In den Ferien plötzlich als Terroristen verdächtigt
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ETA: Bereit zum Dialog
Die ETA signalisierte am Sonntag erneut, einen politischen Dialog führen zu wollen. In einer Erklärung, die von der baskischen Zeitung «Gara» veröffentlicht wurde, ging die ETA aber nicht auf die Forderung der Regierung ein, die Organisation müsse zuerst ihre Waffen niederlegen.
Bereits im Januar hatte die ETA in einer Erklärung die Bedeutung des politischen Kampfes betont, die Frage der Entwaffnung aber offengelassen. Die ETA kämpft seit 40 Jahren für die Unabhängigkeit des Baskenlandes im Norden Spaniens und im Süden Frankreichs. Sie wird für den Tod von über 820 Menschen verantwortlich gemacht.
Panne bei Terroristenfahndung: Bei der Suche nach einem ETA-Kommando, das südlich von Paris einen Polizisten erschossen hatte, haben die Ermittler harmlose Feuerwehrmänner mit baskischen Terroristen wechselt. Die Fahndungsbehörden in Frankreich und Spanien räumten am Wochenende ein, dass die auf einem Fahndungs-Video gezeigten Männer keine ETA-Terroristen waren, sondern spanische Feuerwehrleute. Die aus Katalonien stammenden Männer hatten in der Gegend südlich von Paris Ferien gemacht, in der am vorigen Dienstag ein Polizist von der ETA erschossen worden war.
Das Fahndungs-Video der Ermittler war von den Sicherheitskameras eines Einkaufszentrums aufgenommen worden. Es zeigt fünf junge Männer beim Einkaufen. Die Fahnder waren davon ausgegangen, dass das Quintett zum Terror-Kommando gehörte, das einen Automarkt überfallen und dann den Beamten getötet hatte.
Die Polizei hatte beim Feuergefecht einen mutmasslichen Terroristen festnehmen können, die anderen entkamen. Aus Fahndungskreisen in Spanien war am Freitag noch verlautet, einer der Männer auf dem Video sei der oberste ETA-Chef.
Regierung spielt Fehler herunter
Die spanische Regierung bedauerte die Verwechselung und war bemüht, die Panne herunterzuspielen. «Man soll das Ausmass des Fehlers nicht übertreiben», sagte Ministerpräsident José Luis RodrÃguez Zapatero. Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba räumte ein: «Das hätte man besser machen können.»
Die Feuerwehrleute hatten von Verwandten erfahren, dass sie gesucht wurden. Sie meldeten sich darauf in Frankreich bei der Polizei. Nach einem fünfstündigen Verhör durften sie nach Hause fahren. «Wir ahnten nichts Böses, und da hat man uns mit einem Schlag zu ETA-Terroristen gemacht», sagte einer von ihnen nach der Rückkehr in Barcelona.
(cpm/sda)
Erstellt: 21.03.2010, 14:49 Uhr
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