Ausland

Startseite · Abo · Immobilien · Job · Auto · Kleinanzeigen

Neue Oppositionspartei bedrängt Berlusconi

Der ehemalige Oppositionschef Francesco Rutelli hat mit elf Getreuen eine eigene politische Bewegung aus der Taufe gehoben. Und er will einen wichtigen Exponenten des rechten Lagers holen.

«Wir wollen eine grosse Zentrumsbewegung»: Francesco Rutelli.

«Wir wollen eine grosse Zentrumsbewegung»: Francesco Rutelli.
Bild: Keystone

«Allianz für Italien» heisst die neue Oppositionspartei, die am heutigen Samstag in Parma ihre politischen Ziele vorstellte. Die neue Zentrumsbewegung soll die gemässigte Wählerschaft ansprechen und an den im kommenden März geplanten Regional- und Kommunalwahlen teilnehmen. «Wir wollen die innovativen Kräfte vereinen, die sich für ein demokratisches, liberales und reformorientiertes Italien einsetzen wollen», sagte Rutelli bei der Vorstellung der neuen Formation, der sich 20 Parlamentarier angeschlossen haben.

Die neue Gruppierung soll nach den Vorstellungen ihrer Gründer den Italienern eine Alternative zum Populismus Berlusconis und der mit ihm verbündeten Lega Nord bieten. Rutelli hofft, dass der Präsident der Abgeordnetenkammer, Gianfranco Fini, der neuen Partei beitreten wird. Fini ist in den letzten Wochen öfters mit Premier Berlusconi in Konflikt geraten. «Wir wollen eine grosse Zentrumsbewegung mit jenen Kräften bilden, die einen Ausweg aus dieser Phase des politischen Konflikts suchen wollen», sagte Rutelli.

Austritt aus der Demokratischen Partei

Der 55-jährige Rutelli hatte 2001 als Kandidat der Mitte-Links-Allianz die Parlamentswahlen gegen Regierungschef Silvio Berlusconi verloren. Im Oktober entschloss er sich zum Austritt aus der Demokratischen Partei (PD, stärkste Oppositionspartei), nachdem Ex- Industrieminister Pierluigi Bersani die Wahl zum PD-Vorsitzenden gewonnen hatte.

Rutelli hatte die Kandidatur von Bersanis Gegner Dario Franceschini gesponsert. Mit Bersani befürchte er einen klaren Linksruck der Partei, daher verabschiede er sich von der Gruppierung, hatte der katholische Politiker Rutelli damals erklärt.

(vin/sda)

Erstellt: 12.12.2009, 13:10 Uhr

Ausland

Populär auf Facebook – Privatsphäre

AKTUELLE JOBS

Marktplatz

PackEasy Shop Betreuer/in (50 - 80%) Manor AG, Zürich

Leiter/in Pflege und Betreuung 100% TERTIANUM AG Residenz Im Brühl, Zürich

Anwendungsentwickler/in Klinikinformationssystem Phoenix (100%) Zürcher Höhenkliniken Wald & Davos, Faltigberg