Ausland

Steinbrück will noch mehr Druck auf Steueroasen ausüben

Aktualisiert am 07.04.2009 71 Kommentare

Dazu fasst Deutschlands Finanzminister auch Zwangsmassnahmen ins Auge. Im Visier hat er die Staaten auf der grauen Liste – also auch die Schweiz.

Mit Sanktionen dürfe man jedenfalls nicht fünf Jahre warten: Peer Steinbrück.

Mit Sanktionen dürfe man jedenfalls nicht fünf Jahre warten: Peer Steinbrück.

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Sanktionen müsse es auch gegen Staaten geben, die auf der «grauen Liste» figurierten, sagte der SPD-Politiker der «taz» (Mittwochausgabe). Auf dieser Liste stehen Staaten, weil sie zwar Kooperation zugesagt, aber die internationalen Steuerstandards noch nicht umgesetzt haben.

Nicht fünf Jahre warten

Dies gilt laut OECD etwa für die Schweiz, Österreich und Luxemburg. Steinbrück sagte: «Man muss diesen Ländern die Chance geben, ihre Ankündigungen in die Tat umzusetzen. Das mahne ich aber auch an.» Mit Sanktionen dürfe man jedenfalls nicht fünf Jahre warten, sagte der Minister und betonte: «Das muss möglichst schnell gehen.»

Scharfe Kritik übte Steinbrück daran, dass die Union sich in Deutschland weiter gegen ein Gesetz sperrt, mit dem Aktivitäten in Steueroasen sanktioniert werden könnten. Gerade nachdem Kanzlerin Angela Merkel sich in London für die «schwarze Liste» stark gemacht habe, sei dieses Verhalten unverständlich, sagte der Finanzminister: «Die Union spitzt nur die Lippen, aber sie pfeift nicht.»

Steinbrück für höhere Reichensteuer

Steinbrück fodert im gleichen Interview höhere Steuersätze für Spitzenverdiener. «Ich gehe davon aus, dass es mehrheitsfähig ist, die Reichensteuer von heute 45 Prozent zu erhöhen», sagte der SPD-Politiker der «taz». «Parallel sollte die Einkommensgrenze sinken, ab der sie erhoben wird.» Derzeit wird der höchste Steuersatz von 45 Prozent ab einem Einkommen von 500'000 Euro für Verheiratete und 250'000 Euro für Alleinstehende erhoben.

Steinbrück hatte bisher Forderungen aus der SPD nach höheren Steuern abgelehnt. Nun erklärte er, mit einer höheren Reichensteuer könne dafür gesorgt werden, dass diejenigen, die im Wirtschaftsboom besonders profitiert haben, in der Krise mehr bezahlen müssten. «Das ist eine Stimmung, die es in der Bevölkerung gibt».

«Angesichts der sittenwidrig hohen Abfindungen der Manager auf der einen und den sittenwidrig niedrigen Löhnen auf der anderen Seite haben viele Menschen das Gefühl, dass da etwas aus dem Ruder gelaufen ist. Und zwar zu Recht.» (cpm/ap)

Erstellt: 07.04.2009, 16:06 Uhr

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71 Kommentare

Hans Frein

07.04.2009, 16:09 Uhr
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Die Schweiz sollte viel gelassener reagieren! Peer Steinbrück ist in wenigen Monaten nicht mehr Finanzminister (SPD). Bundeswahl 27. September 09. Die Mehrheiten sind sehr deutlich Koalition CDu/CSU und FDP. Es ist der verzweifelte Versuch, innerpolitisch zu punkten. Trotzdem brauch es eine endlich vernünftige Strategie des Bundesrat. Jedoch mit diesen "Köpfen". Nehmt Juncker von LXB als Bsp. Antworten


gerald gutberlet

07.04.2009, 16:16 Uhr
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mann muss sich schon fragen lesen die schweizer die nachrichten auch oder reicht es das da steinbrück geschrieben steht um wieder mit vollem hass gegen die hässlichen deutschen vom leder zuziehen. lesen sie genau und sagen sie mir wo herr finanzminister steinbrück sanktionen und schweiz gemeinsam nennt macht er nicht er will alle SO sanktionieren. Antworten




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