Spanier erkennt sich in Phantombild Bin Ladens
Das Aussehen von Bin Laden soll sich so verändert haben: Fahndungsbilder des FBI.
Verblüffende Ähnlichkeit mit dem Phantombild des FBI: Gaspar Llamazares.
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Für die Erstellung eines aktualisierten Fahndungsbildes von Osama bin Laden hat die US-Bundespolizei FBI offenbar kurzerhand das Foto eines spanischen Abgeordneten benutzt. Er sei fassungslos und entsetzt über dieses Vorgehen, sagte Gaspar Llamazares auf einer Pressekonferenz. Bei Reisen in die USA könne er sich nicht mehr sicher fühlen, nachdem für das Bild Bin Ladens seine Haare und Gesichtsfalten übernommen worden seien. Für die Ergreifung des Al-Kaida-Chefs ist eine Belohnung von 25 Millionen Dollar ausgesetzt.
Laut einem Bericht der spanischen Tageszeitung «El Mundo» räumte FBI-Sprecher Ken Hoffman ein, dass seine Behörde für das digital veränderte Foto Bin Ladens ein Bild von Llamazares von Google Images verwendet habe. Ausser dem Alter gebe es keinerlei Gemeinsamkeiten zwischen ihm und dem Terrorführer, «weder körperlich noch ideologisch», betonte der 52-jährige Abgeordnete am Samstag. Das für das Fahndungsbild verwendete Foto war erstmals auf Wahlkampfplakaten Llamazares' im Jahr 2004 zu sehen.
Ähnlichkeiten beim FBI bekannt
Das FBI in Washington erklärte, der verantwortliche Künstler habe keine passenden Merkmale für den gealterten Terroristen in den Referenz-Fotos finden können und sie daher teilweise von einer im Internet gefundenen Fotografie übernommen. Der Behörde seien Ähnlichkeiten zwischen dem veränderten Bild Bin Ladens und «dem Foto eines spanischen Beamten» bekannt, hiess es in einer Erklärung an die Nachrichtenagentur AP. Das Fahndungsfoto, das auf der Website rewardsforjustice.net des US-Aussenministeriums zu sehen ist, werde entfernt.
Das Aussehen des Al-Kaida-Führers auf einem Archivbild von 1998 war dafür digital so verändert worden, wie es seinem heutigen Alter von 52 Jahren entsprechen könnte. Bin Laden gilt als Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington sowie auf die US-Botschaften in Tansania und Kenya 1998. Er soll sich im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet versteckt halten. (vin/ddp)
Erstellt: 17.01.2010, 11:23 Uhr
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