«Liebe Schweizer Nachbarn» – deutsche Restaurants schalten Inserat
Von Olivia Kühni. Aktualisiert am 21.03.2009 142 Kommentare
Hat viele Schweizer Gäste: Das Hotel Restaurant Mühle im süddeutschen Binzen. (Bild: muehle-binzen.de)
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«Liebe Schweizer Gäste», schreiben die vier Gaststätten gleich ennet der Grenze von Basel heute in ihrem Inserat in der «Basler Zeitung». «Mit aller Deutlichkeit distanzieren wir uns von den verbalen Entgleisungen des Herr Steinbrück.» Die Schweiz sei eine der ältesten Demokratien und ein souveräner Staat, das hätten auch die deutschen Politiker zu respektieren. Unterschrieben ist der Brief von dem Hotel Restaurant Mühle in Binzen, dem Gasthaus Zur Krone und dem Hotel Restaurant Adler in Weil am Rhein sowie dem Hieber's Frische Center, das in zehn Orten Filialen hat.
Hansjörg Hechler, Inhaber der Mühle, erklärt, was ihn und die anderen Wirte zu diesem Schritt gebracht hat. «Seit den Äusserungen des deutschen Finanzministers spüren wir, dass viele Schweizer wegbleiben», sagt er. «Wir bekommen sogar Mails, in denen die Gäste sich für ihr Fernbleiben entschuldigen – sie kämen erst wieder, wenn sich Steinbrück entschuldigt habe.»
Am liebsten Teil der Schweiz
Viele Unternehmen im grenznahen Raum lebten von den Schweizer Gästen. Sie kämen nicht nur zum Essen, sondern auch zum Einkaufen und zum Coiffeur. Hechler fühlt sich der Schweiz näher als Berlin, wie er sagt: «Für die Politiker in Berlin sind wir nur ein Randgebiet, die Schweiz aber wendet sich uns zu», so der Gastronom. Er geht sogar noch einen Schritt weiter: «Wir sind gar nicht zufrieden mit der deutschen Politik. Eigentlich wäre uns am liebsten, die Schweiz nähme uns auf.»
Für viele süddeutsche Gastronomen seien Schweizer nicht nur wichtige, sondern auch angenehme Gäste. «In der Schweiz weiss man, was Gastronomie ist. Vielen Norddeutschen muss man erst beibringen, dass der Aperitif vor dem Essen und der Digestif nach dem Essen kommt», sagt Hechler.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 21.03.2009, 08:54 Uhr
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142 Kommentare
Nanana - wer wird den gleich ................ Liebe Nachbarn enet dem Rhein: Euer vorgehen ist ja mehr als niedlich. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass ihr Süddeutschen für uns Schweizer das grosse Übel und die Rosinenpicker seit. Der Norddeutsche nervt lediglich. Wegen dem Flughafen Kloten, empfehle meiner Regierung bis zur Klärung die Grenzgänger schnellstens durch Einwanderer zu ersetzen. Antworten
hihihi, die schweizer meiden die deuteche gastronomie. juhu, kann ich da nur sagen. endlich mal wieder gepflegt essen gehen, ohne diesen komischen schweizer slang zwischen kauen und trinken ertragen zu müssen. und wenn die schweizer wegbleiben, besinnen sich diese gastronomen in deutschland vielleicht auch wieder darauf gutes essen anzubieten, und nicht nur die preise hoch zu halten. weiter so!!!! Antworten
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