbeschreibung ist auf die Spätantike, nicht auf 1933 gemünzt. Wahr ist, dass 1933 die Bolschewismus-Angst größer war als die Fantasie, zu was Hitler & Co. fähig sein würden. Antworten
Im Mittelalter hat das Papstum millionen von Christen (z.B. Hugenoten, Valdenser, etc.) umgebracht und sich auch nach mehreren Aufforderungen nie dafür Entschudligt. Es ist bedenklich, dass nach dessen Machtzerfall (1798 => general Berthier) es im Jahre 1929 (Lateranverträge => Mussolini) wieder eine geistig-politische Macht wurde die immer stärker wird und bald so stark sein wird wie nie zuvor! Antworten
Sybille Weiss:Und solche Märchen sind doch unlogisch. Die Erde , dieses Staubkorn in den unermesslichen Weiten des Un iversums, das über 200 Milliarden Galaxien zählt-ausgerechnet hier soll "Gott" die Nationalität eines Juden oder Menschen gleich welcher Art- angenommen haben? So ein Quatsch!! Ueberlassen wir das "Gottesgnadentum jedweder Religion" den Spatzen . Die Welt braucht andere Lösung Antworten
@Braunschw.: Wenn in der christlichen Tradition für die Juden besonders gebetet wird, dann sollte das nicht als Zeichen der Verachtung interpretiert werden, sondern es ist viel eher als Zeichen der besonderen Liebe gedacht. Gerade weil uns mit den Juden mehr verbindet als mit allen anderen Religionen schmerzt es besonders, wenn sie den Schritt zur Nachfolge des Messias nicht nachvollziehen können. Antworten
@Braunschweig: Vielleicht sollten wir uns an den Gründer halten (und nicht so sehr an die Tradition), wenn wir das Christentum beurteilen: Jesus war sehr überzeugt von seiner Mission und seiner Botschaft. Dafür hat er aber seinen eigenen Kopf hingehalten. Antworten
@Rubli:(2) Lessing hat in der Ringparabel eine äusserst gute Idee aufgebracht: Jede Religion soll anhand ihrer Güte zeigen, ob sie die "richtige" sei. Wenn also Mission heisst: Menschlichkeit, Respekt und Mitgefühl zeigen, so bin ich mit ihnen einverstanden. Nicht aber, wenn's heisst, die anderen, Koste es was es wolle, zu überzeugen. Dies aber ist christliche Tradition. Und dies gefällt mir nicht Antworten
@ Rubli: Sie sagen "¨[...] alle (!) Menschen [...]". Wenn ich mich aber nicht täusche, so wurde nun wieder eingeführt, dass die Juden, im Gegensatz zu Angehörigen anderer Religionen, explizit erwähnt werden. Dies unterstellt, dass es viel wichtiger ist, die Juden von ihrem "Irrglauben" (in katholischer Meinung) abzubringen als z.B. Muslime oder Hindus. Antworten
Jede Religion hat einen Absolutheitsanspruch ! Aber jede Religion setzt diesen unterschiedlich um ! Und jede Religion träumt von der Weltherrschaft ! Auch ich bin religiös und vertrete den Absolutheitsanspruch, mit anderen Religionen habe ich keine Probleme und respektiere sie. Aber ich hoffe das keine Religion zur Weltreligion aufsteigt, schreckliche Kriege wären die Folge. Antworten
@Braunschweig: In christlicher Logik geht es bei der Mission darum, alle (!) Menschen der Erlösung durch J. C. teilhaftig werden zu lassen. Eine verachtende Haltung ist eher denjenigen Religionen vorzuwerfen, welche nicht missionieren, weil sie das Heil von vornherein auf bestimmte Menschen kraft Abstammung beschränken (Hinduismus, Judentum). Ich bin nicht religiös, halte aber Mission für legitim. Antworten
Alle sprechen von einer historischen Reise! Pardon: Die Medien sprechen davon. Und dies mit Genuss. So kann man doch das Volk wieder so echt in diese oder die andere Richtung aufmischen. Aber, was soll 's? Wer mitmacht, ist selber schuld. Oder glaubt jemand, es gehe da irgendwem - ausser dem Papst - um Ausgleich und klare Sicht der Dinge? Antworten
Ich bin immer wieder erschüttert über diesen allein selig machend Anspruch den die katolische Kirche an den Tag legt. Und wenn einmal etwas passiert ist, das nicht mehr in die aktuelle Lehre passt wir es einfach ausgeblendet und totgeschwiegen. Man braucht ja nur ein oder zwei Generationen zu warten, dann wird es nicht mehr angezweifelt, die Zeitzeugen sind tot. Antworten
Viele denken wie ich: genug mit den alten Geschichten. Allerdings darf es nicht sein, dass Exponenten unserer heutigen Welt derart in diese unselige Vergangenheit verstrickt sind, wie das der Artikel überzeugend ausweist. Es sind gerade diese Exponenten, die Anlass geben, die alten Geschichten wieder hervorzuholen. Konsequenz: so jemand wie Ratzinger darf nicht Oberhaupt einer globalen Kirche sein Antworten
