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Mohammed-Karikaturen wieder abgedruckt

Aktualisiert am 08.01.2010 70 Kommentare

Die norwegische Zeitung «Aftenposten» hat nach dem gescheiterten Anschlag auf den dänischen Karikaturisten Kurt Westergaard reagiert – ohne Rücksicht auf eigene Risiken.

Ausriss mit einem Ausriss: Die Zeitung «Aftenposten» zeigte einen Ausriss aus dem «Jyllands-Posten» vom 30. September 2005.

Ausriss mit einem Ausriss: Die Zeitung «Aftenposten» zeigte einen Ausriss aus dem «Jyllands-Posten» vom 30. September 2005.
Bild: Redaktion «Aftenposten»

In der «Aftenposten»-Ausgabe vom 8. Januar ist ein Ausriss jener Zeitungsseite zu sehen, die am 30. September in der Zeitung «Jyllands-Posten» abgedruckt worden ware. Damit wolle das Blatt seinen Lesern zeigen, worum es gegenwärtig geht, sagte Chefredaktorin Hilde Haugsgjerd. In der vergangenen Woche hatte ein mutmasslicher Islamist aus Somalia den dänischen Karikaturisten in dessen Haus überfallen. Dem Zeichner gelang es, sich bis zum Eintreffen der Polizei in einem Zimmer zu verschanzen.

Die dänische Zeitung «Jyllands-Posten» hatte im September 2005 zwölf Mohammed-Karikaturen von verschiedenen Künstlern veröffentlicht. Diese Zeichnungen lösten in der islamischen Welt eine Welle der Empörung aus, die in Protestkundgebungen und Unruhen gipfelte. Im Islam ist die bildliche Darstellung des Propheten Mohammed verboten.

Die Karikaturen hatten auch zu einer Diskussion über die Medien- und Pressefreiheit geführt. «Wir haben immer das Recht der Medien verteidigt, diese Karikaturen zu drucken», sagte Chefredaktorin Haugsgjerd dazu, «und wir haben auch Kopien gebracht, als die Diskussion 2005 ausbrach.» (sda)

Erstellt: 08.01.2010, 12:27 Uhr

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70 Kommentare

Giovanni Baptista

08.01.2010, 13:22 Uhr
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@ Hartmut Gerlach: Zumindest im Blick (am Abend) war im Zusammenhang mit dem Anschlagsversuch ein Ausriss mit der besagten Mohammed Karikatur publiziert worden....und ich vermute, dass es einige andere Blätter gleich getan haben. Antworten


Andreas Kyriacou

08.01.2010, 13:23 Uhr
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Die meisten der zwölf Zeichungen aus der Jyllands-Posten haben die Aufmerksamkeit eigentlich gar nicht verdient, sie waren von zweifelhaftem künstlerischem Wert. Aber es ist erfreulich und nötig, dass die Medien den Zensurforderungen die Stirn bieten. Es kann nicht sein, dass vor einer Veröffentlichung immer erst geprüft werden muss, ob irgend eine Fundi-Gruppe sich daran stören könnte. Antworten



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