«My first day here»
Sichtlich erfreut über die neue Aufgabe: Guido Westerwelle (links) mit dem EU-Aussenbeauftragten Javier Solana. (Bild: Keystone)
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Mit einem nahezu akzentfreien «My first day here» (mein erster Tag hier) suchte er vor laufenden Kameras den Eindruck zu widerlegen, er sei des Englischen nicht ausreichend mächtig, um Deutschland angemessen auf internationalem Parkett vertreten zu können.
Natürlich gehörte aber genau die Frage zu den meistgestellten beim Eintreffen der Delegationen vor dem EU-Gipfel. «Hans-Dietrich Genscher gehörte zu den erfolgreichsten Aussenministern», lieferte der erfahrene CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok Westerwelle Schützenhilfe. «Und Genscher hat beim Amtsantritt auch nicht perfekt Englisch gesprochen.» Das sei also ein Manko, das mit der Zeit abzustellen sei.
Westerwelle selbst hatte bei einer Pressekonferenz nach dem Triumph der FDP bei der Bundestagswahl den Eindruck erweckt, er könne sich nicht vernünftig auf Englisch verständigen. Eine Journalistin, die auf eine englische Frage eine englische Antwort verlangte, hatte er zurückgewiesen.
Dabei habe der Chef der Liberalen habe gar keine Nachhilfe nötig, meinte am Donnerstag der italienische Aussenminister Franco Frattini. Er habe erst am Morgen mit dem FDP-Chef telefoniert. «Und er spricht fliessend Englisch», sagte Frattini beim Treffen der Europäischen Volkspartei vor dem Gipfelauftakt.
«Merci bien»
Westerwelle selbst zog sich zunächst fast lausbübisch aus der Affäre. Einen 20 Sekunden langen schweigsamen Kameraauftritt mit dem EU-Aussenbeauftragten Javier Solana beendete er mit dem schon erwähnten «My first day here», ein schelmisches Lächeln im Gesicht. Beim anschliessenden Fototermin mit dem schwedischen Aussenminister und EU-Ratsvorsitzenden Carl Bildt sprach er ein selbstbewusstes «Merci bien» (vielen Dank) in die Kameras.
Fragen waren nicht zugelassen. Einer ernsthaften Prüfung seiner Sprachkompetenz musste sich Westerwelle am Donnerstag daher zunächst nicht stellen. Am späten Nachmittag traf er gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Gipfelempfang ein. Der frischgebackene Bundesaussenminister nutzte die Gelegenheit für ein kurzes Statement, natürlich auf Deutsch.
Es sei «eine glückliche Fügung», dass er gleich an seinem ersten Tag im Amt so viele Kollegen aus anderen Ländern treffe. Und er hoffe, gemeinsam mit Merkel die besten Ergebnisse für Europa und Deutschland zu erzielen. Sagte es, und entkam zunächst allen Mikrofonen. (sam/ap)
Erstellt: 29.10.2009, 20:37 Uhr
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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