Nicht ohne seinen Mann
«Manche Sachen richten sich von selbst»: Das Paar Westerwelle/Mronz. (Bild: Keystone)
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«Ich freue mich, dass sich Herr Mronz die Zeit nimmt, mich auf eigene Kosten zu begleiten, um sich in der Region über soziale Projekte zu informieren und dafür zu engagieren», erklärte Aussenminister Guido Westerwelle heute nach der Landung in Montevideo in Uruguay. «Das wollen und werden wir fortsetzen.»
An der Mitreise von Mronz, der als Eventmanager vor allem Sportereignisse organisiert, hatte sich zuletzt Kritik entzündet. Ihm war vorgeworfen worden, er nutze die Reisen mit dem Minister zur Geschäftsanbahnung - was vom Auswärtigen Amt umgehend mit dem Hinweis zurückgewiesen wurde, Mronz reise privat mit und sei nicht Teil der Wirtschaftsdelegation. Mronz wollte die Vorwürfe nicht kommentieren. «Manche Sachen richten sich von selbst», sagte er.
Warnung vor falschen Eindrücken
Westerwelles Vorgänger im Amt des Aussenministers, der jetzige SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, sagte dem Sender N24, seine Ehefrau sei nur selten bei Auslandsreisen dabei gewesen, meistens bei EU-Veranstaltungen mit ausdrücklichem Partnerprogramm. «Meine Frau ist Richterin. Sie hatte dafür erstens keine Zeit. Und zweitens ist das auch nicht ihr Sinnen und Streben gewesen, mich auf Auslandsreisen zu begleiten», sagte der ehemalige Vizekanzler.
Kritik hatte sich Westerwelle auch an der Auswahl der ihn begleitenden Wirtschaftsdelegation gefallen lassen müssen. Der «Spiegel» hatte berichtet, Westerwelle nehme Manager auf Auslandsreisen mit, die zuvor für die FDP gespendet hätten. Steinmeier sagte dazu: «Die Tatsache, dass ein Aussenminister mit einer Delegation reist, ist gut und richtig.» Dass diese Delegation bei einem wichtigen Exportland wie Deutschland auch aus Unternehmern bestehe, halte er für selbstverständlich. «Falsche Eindrücke sollte man dennoch vermeiden», fügte er hinzu.
Unterstützung für Uruguay
Westerwelle ist inzwischen in Uruguay mit Präsident José Mujica zusammengetroffen. Er sagte der Regierung in Montevideo Unterstützung zu. «Wir wollen eine Vertiefung der Zusammenarbeit», versicherte der Aussenminister. Dies gelte etwa für die Energiewirtschaft. Insbesondere bei erneuerbaren Energien hätten kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland viel zu bieten.
Mit Blick auf den EU-Südamerikagipfel am 18. Mai in Madrid sprach sich Westerwelle für vertiefte Beziehungen zwischen der EU und der lateinamerikanischen Staatengemeinschaft Mercosur aus. Die jetzige Bundesregierung setze einen besonderen Schwerpunkt auf Lateinamerika. Da gebe es ein grosses politisches, wirtschaftliches, wissenschaftliches und kulturelles Potenzial. (vin/ddp)
Erstellt: 10.03.2010, 10:12 Uhr


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