Ein Bobby-Car für Wulffs Sohn
Von David Nauer. Aktualisiert am 19.01.2012 2 Kommentare
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Christian Wulff bei einem Empfang im Schloss Bellevue. (Bild: AFP )
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Einen VIP-Leasing-Vertrag für die Gattin und für das Söhnchen einen Bobby-Car: Hat ein Berliner Autohändler mit solchen Geschenken um die Gunst des deutschen Bundespräsidenten geworben? Das mindestens behauptet die «Berliner Zeitung» in ihrer gestrigen Ausgabe. Demnach erhielt Bettina Wulff einen Audi-Geländewagen Q3 zu einem vergünstigten Zinssatz von 1,2 Prozent des Wagenpreises. Normal sei eine Rate von 1,5 Prozent. Abgewickelt worden sei das Geschäft im vergangenen Dezember, also bereits nach Bekanntwerden der ersten Vorwürfe gegen Wulff.
Auch Präsidentensprössling Linus profitierte dem Bericht zufolge von Papas Beziehung zum Autohändler. Dieser schenkte dem Dreijährigen ein Spielauto der Marke Bobby-Car. Angeblich zum Dank dafür soll Wulff den Unternehmer zum Sommerfest des Bundespräsidialamtes eingeladen haben.
Immer bizarrere Details
Wulff liess die Vorwürfe umgehend dementieren. Es habe für das Auto von Bettina Wulff keinen «Prominentenrabatt» gegeben. Der Bundespräsident habe den Autohändler ausdrücklich aufgefordert, «den ganz normalen Tarif» zu nehmen, und keine «Sonderbehandlung» gewünscht, sagte sein Anwalt. Der Bobby-Car befinde sich derweil «in der Kinderspielecke im Schloss Bellevue und kann dort von Besuchskindern genutzt werden».
Dieser jüngste Schlagabtausch zeigt, dass die Medien nicht bereit sind, die Causa Wulff ruhen zu lassen. «Immer bizarrer» würden die Details über die Verquickung von Amt und Privatem beim Bundespräsidenten, klagt das Internetportal der «Zeit».
Nur die Spitze des Eisbergs?
Die Affäre um das Staatsoberhaupt beschäftigt inzwischen auch das niedersächsische Parlament. Die Opposition aus SPD und Grünen wirft Wulff vor, in seiner Zeit als Ministerpräsident gegen das Ministergesetz verstossen zu haben. Wulff habe «erstaunliche Nehmerqualitäten», sagte ein Sprecher der Grünen. «Es stinkt zum Himmel, und man fragt sich, ob das nur die Spitze des Eisberges ist.»
Die Opposition hat zur Causa Wulff weit über hundert Fragen eingereicht. Die Regierung von Wulff-Nachfolger David McAllister (CDU) ist freilich zurückhaltend mit Antworten. Ein Rechtsverstoss liegt ihrer Ansicht nach nicht vor. Die Opposition müsse sich fragen lassen, ob es ihr um «Sachaufklärung» oder «plumpe Oppositionspolitik» gehe. Morgen Freitag entscheidet der Landtag über die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses in der Angelegenheit. Gestern wurde zudem bekannt, dass Wulff die geplante Teilnahme am Weltwirtschaftsforum in Davos abgesagt hat. Nach Angaben des Präsidialamtes sind dafür «terminliche Gründe» verantwortlich. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 18.01.2012, 18:13 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

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