Genfer Justiz leistet Rechtshilfe in der Affäre Bettencourt

Aktualisiert am 07.09.2010

Für die französischen Staatsanwälte kann der Genfer Untersuchungsrichter nach Spuren des Falls in der Schweiz suchen. Dort soll Bettencourt mehrere Millionen Euro versteckt haben.

Hausdurchsuchungen vielleicht bald in der Schweiz: Polizisten verlassen das Haus von Liliane Bettencourt am 1. September bei Paris.

Hausdurchsuchungen vielleicht bald in der Schweiz: Polizisten verlassen das Haus von Liliane Bettencourt am 1. September bei Paris.
Bild: Reuters

Die Genfer Justiz leistet der Staatsanwaltschaft im französischen Nanterre in den Ermittlungen um die Affäre Bettencourt Rechtshilfe. Untersuchungsrichter Jean-Bernard Schmid bestätigte am Dienstag auf Anfrage eine Meldung der Westschweizer Tageszeitung «Le Matin». Schmid kann Hausdurchsuchungen durchführen, Dokumente beschlagnahmen und Zeugen einvernehmen.

Die L'Oréal-Erbin und Milliardärin Liliane Bettencourt wird verdächtigt, in Frankreich Steuern in Millionenhöhe hinterzogen zu haben und den Präsidentschaftswahlkampf von Nicolas Sarkozy auf illegale Weise finanziert zu haben. 78 Millionen Euro soll sie in der Schweiz versteckt haben. (ske/sda)

Erstellt: 07.09.2010, 16:31 Uhr

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