Hindu darf in England im Freien verbrannt werden

Aktualisiert am 10.02.2010

In Grossbritannien hat sich ein 71-jähriger Mann vor dem Obersten Gericht durchgesetzt.

«Ich weiss jetzt, dass ich einen guten Abschied haben werde»: Davender Ghai (M.).

«Ich weiss jetzt, dass ich einen guten Abschied haben werde»: Davender Ghai (M.).
Bild: Keystone

Er darf nach seinem Tod gemäss Hindu-Tradition im Freien über offenem Feuer verbrannt werden. Die obersten Richter gaben einem entsprechenden Begehren von Davender Ghai statt.

«Wenn ich jetzt morgen sterbe, dann werde ich friedlich scheiden», sagte der 1958 aus Kenya eingewanderte Ghai nach der Entscheidung. «Denn ich weiss jetzt, dass ich einen guten Abschied haben werde.» Jeder solle nach seiner Religion leben und auch sterben dürfen, fügte der 71-Jährige am Mittwoch hinzu.

Der Rentner hatte 2006 in Northumberland in Nordengland einen Antrag auf einen Platz für eine traditionelle Hindu-Bestattung gestellt, was aber von den Behörden abgelehnt wurde. Diese Entscheidung wurde zunächst in mehreren Instanzen bestätigt, nun aber gab das Oberste Gericht in London dem Kläger Recht. (sam/sda)

Erstellt: 10.02.2010, 14:35 Uhr

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