«Mein Fell ist sehr dick»
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Guido Westerwelle sagte «Bild am Sonntag»: «Solche Verleumdungen der Opposition gegen einen Aussenminister, der zeitgleich im Ausland auch im Interesse unserer Arbeitsplätze unterwegs ist, schaden Deutschland. Es ist der Tiefpunkt der politischen Kultur, wenn die Opposition für ihre parteipolitischen Anliegen sogar Familienmitglieder des politischen Gegners attackiert.»
Westerwelle kündigte an, jetzt erst recht die Auseinandersetzung mit seinen Kritikern zu suchen. «Mein Fell ist sehr dick», sagte der FDP-Vorsitzende. «Parteipolitische Diffamierungskampagnen beflügeln mich zum Kampf. Für mich gilt das Motto: Jetzt erst recht!»
Zugleich wies Westerwelle Vorwürfe zurück, sein Lebenspartner, der Geschäftsmann Michael Mronz, habe die gemeinsame Südamerikareise auch für geschäftliche Zwecke genutzt: «Michael Mronz hat auf der Reise zahlreiche soziale Einrichtungen besucht, private Spendengelder an Kinderprojekte übergeben. Er ist nicht bei einem einzigen politischen Gespräch dabei gewesen, sondern hat in Chile nach dem Erdbeben oder in Brasilien in den Armenvierteln Kindern geholfen.»
«Das werden wir auch in Zukunft tun»
Auf die Frage, ob er sich auch bei weiteren Reisen von Mronz begleiten lasse, sagte der FDP-Chef: «Das wollen und das werden wir auch in Zukunft tun - wann immer das zeitlich möglich ist.»
Westerwelle verteidigte auch die Auswahl seiner Reisedelegation, bei der ihm vorgeworfen wird, FDP-freundliche Unternehmer bevorzugt behandelt zu haben. «Die Wirtschaftsdelegation wird nach rein fachlichen und sachlichen Kriterien zusammengestellt», sagte der Vizekanzler. (bru/ddp)
Erstellt: 14.03.2010, 12:47 Uhr
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