Ausland

Schweizer Oberst führt Nato-Truppen im Kosovo

Erster Schweizer an der Spitze einer Nato-Truppe: Unter dem Kommando von Oberst Adolf Conrad soll der seit Monaten anhaltende Grenzkonflikt zwischen Kosovo und Serbien endlich beigelegt werden.

Politische anstelle von militärischen Mitteln: Oberst Adolf Conrad ist der erste Schweizer, der Nato-Truppen anführt.

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Ein Schweizer soll eine weitere Eskalation im Grenzstreit zwischen Kosovo und Serbien verhindern: Per 1. Januar übernimmt die Schweiz von Frankreich das Kommando über die «Liaison and Monitoring Teams» (LMT) im Norden Kosovos. Oberst Adolf Conrad wird dann der erste Schweizer sein, der Nato-Truppen befehligt. Conrad möchte zu einer Lösung des Konflikts mit politischen anstelle von militärischen Mitteln beitragen.

Seine Einsatzkräfte sind bereits jetzt die Augen und Ohren der Nato. Sie sind die einzigen Soldaten, die die Grenze zwischen Kosovo und Serbien noch passieren können. Seit die Schweizer mit den streitbaren Bürgermeistern verhandelten, sei es zu einer Beruhigung im Krisengebiet gekommen, wird vermeldet.

Schauplatz anhaltender Feindseligkeiten

Der Norden des Kosovos an der Grenze zu Serbien ist seit Monaten Schauplatz von Feindseligkeiten zwischen Kosovo-Albanern und Serben, die im Gegensatz zum übrigen Kosovo hier die Mehrheit stellen. Zuletzt protestierten Serben nahe der umstrittenen Grenzübergänge Jarinje und Brnjak mit Strassensperren gegen die Präsenz kosovo-albanischer Polizisten und Beamter. Da Serbien die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennt, akzeptiert es die Übergänge nicht als Grenzposten zwischen zwei Staaten. (fko/Keystone)

Erstellt: 12.12.2011, 11:26 Uhr

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4 Kommentare

Manfred Schnyder

15.12.2011, 08:38 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Eine schwierige Aufgabe. Wünsche alles gute den Truppen. Mit Oberst Adolf Conrad sicher eine gute Wahl. Antworten


Felix Hunziker-Blum

12.12.2011, 13:37 Uhr
Melden 10 Empfehlung

Oberst Adolf Conrad ist zweifellos eine gute Wahl für diese Aufgabe. Er hat eine natürliche Autorität, eine gute Kombination von Mut und Vorsicht, und ist ein glaubwürdiger Diplomat. Und er hat die nötige Erfahrung, nicht nur die der Durchquerung des Gotthardtunnels mit einer Kompanie LEO 2, sondern vor allem die aus einem längeren Einsatz als Militärbeobachter im Kaukasus. Antworten


Roger Borer

12.12.2011, 12:34 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Gratulation Herr Conrad! Das ist die beste Werbung für eine humane Schweiz. Die Völker verbindet und Kriege verhindert! Henry Dunant wäre Stolz auf sie! Antworten


Karl Bolliger

13.12.2011, 09:54 Uhr
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Das ist ziemlich das dümmste, was die Schweiz machen kann. Es ist eine Anbiederung an die EU und Parteiergreifung für die abtrünnige Provinz Kosvo. Den Serben im Nordkosovo muss das gleiche Recht auf Selbstbestimmung gewährt werden, wie den albanischstämmigen Kosovaren, m.a.W. der Verbleib bei Serben für den Nordkosovo. Die einseitige Unabhängigkeitserklärung ist völkerrechtswidrig.



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