Ausland

Startseite · Abo · Immobilien · Job · Auto · Kleinanzeigen

Griechen wollen Hilfe «bis zum letzten Euro» zurückzahlen

Aktualisiert am 07.10.2011 12 Kommentare

Griechenlands Finanzminister Evangelos Venizelos hat den Deutschen versprochen, bisher unbezahlte Rechnungen zu begleichen. Der Grund für seine Offensive: Er hofft auf Investitionen aus dem Ausland.

Ein Minister auf Bussgang: Zerknirschter griechischer Finanzminister Evangelos Venizelos im Parlament in Athen.

Ein Minister auf Bussgang: Zerknirschter griechischer Finanzminister Evangelos Venizelos im Parlament in Athen.

Artikel zum Thema

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos will dafür sorgen, dass «die Hilfen bis zum letzten Euro zurückgezahlt» werden. Dafür sei Wachstum in Griechenland erforderlich, sagte er in Athen nach einem Gespräch mit dem deutschen Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP). Die Menschen in Griechenland müssten erkennen können, dass ihre Opfer einen Sinn hätten, ebenso wie die Menschen in Deutschland überzeugt werden müssten, dass ihre Hilfen sinnvoll sein. Wachstum könne es im Tourismus und bei erneuerbaren Energien geben.

Sein Land durchlaufe derzeit eine «sehr harte Zeit der Krise». Sie biete aber auch eine Chance, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Reformen umzusetzen, sagte Venizelos. «Griechenland möchte sich ändern. Es will freundlich, offen und extrovertiert für auswärtige Investitionen sein.»

Positives Fazit nach Griechenlandreise

Rösler sagte, er habe in Griechenland für eine Stabilitätsunion in Europa geworben. Nur damit lasse sich die Zustimmung erzielen, die für alle Massnahmen in Europa erforderlich sei. Dies sei ein klares Signal, dass Europa bereits sei, für seine Währung zu kämpfen und gegen alle Angriffe zu verteidigen.

Venizelos habe seine Bereitschaft erklärt, «Altfälle» unbezahlter Rechnungen des Staates schon in den kommenden Tagen zu lösen, was deutsche Investitionen erleichtern werde. Er sei «sehr zufrieden» mit seiner Reise.

Griechenland soll in der Eurozone bleiben

Nach einem Gespräch Röslers mit Premier Georgios Papandreou hiess es aus Teilnehmerkreisen, dieses sei «in guter Atmosphäre» verlaufen. Es habe statt geplanten 30 Minuten sogar 90 Minuten gedauert. Die Äusserungen Röslers zur «Resolvenz» Griechenlands hätten keine Rolle gespielt. Vielmehr sei es darum gegangen, wie mehr Wachstum im Land entstehen könne. Auch Papandreou habe Bereitschaft zur Lösung der «Altfälle» erklärt.

Rösler hatte zu seinem Vorschlag der «Resolvenz» Griechenlands erklärt, alles zu tun, um Athen in der Eurozone zu halten. Aber es müsse auch alles getan werden, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes wieder herzustellen. (miw/dapd)

Erstellt: 07.10.2011, 14:15 Uhr

12

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

12 Kommentare

Stefan Weise

07.10.2011, 15:06 Uhr
Melden 22 Empfehlung

Ein jeder der den Grundoperationen im Rechnen maechtig ist wird erkennen, dass eine Rueckzahlung NIE moeglich sein wird! Antworten


Philippe Leu

07.10.2011, 17:40 Uhr
Melden 13 Empfehlung

Ich kann das Gesülze nicht mehr hören. Sei es in der Politik und/oder in der Privatwirtschaft: diese Idioten (sorry TAGI) beharren ständig darauf, alles zurückzubezahlen, um neues Geld zu bekommen. In meiner Firma, die am Rande des Bankrotts steht, hat letzte Woche unser CFO in ganz arroganter Weise gesagt: "Schulden sind NICHT da, um sie zurückzubezahlen". Ehrlich, unsere Manager sind zum kotzen. Antworten



Ausland

Populär auf Facebook – Privatsphäre

AKTUELLE KADERSTELLEN

Marktplatz

Bundesamt für Umwelt BAFU Bundesverwaltung, Ittigen

Business Analyst (m/w) swissgrid AG, Laufenburg

Fachspezialist/in Controlling e-commerce Migros, Zürich


Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.