Zu S.Weiss: Natürlich war Jesus zu 100% ein Jude und trotzdem hat er mit seinem Leben und seinen Worten das Judentum in vieler Art verändert oder nach seiner Sicht vollendet. Schon zu seiner Zeit hat er damit viele wütend gemacht. Andere hat er überzeugt. Meiner Meinung nach gehört die Predigt der Guten Nachricht von Jesus an alle Menschen - auch an die Juden - zum Herzen des Christentums. Antworten
@Gero Rubli: Der Artikel wirft Ratzinger Antijudaismus, nicht Antisemitismus, vor, bettet ihn aber in eine Tradition von Antisemiten und -judaisten: Mission zeugt von einer verachtenden Haltung gegenüber anderen, darüber sollten wir doch hinweg sein. @David Meili: Jesus ist für die Muslime ein Prophet, nicht aber für die Juden. Dennoch kein Grund sie in der Messe als einzige explizit zu erwähnen Antworten
Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Es liegt nicht in der Natur von Religionsbekenntnissen mit Absolutheitsanspruch von Mission abzulassen. Katholizismus ist ein solches. Das kritisierte Verhalten ist also nur zu erwarten. Dies umsomehr, als sich der Katholizismus als natürlicher Nachfolger des Judentums versteht. Antworten
Bravo! ich finde es sehr verdienstvoll, hier die braunen Zusammenhänges des Herr Ratzinger aufzuzeigen. Leider wird in Deutschland in ganz übler Weise dieser deutliche Zusammenhang totgeschwiegen. Die Tendenz der 'Katholisierung' der öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland ist leider ungebrochen. Es ist schön, dass unabhängige Medien aus der Schweiz uns da zur Hilfe eilen! mfg Peter Schumann Antworten
Rom hat eine schlechte Vergangenheit. Die Römer haben Jesus ja selber gekreuzigt. Dann hat Rom die Kreuzzüge im Nahen Osten organisiert. Jetzt geht ein Deutscher Papst über Jordanien wieder ins gelobte Land Kanaan und will das jüdische und palästinensische Volk zum Christentum umerziehen. Dialog statt Mission mit den anderen Religionen ist angebracht und friedensfördernd? Schalom/Pace/Frieden/Amen Antworten
Für Katholiken ist der Papst Stellvertreter Gottes auf Erden und von Gott dafür ausgewählt worden. Wenn schon müssten Sie einen solchen Gott kritisieren und insgesamt jene, die an einen "Allmächtigen", der den Naziterror nicht nur zuliess/schöpfte wie alles was existiert und nicht allein die Person Ratzinger und seine Lehrer. Religiöse Ideologien müssten verboten werden, zuerst für Minderjährige Antworten
Die Familie Ratzinger hat in tragischer Weise unter der Nazi-Herrschaft gelitten. Zudem ist Papst Benedikt bei vielen Beteiligten von 1968 in Tübingen in positiver Erinnerung, als hervorragender Theologe und verlässlicher Freund. Dass für die katholische Kirche Jesus Christus DER Erlöser ist und für das Judentum nur einer unter vielen Propheten lernt man im 1. Semester Theologie. Antworten
Mission hat nichts mit Antisemitismus zu tun, zur Religionsfreiheit gehört es, zu missionieren, und umgekehrt ist jeder Jude frei, sich bekehren zu lassen oder nicht. Im Nazismus wurden auch konvertierte Juden verfolgt, es ging um "Rasse", nicht um Religion. Antworten
Prof. Hans Kueng holte seinerzeit Ratzinger nach Tuebingen. Kueng sagte kuerzlich, dass unter dem jetzigen Papst der Katholizismus zu einer Sekte werden koennte. Und wenn Benedeikt XVI. Papst Pius XII. selig sprechen moechte, begeht er nochmals einen grossen Fehler. Papst Pius XII. war Nuntius in Berlin zur Zeit Hitlers, hat danh aber als Papst den Nationalsozialismus walten lassen. Antworten
Der muss froh sein,wenn er in Israel einreisen darf.Zudem weiss der hinterste Analphabet,dass das Judentum das Fundament für das Christenrum ist und dieser Jesus ein JUDE war und auch so lebte.Dies sollte so langsam aber sicher beim Hintersten angekommen sein,in welchem Zeitalter leben wir eigentlich. 20 Schritte vorwärts 100 Schritter zurück oder wie? Antworten

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Trix Richter
Ausgezeichneter artikel! Vom theologischen her kann der papst gar nicht anders (ohne jegl. zusammenhang mit seiner dunkel od. hellbraunen vergangenheit. Sollte der katholizismus sich damit abfinden, dass die juden nicht christen werden muessen, und von ihrem standpunkt aus recht haben, wuerde die ganze lehre der katholischen kirche wie ein kartenhaus zusammenfallen. Antworten