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«Repubblica»-Besitzer will Berlusconi verklagen

Aktualisiert am 25.06.2009

Weil er angeblich Unternehmen aufgefordert hat, keine Anzeigen mehr in dem Blatt zu schalten, verklagt das Zeitungshaus jetzt den Ministerpräsidenten.

Die Anwälte des Konzerns seien bereits eingeschaltet, teilte der Mutterkonzern von «La Repubblica» am Mittwoch mit. Daraufhin legte die Aktie des Medienkonzerns an der Mailänder Börse um fast neun Prozent zu.

«La Repubblica» hat einen erheblichen Anteil an den jüngsten Enthüllungen über Berlusconis Privatleben. Bei einem Treffen mit jungen Unternehmern in Ligurien regte der Regierungschef daraufhin vor knapp zwei Wochen einen Anzeigenboykott gegen die zweitgrösste Zeitung des Landes an, der er staatsgefährdende Machenschaften vorwarf.

Berlusconi lästert weiter

Auf die drohende Klage des Mutterhauses reagierte der 72-jährige Regierungschef unterdessen gelassen. «Sie haben keine Angst, sich lächerlich zu machen», sagte er. Er bekräftigte, «man muss schon masochistisch veranlagt sein, um seine Werbung Medien anzuvertrauen, die solange von Krise reden, bis sie selbst zum Krisenfaktor werden.»

In seinem Amt als Ministerpräsident ist Berlusconi Dank eines neuen Gesetzes vor strafrechtlicher Verfolgung geschützt. (oku/sda)

Erstellt: 25.06.2009, 07:35 Uhr

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