Dokumente der SS in Auschwitz entdeckt
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Mehr als 65 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz sind in dem Ort im Süden Polens Dokumente, die von SS-Leuten stammen, entdeckt worden. Wie die polnische Nachrichtenagentur PAP unter Berufung auf das Museum Auschwitz-Birkenau berichtete, wurden die mehr als 200 Dokumente bei einer Renovierung auf dem Dachboden eines Hauses in Oswiecim (Auschwitz) entdeckt. Gefunden wurden demnach unter anderem ein Totenschein und Berechtigungsscheine vom Ernährungsamt der beiden KZ-Apotheker Victor Capesius und Adolf Krömer.
Capesius war der letzte Leiter der KZ-Apotheke und missbrauchte Gefangene des Lagers für medizinische Experimente. Er wurde nach dem Krieg zu neun Jahren Gefängnis verurteilt. Krömer starb laut der nun entdeckten Todesakte im Februar 1944.
Im Januar 1945 wurde das Lager befreit. Im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau kamen fast eine Million Juden ums Leben. Auch bis zu 75'000 nichtjüdische Polen sowie tausende Roma und sowjetische Kriegsgefangene wurden hier von den Nationalsozialisten ermordet. (vin/sda)
Erstellt: 22.03.2010, 08:52 Uhr
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