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Rekordzahl neuer Drogen in Europa

Aktualisiert am 29.04.2010 2 Kommentare

In der EU ist 2009 eine Rekordzahl neuer Drogen gemeldet worden. Zudem ist Europa zu einem wichtigen Ziel für Kokain aus Südamerika geworden.

24 neue psychoaktive Substanzen: Alle neuen Verbindungen waren synthetisch. (Bild: Keystone )

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Im vergangenen Jahr wurden 24 neue psychoaktive Substanzen über das EU-Frühwarnsystem gemeldet. Dies sei die höchste Zahl von Substanzen, die bisher in einem Jahr neu gemeldet wurde, und fast doppelt so hoch wie 2008 als 13 neue Substanzen bekannt wurden. Das geht aus einer Studie der EU-Drogenbeobachtungsstelle (EBDD) in Lissabon und von Europol hervor.

Alle neuen Verbindungen waren synthetisch. Als neue Entwicklung 2009 wurden neue rauchbare Kräuterprodukte, die mit synthetischen Cannabinoiden versetzt sind («Spice-Phänomen) und die wachsende Popularität synthetischer Cathinone hervorgehoben. Letztere stammen von Cathinon, das strukturell mit Amphetamin verwandt ist.

Neue Märkte für Kokain

Immer mehr zu tun haben die EBDD und Europol auch mit Kokain: Europa sei zu einem wichtigen Ziel für Kokain aus Südamerika geworden, heisst es in dem Bericht.

Der Befund wird von einer Umfrage gestützt: «Etwa drei Millionen junge Erwachsene haben angegeben, im Laufe des vergangenen Jahres Kokain konsumiert zu haben», sagte EBDD-Direktor Wolfgang Götz.

Die wichtigsten Kokain-Transportrouten führen dem Bericht zufolge über Nord-, Zentral- und Westafrika nach Europa. Es gebe Hinweise auf eine Verschiebung der «Landepunkte» innerhalb der wichtigsten europäischen Zugangsregionen - der iberischen Halbinsel sowie den Benelux-Staaten.

Weil sich die Handelsnetze immer mehr in Richtung Osteuropa ausdehnten, wachse die Gefahr, dass auch dort immer mehr Menschen das weisse Pulver konsumierten. Die Region ist lange vergleichsweise wenig betroffen gewesen, wie Europol festhält. (bru/sda)

Erstellt: 29.04.2010, 17:25 Uhr

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2 Kommentare

Hans Meier

29.04.2010, 19:14 Uhr
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Es wäre ehrlich ebenfalls anzugeben, wer dieses Kokain-Vertrieb in Europa monopolisiert. Nämlich die kalabrische Mafia, 'Ndrangheta, die das weisse Gold aus Südamerika via Spanien und den Niederlanden in Europa importiert. Dadurch, jedoch nicht nur, erzielt die 'Ndrangheta jährlich ein Jahresumsatz von 44 Milliarden Euro, vergleichbar mit dem Brutto Inlandprodukt Dänemarks. Antworten


Melanie Gatzke

03.05.2010, 09:01 Uhr
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Drogen gab es immer, wird es immer geben. Wer sich zu Tode koksen will, bitte, das ist sein eigenes Problem, Drogen wurden noch nie energisch bekämpft, alles nur Theater. Wollte man sie wirklich verbannen, dann könnte man das. Doch zuviele Hochrangige koksen doch selber- oder verdienen daran.. Was produziert wird, wird auch konsumiert. Transport und Herstellung werden nicht unterbunden. Antworten



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