Schwere Komplikationen bei Schweinegrippe-Impfung in Deutschland
Aktualisiert am 11.11.2009 18 Kommentare
Laut Arzt nicht risikolos: Impfung gegen Schweinegrippe. (Bild: Keystone)
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In Düsseldorf erlitt ein etwa 30-jähriger Mann nach der Impfung einen lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock, wie der Düsseldorfer Arzt Christian Wittig der AP bestätigte. Glücklicherweise befand sich der Mann zu diesem Zeitpunkt noch in der Arztpraxis und konnte sofort notfallmässig betreut werden.
Nachdem der Arzt ihm das Mittel Pandemrix (kommt auch in der Schweiz zum Einsatz) verabreicht hatte, klagte der Patient laut «Rheinische Post online» über Übelkeit, Zitteranfälle und eine unregelmässige Atmung. Der Blutdruck sank rapide und der Puls stieg auf 120, berichtet Impf-Arzt Christian Wittig, der den Kreislauf des Patienten mit fünf Medikamenten, Infusionen und Sauerstoff stabilisieren konnte.
«Bei einem anaphylaktischen Schock hat man ein Zeitfenster von 90 Sekunden, um zu reagieren», betonte Wittig. Der Patient habe einen Kreislaufkollaps erlitten, sei aber noch ansprechbar gewesen. Nach der Notfallbehandlung wurde er in ein Krankenhaus gebracht, konnte die Klinik aber zwei Stunden später bereits wieder verlassen.
Fünf Todesfälle von chronisch Kranken
Wittig betonte die Erfahrungen in Schweden - wo früher mit der Impfung begonnen wurde - die bereits gezeigt hätten, dass die Impfung nicht risikolos sei. In Schweden seien bei 150'000 Impfungen fünf Todesfälle registriert worden. Dennoch sei die Impfung sinnvoll und notwendig, meinte der Arzt.
Nach Angaben des in Deutschland für die Impfstoffzulassung zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) wurden in Schweden bisher etwa 1,4 Millionen Dosen Pandemrix ausgeliefert, nicht bekannt sei aber, wie viele davon bereits verimpft wurden. Insgesamt habe die Behörde bisher 600 bis 700 Meldungen von Verdachtsfällen unerwünschter Nebenwirkungen erhalten. Dabei weiche das Spektrum der Nebenwirkungen nicht von dem in klinischen Studien beobachteten Spektrum ab.
Nach der Impfung starben in Schweden demnach fünf Patienten, derzeit gebe es aber keine Hinweise auf einen ursächlichen Zusammenhang. Alle fünf Patienten waren chronisch krank, drei waren älter als 74, die anderen beiden zwischen 54 und 65 Jahre alt.
Anaphylaktische Reaktionen
Das PEI weist darauf hin, dass bei 37 Patienten allergische Reaktionen gemeldet wurden, 15 davon waren schwerwiegend. Nach Angaben der schwedischen Behörde habe es vier anaphylaktische Reaktionen in ursächlichem Zusammenhang mit der Impfung gegeben. In keinem Fall aber sei es zu einem anaphylaktischen Schock gekommen. Bei zwei Patienten sei eine Allergie gegen Hühnereiweiss bekannt gewesen, dabei habe es zumindest bei einem Fall eine anaphylaktische Reaktion gegeben.
Unter einer anaphylaktischen Reaktion versteht man eine schwere allergische Sofortreaktion, die meist überraschend als Überreaktion bei Kontakt mit einer Allergie auslösenden Substanz auftritt. Laut PEI sind solche Reaktionen nach Impfungen ausgesprochen selten, man schätzt, dass pro einer Million Dosen ein bis zehn Fälle auftreten.
In der Schweiz wird in rund zwei Wochen mit der Impfung gegen die Schweinegrippe begonnen. Das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic hat zwei Impfstoffe zugelassen, und zwar Pandemrix von GlaxoSmithKline und Focetria von Novartis. Die 13 Millionen bestellten Impfdosen werden ab Ende Oktober in mehreren Tranchen an die Kantone geliefert. (sam/ap)
Erstellt: 11.11.2009, 09:53 Uhr
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18 Kommentare
Ich finde es eine bodenlose Frechheit wie der Staat uns langsam die Eigenverantwortung und Selbstbestimmung entziehen will. Sind wir überhaupt noch eine Demokratie? Wenn sich eine Mutter weigert ihr Kind impfen zu lassen, so wird man als verantwortungslos hingestellt. Es ist so offensichtlich, dass die Pharma-Lobby (m.ihrer Gier), Produkte welche sie im voraus produziert, nicht a. d. Fr./M. bringt Antworten
Die Schweinegrippe wird mein eigenes Immunsystem wieder auf Vordermann bringen; man müsste mich mit Gewalt dazu zwingen, irgendwelche Giftstoffe (Nebenwirkungen kommen von Giftstoffen!) in meinen Körper zu injizieren. Auch ich liege daher lieber ein paar Tage flach, wenn's mich trifft. Mein Alltags-Tipp: Gesunde Ernährung, viel Obst, Salate, frischgepresste Fruchtsäfte statt Alkohol und Kaffee. Antworten
@Ruedi Wegi: sie suggerieren, dass die fünf toten in schweden wegen der impfung gestorben ist. dazu gibt es bis zum jetzigen zeitpunkt keinen anhaltspunkt. 1 fall wurde bereits abschliessend begutachtet, der mann war schwer krank, hatte mehrere herzinfarkte. wenn man vergleicht, dass in schweden pro tag 200-250 menschen einfach so sterben, seh ich das problem nicht in der impfung. Antworten
Wie war das nochmal mit diesen Apothekern, die nicht verstehen wollen, weshalb sie in ihrem Geschäft keine Kunden impfen dürfen, und den Aerzten Geschäftemacherei vorwerfen...? Jede Impfung kann gefährliche Nebenwirkungen haben. Im Normalfall geht man aber bei bewilligten Impfungen davon aus, dass der Nutzen die Gefahren weit übertrifft. Einzelfälle sind für diese Frage ohne Bedeutung. Antworten
Na super, jetzt ist die Impfung also tödlicher, als die Grippe und blöd hat man das noch gemerkt, obwohl bei der Zulassung des Impfstoffes jeder Geschwindigkeitsrekord gebrochen wurde. Normalerweise dauern klinische Tests mehrere Jahre! Aber jetzt haben wir den teuren Impfstoff gekauft und daher muss der auch auf Biegen und Brechen in den Patienten. Lohnt sich ja sonst nicht... Antworten
Selbst der Chef der Deutschen Ärztekammer bezeichnete gestern Abend im Fernsehen die Scheinegrippe-Impfung als Marketing-Gag der Pharmaindustrie. Von wegen Pandemie: ich werde jedenfalls lieber an der Schweinegrippe erkranken und nach fünf Tagen wieder fit sein, als mich mit einer Impfung töten oder quälen lassen. Daher: Schweinegrippe-Impfung: Nein danke! Antworten




wolfgang wenger
Statt impfen sollten sich die Leute im Kleinen mit dem neuen Grippe-Virus abfinden ja toll eine richtige Schweinegrippe und dem Schwein selbst in die Augen schauen koennen. Am besten man nimmt die Schweinegrippe in sich auf, macht sie durch und kommt gestaerkt wieder ins Leben zurueck. Dann gibts bestimmt fuer viele Jahre keine Grippe mehr, was soll das dumme impfen dann noch.. Antworten