Monti forciert Italiens Liberalisierung
Aktualisiert am 21.01.2012 6 Kommentare
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Die italienische Regierung hat am Freitag ein umfangreiches Programm zur Wirtschaftsliberalisierung in dem hoch verschuldeten Land beschlossen. Wie Ministerpräsident Mario Monti in Mailand sagte, sollen die Neuregelungen etwa bei Apotheken, Banken und Versicherungen oder im Taxi- und Tankstellengewerbe für mehr Wettbewerb sorgen. «Mehr Wettbewerb bedeutet mehr Offenheit, mehr Raum für junge Menschen und weniger Raum für Privilegien», sagte er. Mit den in einer mehr als achtstündigen Kabinettssitzung angenommenen Entscheidungen ist ein Grossteil der betroffenen Firmen aber nicht einverstanden.
Montis Regierung leitet mit den Plänen die zweite Phase ihrer Bemühungen zur Sanierung Italiens ein. Bereits Ende Dezember beschloss sie ein grosses Sparprogramm zur Haushaltskonsolidierung. Die neuen Massnahmen sollen nun das Wirtschaftswachstum ankurbeln. Monti, der Mitte November auf Silvio Berlusconi gefolgt war, hatte die Liberalisierung und Entflechtung der Wirtschaft vor zwei Wochen angekündigt.
(kpn/AFP)
Erstellt: 21.01.2012, 10:49 Uhr
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6 Kommentare
Ich denke, der italienische Super-Mario hat mit Bedacht die Bau- und Entsorgungsbranche aus seinem verbalen Liberalisierungsprogramm ausgeklammert. Schliesslich will er sich kaum mit der ehrenwerten Gesellschaft in seinem Lande anlegen und gegen die überzeugenden Argumente einer Halbautomatik mit Sicherungshebel-Position auf Seriefeuer antreten. Antworten
Liberalisierungen bedeuten vor allem Lohnsenkungen und Arbeitslosigkeit. Das wissen nun wirklich inzwischen alle. Dies führt auch zu sinkenden Steuereinnahmen und Kaufkraft. Und dies wiederum schwächt den Staat und lässt die Verschuldung steigen, was wiederum zu einer Destabilisierung der Gesellschaft führt. Ich denke, es bräuchte endlich wieder Alternativen. Antworten
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