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Papst lehnt Caroline Kennedy als Botschafterin ab

Aktualisiert am 15.04.2009 20 Kommentare

Der Vatikan akzeptiert die Tochter des 1963 ermordeten John F. Kennedy nicht als Vertreterin der USA am Heiligen Stuhl – weil ihm ihre liberale Haltung zur Abtreibung nicht passt.

Zu liberal für den Papst: Caroline Kennedy während eines Interviews im Dezember.

Zu liberal für den Papst: Caroline Kennedy während eines Interviews im Dezember.
Bild: Keystone

Grund für die Ablehnung seitens des Vatikans ist, dass die 51-jährige Katholikin für das Recht auf Abtreibung sowie für embryonale Stammzellenforschung eintritt. Dies berichtete der britische Sender BBC heute. Mindestens zwei weitere Kandidaten von US-Präsident Barack Obama habe der Heilige Stuhl abgelehnt. Von Seiten des Vatikans gab es dazu keine offiziellen Angaben.

Wie der BBC-Korrespondent und Vatikanexperte David Willey unter Berufung auf namentlich nicht genannte Informanten berichtete, werde Kennedy im Kirchenstaat wegen ihres öffentlichen Eintretens für Abtreibung als unpassende Wahl angesehen.

Unzufriedenheit mit Barack Obama

Im Vatikan herrsche Unzufriedenheit über Obamas Haltung bei den Themen Abtreibung und embryonale Stammzellenforschung. Konservative Katholiken in den USA hätten den Versuch, Kennedy zur Botschafterin zu ernennen, bereits kritisiert.

Zugleich hiess es, Obama gerate bei der Neubesetzung des Botschafterpostens unter Zeitdruck. Schon im Juli - wenn Obama zum G8-Gipfel nach Italien komme - sei ein Treffen mit Papst Benedikt XVI. geplant.

Seitdem Washington und der Heilige Stuhl 1984 volle diplomatische Beziehungen aufgenommen hätten, sei der US-Botschafter stets ein Abtreibungsgegner gewesen, hiess es. (oku/sda)

Erstellt: 15.04.2009, 16:19 Uhr

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20 Kommentare

Paul Meier

15.04.2009, 16:33 Uhr
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Da der Vatikan Abtreibung ablehnt scheint es nur fair vom Vatikan ein Abtreibungsgegner als Botschafter zum Vatikan zu fordern. Selbstverstaendlich, da in den USA Abtreibungen legal sind wird er ja sicher auch ein Abtreibungsbefuerworter als Vertreter des Vatikans zu den USA entsendet haben. Antworten


Ronnie König

15.04.2009, 16:24 Uhr
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Vielleicht sollten wir den Vatikan und Whiskyschmuggler weniger wichtig nehmen. Antworten



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