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Missbrauchsskandal erreicht weltberühmten Knabenchor

Aktualisiert am 05.03.2010

Das Bistum Regensburg in Deutschland wird von der Vergangenheit eingeholt. Es geht um sexuelle Übergriffe von zwei früheren Leitern der Regensburger Domspatzen.

Auch die Regensburger Domspatzen sind vom Skandal um sexuellen Missbrauch im Umfeld der katholischen Kirche in Deutschland betroffen. Die Deutsche Presse-Agentur dpa berichtete am Freitag über einen Verdacht gegen zwei frühere leitende Geistliche des Knabenchors. Die beiden Männer, die beide im Jahr 1984 gestorben sind, sollen wegen der Taten auch zu Haftstrafen verurteilt worden sein, berichtete ein Sprecher des Bistums Regensburg am Freitag.

Der eine Verdächtige, ein ehemaliger Religionslehrer und stellvertretender Institutsleiter, wurde 1958 aus dem Dienst am Domspatzen-Gymnasium entfernt. Der andere Geistliche war wenige Monate auch Internatsleiter, er soll 1971 verurteilt worden sein. Auch Opfer haben sich bei dem Bistum gemeldet.

Bereits am Donnerstag waren in Regensburg Hinweise auf Fälle beim weltberühmten Knabenchor Domspatzen vor mehr als 40 Jahren bekannt geworden. Den vorliegenden Informationen betroffener Opfer sei zu entnehmen, dass es sich sowohl um Übergriffe wie übermässige Prügelstrafen und Demütigungen als auch um sexuelle Misshandlungen gehandelt habe, hiess es beim Bistum Regensburg. (vin/sda)

Erstellt: 05.03.2010, 13:51 Uhr

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