Saakaschwili: Ein neuer Kaukasus-Krieg ist möglich
Keine Entwarnung: Georgiens Präsident Saakaschwili. (Bild: Keystone)
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«Die Gefahr gibt es noch», sagte Saakaschwili am Freitag im deutschen Fernsehsender ARD. Die russische Führung habe mit dem Krieg versucht, seine Regierung zu stürzen und die georgische Demokratie «abzuwürgen». Das sei aber nicht gelungen. «Sie haben ihr Hauptziel nicht erreicht», so Saakaschwili.
Zugleich wies der Präsident den Vorwurf zurück, den Krieg mit einem Angriffsbefehl auf das von Georgien wegstrebende Südossetien ausgelöst zu haben. «Nein, überhaupt nicht», erwiderte Saakaschwili auf eine entsprechende Frage.
Reden zum Jahrestag des blutigen Krieges
Der Krieg zwischen Georgien und Russland um Südossetien und Abchasien jährt sich in der Nacht von Freitag auf Samstag zum ersten Mal. Zum Gedenken an die hunderten Toten des Krieges ist die Bevölkerung in Georgien und Südossetien am Freitag zu einer Schweigeminute aufgerufen. Saakaschwili und der südossetische Präsident Kokojty wollen Reden halten.
Georgien hatte im vergangenen Sommer eine Offensive gestartet, um die Kontrolle über Südossetien zurückzugewinnen, wurde aber von Russland zurückgeschlagen. Anschliessend weitete sich der Konflikt auf die ebenfalls abtrünnige Provinz Abchasien aus.
Provokationen schüren Sorgen in der Region
Beide Seiten stimmten schliesslich einem von der EU vermittelten Waffenstillstand zu. Südossetien und Abchasien erklärten sich einseitig für unabhängig. Moskau erkennt dies an, doch die meisten anderen Staaten betrachten die Regionen weiterhin als georgisches Gebiet.
In den vergangenen Tagen warfen sich Georgier und Russen gegenseitig Provokationen vor, was Sorgen um ein Wiederaufbrechen des Konflikts schürte. Die russischen Truppen in Südossetien wurden in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. (raa/sda)
Erstellt: 07.08.2009, 11:04 Uhr
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