Ausland

Italien unterstützt Sarkozys Vorgehen gegen Roma

Aktualisiert am 21.08.2010

Italien unterstützt die Roma-Ausweisungen in Frankreich. Gleichzeitig wünscht sich Innenminister Maroni eine härtere Ausschaffungspolitik für sein Land.

Werden ausgeschaffen weil sie den «Mindestanforderungen nicht genügen»: Romas in Frankreich.

Werden ausgeschaffen weil sie den «Mindestanforderungen nicht genügen»: Romas in Frankreich.
Bild: Keystone

Sarkozy habe recht, sagte der italienische Innenminister Roberto Maroni in einem Interview mit der Zeitung «Corriere della Sera» (Samstagausgabe). Italien wende seit Jahren diese «Methode der freiwilligen und unterstützten Rückführung» an, erklärte Maroni. Frankreich hat in den vergangenen Tagen rund 200 Roma nach Rumänien abgeschoben.

Maroni sagte weiter, er würde gerne alle EU-Bürger aus Italien ausweisen, die nicht Mindestanforderungen wie ein Einkommen und einen Wohnsitz vorweisen können. Er räumte ein, dass viele Roma EU-Bürger seien, betonte aber, dass sie dieses Anforderungen meist nicht erfüllten. Maroni gehört der Liga Nord an, die strikt gegen Einwanderung ist. Vor Jahren machte Italien mit einem international kritisierten Vorgehen gegen Roma von sich reden, bei dem auch Fingerabdrücke genommen wurden. (mrs/dapd)

Erstellt: 21.08.2010, 16:15 Uhr

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