Ausland

«Ich habe das Handeln der Kirche zugesichert»

Aktualisiert am 21.04.2010

Erstmals verspricht Papst Benedikt XVI. heute Massnahmen gegen den Kindsmissbrauch in der Kirche – drei Tage, nachdem er Opfer zum persönlichen Gespräch getroffen hat.

Erstmals Massnahmen angekündigt: Benedikt XVI. am Mittwoch in Vatikanstadt.

Erstmals Massnahmen angekündigt: Benedikt XVI. am Mittwoch in Vatikanstadt.

Papst Benedikt XVI. hat konkrete Massnahmen der Kirche als Reaktion auf den Missbrauchsskandal angekündigt. In seiner Generalaudienz am Mittwoch äusserte sich Benedikt zu seinem Treffen mit Missbrauchsopfern auf Malta drei Tage zuvor. «Ich haben ihr Leiden mit ihnen geteilt, tief bewegt mit ihnen gebetet und ihnen das Handeln der Kirche zugesichert», sagte der Papst. Es waren seine ersten öffentlichen Äusserungen zu dem Skandal seit dem Treffen vom Sonntag.

Nach dem Gespräch hatte der Vatikan erklärt, Benedikt habe den Opfern zugesichert, dass die Kirche alles in ihrer Macht Stehende unternehmen werde, um die Täter zur Verantwortung zu ziehen und Kinder vor Missbrauch zu schützen. Genauere Angaben wurden nicht gemacht. Das Oberhaupt der katholischen Kirche war auf Malta mit acht Männern zusammengetroffen, die nach eigenen Angaben als Kinder von Priestern missbraucht worden sind.

Erste öffentliche Äusserung

Die Erklärung vom Mittwoch ist die erste direkte öffentliche Stellungnahme des Papstes zum Missbrauchsskandal seit seinem Hirtenbrief an die irischen Gläubigen vom 20. März. In der vergangenen Woche hatte er in einer Predigt die Christen zur Busse aufgerufen, was als Bezug auf die Krise interpretiert wurde. (oku/ddp)

Erstellt: 21.04.2010, 15:37 Uhr


Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.