Ausland

Freysinger hilft der deutschen Rechten

Von Andrea Sommer. Aktualisiert am 05.08.2011 34 Kommentare

Der Walliser SVP-Nationalrat Oskar Freysinger ist bei Europas Rechtsaussenparteien zum Shootingstar avanciert. Sein nächster Auftritt ist Anfang September an einem Wahlanlass der Partei Die Freiheit.

Mit Zugpferd Freysinger für den Anlass der Freiheit: Die Organisatoren erwarten mehr als 1000 Gäste.

Mit Zugpferd Freysinger für den Anlass der Freiheit: Die Organisatoren erwarten mehr als 1000 Gäste.
Bild: zvg

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In Deutschland wird der SVP-Nationalrat Oskar Freysinger angekündigt wie ein Popstar. Headliner am Wahlanlass der Partei Die Freiheit ist zwar der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders. Als Vorband sozusagen sollen der US-Amerikaner Robert Spencer, Betreiber des Blogs «Jihad Watch», und eben Freysinger auftreten. Laut Parteiwerbung beginnt der Vorverkauf für den Anlass in wenigen Tagen. Die Partei erwartet nach eigenen Angaben mehr als 1000 Gäste.

Freysinger ist schon öfter für die antiislamische Partei aufgetreten. Etwa Anfang Juni an der Gründungsversammlung des neuen Landesverbandes Bayern der Freiheit-Partei. Beim Auftritt im September geht es für die Partei um viel: Die Freiheit tritt zum ersten Mal zu den Berliner Wahlen an. Freysinger sagt denn auch: «Die Partei braucht jetzt alle Unterstützung – da habe ich gesagt, ich komme.»

Saat der direkten Demokratie

Geld erhält er für seinen Auftritt keines, nicht einmal seine Reisespesen werden vergütet. Dass er in der deutschen – ja gar in der europäischen rechten Politszene zum Shootingstar wurde, erklärt sich der Walliser Nationalrat mit seinen Auftritten in einschlägigen Internetblogs wie etwa «Politically Incorrect», der allein täglich 50'000 Mal aufgerufen werde.

Dass ihm sein Auftritt für den Wahlkampf der Freiheit im eigenen Wahlkampf hier schaden könnte, kümmert Freysinger wenig. «Wenn ich etwas tun muss, dann tue ich es», sagt er. Denn seine Auftritte an rechtspopulistischen Parteianlässen haben laut ihm einen tieferen Sinn: Sie dienen dazu, den Samen der direkten Demokratie in die EU zu pflanzen. Freysinger ist überzeugt: «Wenn diese Saat aufgeht, dann wird auch der finanzielle, politische und wirtschaftliche Druck der EU auf die Schweiz nachlassen.» (Berner Zeitung)

Erstellt: 05.08.2011, 09:16 Uhr

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34 Kommentare

Thomas Benedikt

05.08.2011, 11:54 Uhr
Melden 100 Empfehlung

Typischer Artikel als Breitseite gegen die "Rechtspopulisten", die dem irren Breivik die geistige Nahrung geliefert haben sollen. Lachhaft! Wer sich genauer mit der "einschlägigen" Seite pi auseinandersetzt, merkt, dass sich hier überwiegend kritische Zeitgeister austauschen, die auf die vielen Missstände in Europa hinweisen und diese beim Namen nennen, politisch inkorrekt eben, aber bitter nötig Antworten


Nic Montle

05.08.2011, 12:04 Uhr
Melden 90 Empfehlung

Ich finde gut, was Freysinger macht. Weiter so! Antworten



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