Ausland
Noemi-Skandal: Berlusconis Kinder halten zu ihrem Dad
Aktualisiert am 28.05.2009 3 Kommentare
«Berlusconis Werte sind auch meine eigenen»: Pier Silvio Berlusconi.
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Den Protest der fünf erwachsenen Kinder Berlusconis lösten die Worte des Oppositionschefs Dario Franceschini aus. Dieser hatte im Wahlkampf betont: «Würden Sie Ihre Kinder von einem Mann wie Berlusconi erziehen lassen? Er ist ein erfolgreicher, mächtiger und reicher Mann. Ein Mensch, der das Land führt, muss jedoch auch transparente Werte vermitteln können», sagte Franceschini.
Der Oppositionschef bezog sich auf die Beziehung zwischen Berlusconi und der jungen Neapolitanerin Noemi Letizia, die eine Karriere als Model versucht.
Letizia steht im Mittelpunkt des Scheidungsverfahrens, das Berlusconis Frau Veronica Lario angestrengt hat. Lario ist darüber verärgert, dass der 72-jährige Regierungschef auf der Geburtstagsfeier der jungen Frau anwesend war, während er die Geburtstage seiner Kinder ausgelassen habe.
«Was erlaubt sich Franceschini!»
Auf Franceschinis Attacke reagierte Berlusconis Sohn Pier Silvio, Vizepräsident der TV-Gruppe Mediaset. «Was erlaubt sich Franceschini! Berlusconis Werte sind auch meine eigenen: Liebe für die Arbeit, Freigiebigkeit und Respekt für die anderen Menschen, die Franceschini offenbar nicht kennt», schrieb der Sohn in einer Pressemitteilung.
Kurz daraufhin meldete sich auch Berlusconis älteste Tochter Marina, Präsidentin der Berlusconi eigenen TV-Holding Fininvest, zu Wort. «Wer hat das Recht, Berlusconi als Vater zu verurteilen? Franceschini beleidigt auch mich als Tochter, eine Tochter, die auf ihren Vater sehr stolz ist», sagte Marina, die wie Pier Silvio Tochter aus Berlusconis erster Ehe ist.
Auch die drei Kinder, die Berlusconi von Veronica Lario hat, verteidigten ihren Vater. «Die Politik hat nicht das Recht, Berlusconi als Vater zu beurteilen. Politik und Privatsphäre müssten getrennt bleiben», sagte der 20-jährige Luigi Berlusconi, jüngster Sohn Berlusconis. Seinem Protest schlossen sich auch seine beiden älteren Schwestern Eleonora und Barbara an.
Affäre mit 18-Jähriger bestritten
Berlusconi hat eine Affäre mit der 18-Jährigen wiederholt bestritten, so auch am Donnerstag. «Hätte ich eine Beziehung zu einer Minderjährigen, würde ich sofort zurücktreten», sagte Berlusconi am Rande eines Treffens mit dem Präsidenten der Erdbeben- Region Abruzzen, Gianni Chiodi, im Regierungssitz in Rom.
Berlusconi betonte, er könne auf seine Kinder schwören, dass er keine Affäre mit der erst kürzlich 18 Jahre alt gewordenen Neapolitanerin habe.
Der konservative Regierungschef und milliardenschwere Medienunternehmer wirft der Opposition eine Kampagne mit dem Ziel vor, seiner Partei bei der bevorstehenden Europawahl schaden zu wollen.
Der Ministerpräsident befürchtet keine negativen Auswirkungen des Skandals auf die Resultate der Europawahlen im Juni. Laut jüngsten Umfragen werde seine Mitte-Rechts-Partei «Volk der Freiheit» auf 45 Prozent der Stimmen kommen. (bru/sda)
Erstellt: 28.05.2009, 16:15 Uhr
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3 Kommentare
Die lieben Kinder haben ihre aktuellen Posten sicher nicht aus eigener Kraft und Grösse erreicht. Papa lässt grüssen. Volksweisheisten: Wer sägt schon den Ast ab auf dem er sitzt. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe. Es ist eine Schande was sich heute die Prominenten und Reichen alles Leisten dürfen. Und von unseren Politikern macht keiner was. Antworten
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