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EU sagt 7,2 Milliarden Euro für Klimaschutz-Soforthilfe zu
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Europa stellt für den Klimaschutz in den Entwicklungsländern in den kommenden drei Jahren über 7,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Mit dieser Summe im Gepäck will die EU die armen Regionen für ein verbindliches Abkommen auf dem Weltklimagipfel in Kopenhagen gewinnen.
Der Gesamtbeitrag, auf den sich die 27 EU-Staats- und Regierungschefs nach zähen Verhandlungen in Brüssel einigten, liegt um eine Milliarde Euro über dem ursprünglichen Ziel. Deutschland übernimmt 1,26 Milliarden Euro, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel mitteilte.
Der britische Premierminister Gordon Brown verkündete stolz den grössten Beitrag unter den EU-Staaten, 500 Millionen Pfund (550 Millionen Euro) pro Jahr. Paris legt wie Berlin 420 Millionen Euro auf den Tisch, was, gemessen an seiner geringeren Wirtschaftskraft, über dem deutschen Anteil liegt.
Hilfswerke fordern mehr
Merkel sprach von einem «deutlichen Signal nach Kopenhagen». Die Entwicklungshilfeorganisation Oxfam klagte aber, es handele sich um geringe Summen für die Einzelstaaten, und ein Grossteil des Geldes sei schon zuvor als Entwicklungshilfe zugesagt gewesen. Merkel wies dies für Deutschland zurück.
«Um Vertrauen in dem armen Ländern zurückzugewinnen, muss die EU deutlich über 35 Milliarden Euro pro Jahr ab 2013 versprechen», forderte Oxfam. Auf ihren Anteil an den langfristigen Klimaschutzkosten legte sich die EU am Freitag aber noch nicht fest.
«Wir halten die 30 Prozent im Raume»
Auch zu der Zusage, die CO2-Emissionen bis 2020 gegenüber 1990 um 30 Prozent statt nur um 20 Prozent zu senken, konnte sich der Gipfel nicht durchringen. Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy machte zwar deutlich, dass die EU dazu bereit sei. Doch nur bei weitergehenden Zugeständnissen aus den USA und China. «Wir halten die 30 Prozent im Raume, weil wir hoffen, dass auch andere dadurch noch einen Anreiz bekommen», sagte Merkel. In Kopenhagen steht «noch eine turbulente Woche bevor», sagte die Kanzlerin.
Soll die Erderwärmung in diesem Jahrhundert auf zwei Grad begrenzt werden, dann müssen die Emissionen laut dem Weltklimarat bis 2050 um mindestens 50 Prozent gedrückt werden. Davon sei man aber noch weit entfernt, selbst wenn die EU ihre Anstrengungen verstärke, so die Kanzlerin. (sam/ap)
Erstellt: 11.12.2009, 16:58 Uhr



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