Saakaschwili: Ein neuer Kaukasus-Krieg ist möglich

Aktualisiert am 07.08.2009

Anlässlich des ersten Jahrestags des Kaukasus-Krieges hat Georgiens Präsident Micheil Saakaschwili vor neuen Auseinandersetzungen mit Russland gewarnt.

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Kriegsbeginn: In der Nacht zum 8. August beginnen georgische Truppen einen Grossangriff auf das «abtrünnige» Südossetien und attackieren die Hauptstadt Zchinvali – mit Raketenwerfern, Mörsern, gefolgt vom Einmarsch mit Panzern.
Bild: Keystone

   
Keine Entwarnung: Georgiens Präsident Saakaschwili.

Keine Entwarnung: Georgiens Präsident Saakaschwili. (Bild: Keystone)

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«Die Gefahr gibt es noch», sagte Saakaschwili am Freitag im deutschen Fernsehsender ARD. Die russische Führung habe mit dem Krieg versucht, seine Regierung zu stürzen und die georgische Demokratie «abzuwürgen». Das sei aber nicht gelungen. «Sie haben ihr Hauptziel nicht erreicht», so Saakaschwili.

Zugleich wies der Präsident den Vorwurf zurück, den Krieg mit einem Angriffsbefehl auf das von Georgien wegstrebende Südossetien ausgelöst zu haben. «Nein, überhaupt nicht», erwiderte Saakaschwili auf eine entsprechende Frage.

Reden zum Jahrestag des blutigen Krieges

Der Krieg zwischen Georgien und Russland um Südossetien und Abchasien jährt sich in der Nacht von Freitag auf Samstag zum ersten Mal. Zum Gedenken an die hunderten Toten des Krieges ist die Bevölkerung in Georgien und Südossetien am Freitag zu einer Schweigeminute aufgerufen. Saakaschwili und der südossetische Präsident Kokojty wollen Reden halten.

Georgien hatte im vergangenen Sommer eine Offensive gestartet, um die Kontrolle über Südossetien zurückzugewinnen, wurde aber von Russland zurückgeschlagen. Anschliessend weitete sich der Konflikt auf die ebenfalls abtrünnige Provinz Abchasien aus.

Provokationen schüren Sorgen in der Region

Beide Seiten stimmten schliesslich einem von der EU vermittelten Waffenstillstand zu. Südossetien und Abchasien erklärten sich einseitig für unabhängig. Moskau erkennt dies an, doch die meisten anderen Staaten betrachten die Regionen weiterhin als georgisches Gebiet.

In den vergangenen Tagen warfen sich Georgier und Russen gegenseitig Provokationen vor, was Sorgen um ein Wiederaufbrechen des Konflikts schürte. Die russischen Truppen in Südossetien wurden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. (raa/sda)

Erstellt: 07.08.2009, 11:04 Uhr

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