Ausland

Rückschlag für den Weltklimagipfel in Kopenhagen

Aktualisiert am 14.12.2009

Die Vertreter der Entwicklungsländer weigerten sich am Montag, an den Sitzungen der Arbeitsgruppen teilzunehmen.

Heute blieben viele Stühle leer: Verhandlungssaal am Klimagipfel in Kopenhagen.

Heute blieben viele Stühle leer: Verhandlungssaal am Klimagipfel in Kopenhagen.
Bild: Keystone

Ein von afrikanischen Staaten angeführter Protest hat am Montag zur Unterbrechung der Gespräche am Uno-Klimagipfel in Kopenhagen geführt. Der ursprünglich für 11.30 Uhr angesetzte Start der Hauptsitzung wurde aufgeschoben. Die Entwicklungsländer warfen den Industrieländern vor, das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll aufgeben zu wollen und den gesamten Gipfel zum Scheitern zu bringen.

Uno-Klimachef Yvo de Boer ging von einer Wiederaufnahme der Gespräche am Montagnachmittag aus. «Die überwältigende Mehrheit der Länder hier will eine Fortsetzung des Kyoto-Protokolls», sagte er. «Mir ist nicht bewusst, dass irgendwelche Länder versuchen, irgendetwas zu blockieren.» Die armen Länder befürworten eine Verlängerung des Kyoto-Protokolls, das reiche Staaten zur Reduzierung von Treibhausgasen verpflichtet. Für die Entwicklungsländer wollen sie ein zusätzliches Abkommen ausarbeiten.

Nach Grossaufmärschen am Wochenende kam es am Montag zu neuen Klima-Demonstration in Kopenhagen: Nach Polizeiangaben sind am Montag 3000 Angehörige des Aktionsbündnisses «Climate Justice Action» durch die Innenstadt gezogen. Sie hätten «für offene Grenzen und gegen die Rüstungsindustrie» demonstriert. Die Aktion sei zunächst friedlich verlaufen, hiess es weiter. (sam/ap)

Erstellt: 14.12.2009, 15:06 Uhr

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