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Medwedew: Einmarsch in Georgien war richtig

Zum Jahrestag des Kaukasus-Krieges hat Russlands Präsident Dmitri Medwedew die alleinige Verantwortung für den Einmarschbefehl in Georgien übernommen. Er preist den Krieg als Friedensmission.

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Kriegsbeginn: In der Nacht zum 8. August beginnen georgische Truppen einen Grossangriff auf das «abtrünnige» Südossetien und attackieren die Hauptstadt Zchinvali – mit Raketenwerfern, Mörsern, gefolgt vom Einmarsch mit Panzern.
Bild: Keystone

   
«Tausende Menschenleben wurden gerettet»: Behauptet Dmitri Medwedew.

«Tausende Menschenleben wurden gerettet»: Behauptet Dmitri Medwedew. (Bild: Keystone)

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«Ich war der einzige, der alle Entscheidungen getroffen hat», sagte Medwedew in einem Interview, das der Kreml vorab veröffentlichte.

Es sei einzig und allein der Präsident, der derartige Entscheidungen treffen könne, betonte Medwedew - und erwähnte Regierungschef Wladimir Putin mit keinem Wort.

Am 7. August 2008 hatte Georgien eine Offensive gestartet, um die Kontrolle über seine abtrünnige Region Südossetien zurückzugewinnen. Die georgischen Truppen wurden aber von russischen Soldaten zurückgeschlagen, die ihrerseits weit in georgisches Territorium vordrangen.

Für Medwedew war es eine Friedensmission

Die EU und die USA kritisierten damals die militärische Reaktion Russlands gegen Georgien als unverhältnismässig. Dagegen stellte der russische Präsident den Einsatz auch zum Jahrestag als Friedensmission dar.

«Russland hat harte Gegenmassnahmen ergriffen, in deren Folge Hunderte, Tausende Menschenleben gerettet wurden und der Frieden im Kaukasus wiederhergestellt wurde», sagte Medwedew, der auch Oberbefehlshaber der russischen Streitkräfte ist. Das russische Fernsehen wollte den Dokumentarfilm «Im August 2008» mit dem Interview des Kremlchefs am Freitagabend ausstrahlen.

Im früheren Kriegsgebiet wurden auch am Freitag die Gedenkveranstaltungen fortgesetzt. Russland und Georgien geben sich bis heute gegenseitig die Schuld an dem Krieg. Die internationale Staatengemeinschaft tut sich allerdings noch immer schwer damit, den Hauptschuldigen in dem Konflikt zu benennen. (bru/sda)

Erstellt: 07.08.2009, 13:17 Uhr

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