Mit Stift statt Schwert

Karikaturisten auf der ganzen Welt reagieren auf den Anschlag von Paris.

Karikaturisten trauern weltweit: Eine Zeichnung von MacLeod.

Karikaturisten trauern weltweit: Eine Zeichnung von MacLeod. Bild: Keystone

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Auf den kaltblütigen Anschlag auf Karikaturisten des Satireblatts «Charlie Hebdo» reagieren ihre Kollegen in aller Welt auf ihre Weise: Sie haben zu ihren Stiften gegriffen und so ihren Schmerz und ihre Wut über die erschütternden Ereignisse in Paris ausgedrückt. Ihre Zeichnungen gerieten trotzig, ergreifend, provokant und ernüchternd – und sagen mehr als tausend Worte.

David Pope, Karikaturist der australischen Zeitung «Canberra Times», brachte die Leiche eines Kollegen zu Papier, neben der ein vermummter Bewaffneter mit rauchendem Gewehr steht und sagt: «Er hat zuerst gezeichnet (gezogen).» Auf Twitter schrieb Pope zudem: «Konnte heute Nacht nicht schlafen, dachte an meine französischen Karikaturistenkollegen, an ihre Familien und Lieben.»

In Indien kreierte der Karikaturist Manjul ein Flugzeug, das am Eiffelturm explodiert.

Eine der eindrücklichsten Karikaturen kam ganz ohne Zeichnung aus. Christian Adams’ Werk für den Londoner «Daily Telegraph» bestand aus einer Leerstelle mit der Überschrift: «Karikatur von Extremist gebilligt.»

(chk/AP)

(Erstellt: 08.01.2015, 10:19 Uhr)

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