Erste Spekulationen um ein drittes Hilfspaket
Aktualisiert am 24.02.2012 22 Kommentare
Athen macht offizielles Angebot für Schuldenschnitt
Die griechische Regierung hat am Freitag das offizielle Angebot zum Schuldenschnitt den Banken und anderen privaten Geldinstituten unterbreitet. Das entsprechende Dokument wurde vom Ministerrat gebilligt. Details des Programms sollen im Laufe des Tages bekanntgegeben werden. (sda)
Wolfgang Schäuble zur Situation in Griechenland. (Video: Reuters )
Dossiers
Artikel zum Thema
- Zeitung: Athen lässt Vermögen in der Schweiz sperren
- Fitch stuft Griechenland herab
- Deutsche Exporte nach Griechenland brechen ein
- «Der Geuro wäre eine inoffizielle Parallelwährung»
- Die neue griechische Währung
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Der deutsche Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble schliesst nicht aus, dass Athen in den nächsten Jahren erneut um Unterstützung bitten wird. Die Opposition wirft der Regierung vor, die Lage zu verschleiern. Am Montag soll der Bundestag eine Entscheidung treffen.
Schäuble sagte heute am Rande einer Sondersitzung des Haushaltsausschusses, das neue Hilfsprogramm sei auf die Zeit bis 2020 ausgelegt. Dass Athen bis dahin einen weiteren Antrag auf Unterstützung stellt, sei «nicht auszuschliessen». In einem Schreiben an alle Bundestagsabgeordneten, das der Nachrichtenagentur dapd vorliegt, sagt der CDU-Politiker über das neue Hilfspaket, es gebe keine Garantie auf dessen Erfolg. Die Sitzung am Montag sei «möglicherweise auch nicht das letzte Mal, dass sich der Deutsche Bundestag mit Finanzhilfen für Griechenland befassen muss».
Schäuble wirbt um Zustimmung
Dennoch wirbt Schäuble in dem Schreiben um Zustimmung für das neue Hilfspaket. Er sei überzeugt, «dass der vereinbarte Weg ... am ehesten zum Erfolg führen kann».
Der öffentliche Anteil aller beteiligten Länder an dem Paket wird nach den bisherigen Informationen insgesamt 130 Milliarden Euro betragen - das sind 94,5 Milliarden Euro an frischen Krediten und 35,5 Milliarden Euro, mit denen die Umschuldung bei den privaten Gläubigern abgesichert werden soll. Hinzu kommen 24,4 Milliarden Euro, die aus dem ersten Hilfspaket noch übrig sind und auf das zweite übertragen werden sollen.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) lässt zudem eine künftige weitere Aufstockung des Euro-Rettungsschirms ESM vorerst offen. «Heute steht das nicht zur Entscheidung an», sagte Schäuble am Freitag in Berlin am Rande von Beratungen des Bundestags-Haushaltsausschusses über das neue Hilfspaket für Griechenland. Der Minister wies aber darauf hin, dass auf europäischer Ebene ohnehin für den März eine Überprüfung des ESM verabredet worden sei.
(mrs/dapd)
Erstellt: 24.02.2012, 16:56 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
22 Kommentare
Hat jemand daran gezweifelt, dass diese Milliardenspritze nicht reicht. Erst wenn ein klares Nein vom Norden kommt, werden die Griechen aufhoeren Geld zu verlangen. Irgendwie muss doch Grichenland funktioniern ohne dass staendig Geld vom Ausland kommen muss. Antworten
Ausland
- 11:17Plant Berlusconi einen Anlauf mit neuer Partei?
- 06:36Mob wirft Steine auf Präsidentschaftskandidaten
- 06:23Unterstützte der Bieler Gymnasiast eine Terrorgruppe?
- 23:08Grosser Andrang vor ägyptischen Wahllokalen
- 21:28«Dieses Ungleichgewicht zerstört die Europäische Union»
- 19:31Weil er die Spur zu Osama bin Laden legte: Arzt muss ins Gefängnis
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Bitte warten

