Ausland

Luxemburg unterzeichnet Steuerabkommen mit den USA

Aktualisiert am 19.05.2009 3 Kommentare

Der europäische Staat, der wie die Schweiz unter Druck sein Bankgeheimnis lockern muss, übernimmt damit die OECD-Standards zum Informationsaustausch.

Im Zusammenhang mit Steuerdelikten könnten mit dem Abkommen in gewissen Fällen Informationen über Konten ausländischer Bürger ausgetauscht werden, teilte das Finanzministerium von Luxemburg am Dienstag mit. Der Anhang zum bisherigen Doppelbesteuerungsabkommen, der am Mittwoch unterzeichnet werden soll, regelt die Einzelheiten des Informationsaustauschs.

Auch die Schweiz verhandelt derzeit mit den USA über die Revision des Doppelbesteuerungsabkommens. Eine erste Verhandlungsrunde hat vor gut zwei Wochen in Bern stattgefunden. Mit mehreren anderen Ländern sind ebenfalls Gespräche im Gang.

Streit in der EU

Die Schweiz reagiert damit auf den internationalen Druck, im Kampf gegen Steuerflucht das Bankgeheimnis preiszugeben. Dieser lastet auch auf Österreich, Luxemburg und Belgien, die ebenfalls ein Bankgeheimnis kennen. Als EU-Mitglieder könnten sie sich sogar gezwungen sehen, dereinst zum automatischen Informationsaustausch überzugehen.

Innerhalb der EU sorgt dieser Steuerstreit derzeit für offenen Zwist. Davon könnte der Schweiz profitieren, wenn die EU-Kommission von den Mitgliedstaaten ein Verhandlungsmandat beantragt. Ein solches möchte EU-Steuerkommissar Lazlo Kovacs, um das Betrugsbekämpfungsabkommen mit der Schweiz zu revidieren und auf diesem Weg den Austausch von Bankkundendaten durchzusetzen. (oku/sda)

Erstellt: 19.05.2009, 23:35 Uhr

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3 Kommentare

Pankraz Aeschlimann

19.05.2009, 18:53 Uhr
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"... davon könnte die Schweiz profitieren ..." Wann sieht die Schweiz endlich ein, dass alle Staaten ringsum es satt haben, wie die Schweiz immer nur profitieren möchte. Antworten


Matthias Steiner

20.05.2009, 11:34 Uhr
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Wann sehen die Staaten ringsum endlich ein, dass wir es satt haben, für nichts und wieder nichts vor der EU, und nebulösen Vereinigungen wie dieser G-20, in die Knie zu gehen? Mit der Schweiz wird momentan ein unfaires, vor Doppelmoral triefendes, übles Spiel gespielt. Die Channel Islands lassen grüssen. Schon General de Gaulle sagte: "Ein Land hat keine Freunde; ein Land hat Interessen." Antworten



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