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«Papa ist wie eine Batterie, immer voller Energie»
Aktualisiert am 23.10.2009 1 Kommentar
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«Wir waren eine ganz gewöhnliche italienische Familie. Wir lebten typische Familienwerte, jeder war für den anderen da. Obwohl mein Vater immer sehr beschäftigt war, war er immer für mich da. Alles war normal, bis mein Vater 1994 in die Politik ging. Dann verschwand er, und ich hatte Leibwächter an meiner Seite.» So beschreibt Pier Silvio Berlusconi das Leben im Hause Berlusconi. Berlusconi junior, Sohn aus erster Ehe des italienischen Ministerpräsidenten, gab dem amerikanischen TV-Sender CNN ein Interview. Ausgestrahlt wird der Beitrag am Sonntagabend im Rahmen eines CNN-Spezials über Berlusconi.
Pier Silvio Berlusconi ist heute Vizepräsident der Mediaset-Gruppe, des Medienimperiums, das sein Vater gegründet hatte. Der Berlusconi-Sohn, der mit 23 Jahren in das Familienunternehmen eingestiegen war, berichtet von einer idyllischen Kindheit. Sein Vater habe ihm das Schwimmen und das Tennisspielen beigebracht - eben normale Dinge, die ein Vater einem Sohn lehre. Er erinnert sich an viele glückliche Momente, die mit der Fussballmannschaft der AC Milan verbunden waren. Silvio Berlusconi hatte in den Achtzigerjahren Milan gekauft und zu grossen Erfolgen geführt.
«Respekt für andere Menschen»
CNN wollte von Berlusconi junior auch wissen, was das Wichtigste sei, dass er von seinem Vater für das Leben gelernt habe. «Respekt für andere Menschen», antwortete Pier Silvio Berlusconi, «ich bin beeindruckt, mit wie viel Respekt mein Vater immer anderen Leuten begegnet.» In den Worten des Sohnes kommt grosse Bewunderung für seinen heute 73-jährigen Vater zum Ausdruck. «Er ist wie eine Batterie, immer voller Energie, immer positiv - gegenüber den Menschen, gegenüber Aufgaben, die er zu erledigen hat und gegenüber Problemen, für die er immer eine Lösung sucht.» Zusammenfassend beschreibt er Silvio Berlusconi in zwei Worten: «positive Energie».
Ins Familienunternehmen ist Pier Silvio bereits gefolgt. Ob er auch in die Politik einsteigt? Er habe keine Pläne, sagt der 40-Jährige. Politik könne man ohnehin nicht lernen, fügt er bei, «entweder man kann es, oder man kann es nicht.» Kein Thema im CNN-Interview waren die Frauengeschichten und die politischen Affären, die Italiens Ministerpräsidenten immer wieder in die Schlagzeilen bringen. (vin)
Erstellt: 23.10.2009, 10:12 Uhr
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