Ausland

Mohammed-Karikaturist macht Zwangsurlaub

Aktualisiert am 22.04.2010 4 Kommentare

Der durch seine Mohammed-Karikaturen bekannt gewordene dänische Zeichner Kurt Westergaard ist von seiner Zeitung «Jyllands Posten» unbefristet beurlaubt worden.

1/5 Das Haus des dänischen Karikaturisten Kurt Westergaard ist eine Festung: Stahltür, Alarmanlage, Polizeipavillon im Garten. Anlass für die Sicherheitsmassnahmen ist der Angriff eines jungen Muslim aus Somalia. Dieser versuchte am Neujahrstag, Westergaard umzubringen.
Bild: Reuters

   

Die Chefredaktion habe sich aus Sicherheitsgründen zu diesem «Zwangsurlaub» entschlossen, sagte Kurt Westergaard. «Ich bin eine zu grosse Last und ein zu hohes Risiko geworden», sagte der 75-Jährige der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag. Er bedauere die Entscheidung sehr. Er habe noch immer eine «unstillbare Lust» zu arbeiten, werde sich nun aber «widerwillig» damit abfinden müssen, bald in Rente zu gehen.

Anfang Januar war Westergaard in seinem Haus nur knapp einem Mordanschlag durch einen mutmasslichen somalischen Islamisten entgangen.

«Jyllands Posten» hatte im September 2005 zwölf Karikaturen zum Islam veröffentlicht, darunter eine Zeichnung von Westergaard, die den Propheten Mohammed mit einem Turban in Form einer Bombe zeigt. Die muslimische Welt hatte sowohl auf die Verbindung ihrer Religion mit dem Terrorismus als auch auf die Verbildlichung Mohammeds empört reagiert. Es folgte eine Welle des Protests in arabischen Ländern. (bru/sda)

Erstellt: 22.04.2010, 14:30 Uhr

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4 Kommentare

marc michel

22.04.2010, 15:09 Uhr
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wir müssen den islamisten ganz klar die grenzen aufzeigen und solche lebensgefährliche tatsachen nicht einfach unter den tisch kehren!! jeder kann glauben was er will, ist sowieso alles nur von menschen erfunden, aber es muss sich jeder an die kultur anpassen, die er vorfindet!!!! wir müssen unsere werte verteidigen, ein hoch auf gleichheit und brüderlichkeit, gewaltentrennung, emanzipation etc. Antworten


Frank Schmid

22.04.2010, 20:45 Uhr
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Wir muessen den militanten Islam bekaempfen wo immer wir in antreffen. Es darf in dieser Hinsicht null Toleranz geben. Antworten



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