Ausland

«Fall der Schengener Visamauer»

Aktualisiert am 19.12.2009

Seit Mitternacht können Serben, Mazedonier und Montenegriner erstmals seit 18 Jahren ohne Visa in die EU und auch die Schweiz reisen.

Das Reisen wird einfacher: Ein Mazedonier feiert das Ende des Visumzwangs für den Schengenraum.

Das Reisen wird einfacher: Ein Mazedonier feiert das Ende des Visumzwangs für den Schengenraum.
Bild: Keystone

Die Abschaffung der Visumspflicht, die an diesem Samstag in Kraft tritt, haben die EU-Aussenminister Ende November beschlossen. In allen drei Ländern wurde bereits am Freitagabend der «Fall der Schengener Visamauer» mit Pop-Konzerten und Feuerwerk gefeiert. Auch die Schweiz gehört zum Schengenraum.

An den Flughäfen von Belgrad und Podgorica warteten Sondermaschinen, die im Auftrag der Regierungen Serbiens und Montenegros ausgezeichnete Studenten, verdiente Bürger, Rentner und Landwirte, die noch nie in einem Mitgliedsland der EU waren, in den frühen Morgenstunden gratis nach Brüssel und Rom bringen sollen.

In der mazedonischen Hauptstadt Skopje versammelten sich nach Medienberichten trotz eiskalten Wetters Tausende Menschen zu einem Gratiskonzert am zentralen Stadtplatz. In der Stadt wurde eine «Weisse Nacht» erklärt und alle Clubs und Gaststätten sollen bis in die frühen Morgenstunden geöffnet bleiben.

Die Innenminister der drei Staaten begrüssten in einer gemeinsamen Erklärung die Abschaffung der Visumspflicht. Damit hätten die Bürger ihrer Länder das Recht eines jeden Europäers wiedererlangt. Sie äusserten die Erwartung, dass die Visumspflicht möglichst schnell auch für Albanien und Bosnien-Herzegowina aufgehoben wird. (vin/sda)

Erstellt: 19.12.2009, 00:14 Uhr

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