Herrin über 8000 Diplomaten
Verhandelt geschickt: Catherine Ashton. (Bild: Reuters)
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Das neue Gesicht der EU «nach aussen» ist britisch, weiblich und sozialdemokratisch: Die bisherige EU- Handelskommissarin Catherine Ashton wurde am Donnerstag beim EU-Sondergipfel zur EU-Aussenministerin gewählt.
Ashton folgt in der neu geschaffenen Funktion des «Hohen Repräsentanten» für die EU-Aussen- und Sicherheitspolitik dem Spanier Javier Solana und der EU-Aussenkommissarin Benita Ferrero- Waldner nach. Der neue Posten vereint nach dem Lissabon-Vertrag die beiden bisherigen Aussenpolitik-Posten in der EU.
Sie wird auch Vizepräsidentin der EU-Kommission sein und damit die Nummer Zwei in der Brüsseler Behörde hinter Kommissionspräsident José Manuel Barroso. Ashton wurde am Donnerstagabend von den Staats- und Regierungschefs beim Sondergipfel in Brüssel bestätigt.
Geschickte Verhandlungsführerin
Die Ökonomin, die sich seit zehn Jahren «Baroness Ashton of Upholland» nennen darf, gilt als unbeschriebenes Blatt. Im Oktober 2008 «beerbte» sie den jetzigen britischen Handelsminister Peter Mandelson als Handelskommissar in Brüssel.
«Habe ich die Fähigkeit, für die EU zu verhandeln? Jawohl», schmetterte sie Kritikern entgegen, die ihr mangelnde Erfahrung vorhielten. Die britische Presse titelte damals, der Handelsposten sei «kein Job für eine Lady».
Seitdem ist Ashton nicht oft in Brüssel in Erscheinung getreten. Hinter den Kulissen machte sie sich aber einen Namen als geschickte Verhandlungsführerin. In ihrem neuen Amt würde ihr ein auswärtiger Dienst von bis zu 8000 Mitarbeitern unterstehen.
Frauen-Mangel in EU-Spitze
Für sie sprach zuletzt wohl auch, dass in der EU-Spitze - und auch in der EU-Kommission - ein eklatanter Frauenmangel herrscht. Ein Manko könnte ihr fehlender aussenpolitischer Hintergrund sein, doch hat die Britin bisher politisches Fingerspitzengefühl bewiesen.
Seit 2001 fungierte sie in mehreren Ministerien als Staatssekretärin. Premier Brown machte sie im Jahr 2007 zur Vorsitzenden des Oberhauses. Die Labour-Politikerin war massgeblich daran beteiligt, den EU-Reformvertrag von Lissabon durch die zweite Kammer im Parlament zu bringen.
Ashton ist mit dem Journalisten Peter Kellner verheiratet und hat zwei eigene sowie drei Stiefkinder. (sam/sda)
Erstellt: 19.11.2009, 21:55 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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