Erneut russischer Kampfjet in türkischem Luftraum

Ankara meldet, dass ein russischer Jagdbomber auf Warnungen nicht reagiert habe. Moskau dementiert.

Verstimmung zwischen Ankara und Moskau: Ein russischer Kampfjet des Typs SU-34 in Syrien. (18. Dezember 2015)

Verstimmung zwischen Ankara und Moskau: Ein russischer Kampfjet des Typs SU-34 in Syrien. (18. Dezember 2015)

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Das russische Verteidigungsministerium hat den Vorwurf zurückgewiesen, erneut mit einem Kampfjet in den türkischen Luftraum eingedrungen zu sein. Ministeriumssprecher Generalmajor Igor Konaschenkow sagte laut den staatlichen Nachrichtenagenturen Tass und Ria Nowosti, es habe keine Verletzung des Luftraums durch russische Flugzeuge gegeben.

«Die Erklärung der Türkei zu der angeblichen Luftraumverletzung durch eine russische Su-34 ist unbegründete Propaganda», sagte Konaschenkow. Keines der verwendeten Radare sei in der Lage, den Typ und die Nationalität des Flugzeugs nachzuweisen - weder russische Instrumente noch «die der US-geführten sogenannten Anti-IS-Koalition». So eine Identifizierung sei nur über direkten Blickkontakt mit einem anderen Flugkörper möglich, sagte er.

Abschuss im November

Das Aussenministerium in Ankara hatte am Samstag mitgeteilt, die Su-34 sei am Vortag in türkischen Luftraum eingedrungen. Die Maschine habe mehrere Warnungen auf Russisch und Englisch ignoriert, hiess es in einer Erklärung. Solche Warnungen könnten nur «ignorante Propagandisten» aussprechen, die «Hollywood-Blockbuster schauen», so Konaschenkow in seiner Reaktion.

Im November hatte das türkische Militär ein russisches Kampfflugzeug nahe der Grenze zu Syrien abgeschossen, weil es trotz wiederholter Warnungen den türkischen Luftraum verletzt haben soll. Russland besteht darauf, dass die Maschine zu keiner Zeit in den Luftraum der Türkei eingedrungen sei. DerPilot und ein weiterer Mensch kamen bei dem Vorfall ums Leben. (dia/sda)

(Erstellt: 30.01.2016, 17:47 Uhr)

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