Ausland
Tausende demonstrieren in Madrid vor dem Papstbesuch
Aktualisiert am 18.08.2011 30 Kommentare
Vor dem Papstbesuch ist es in der spanischen Stadt zu Zusammenstössen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen.(Video: Reuters)
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Bei den Protesten gegen den Besuch von Papst Benedikt XVI. beim Weltjugendtag in Madrid sind am Mittwochabend elf Menschen verletzt worden. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hatten sie sich Auseinandersetzungen mit den Polizisten geliefert, als diese einen Demonstranten festnehmen wollten, der mit einer Flasche auf sie losgegangen war.
Nach Polizeiangaben hatten sich am Abend rund 5000 Demonstranten unter einem Spruchband mit der Aufschrift «Von meinen Steuern keinen Cent für den Papst» versammelt und waren dann zum Platz Puerta del Sol gezogen. Dort waren sie auf Teilnehmer des Weltjugendtags getroffen und hatten diese teilweise beleidigt. Sieben Demonstranten wurden festgenommen.
Zu hohe Kosten für Weltjugendtag
Ihr Protestmarsch am Mittwochabend richtete sich gegen Steuervergünstigungen für Sponsoren des Treffens und Vergünstigungen für Teilnehmer, weil damit die Kosten für den Weltjugendtag in Höhe von etwa 50 Millionen Euro durch den Steuerzahler subventioniert würden.
Ein Ereignis wie der Weltjugendtag sollte in Zeiten der Krise nicht so wuchtig und spektakulär gestaltet sein, sagte Raquel Mallavibarrena von der Organisation Redes Cristianas. Organisatoren der Kirche zufolge sind mit dem Papstbesuch keinerlei Kosten für die spanischen Steuerzahler verbunden, weil er unter anderem von Sponsoren und mithilfe privater Spenden finanziert werde.
Wortgefechte auf der Puerta del Sol
Zu der Kundgebung am Vorabend der Ankunft des Papstes hatten mehr als 140 Gruppen und Organisationen aufgerufen. Der staatliche spanische Rundfunk RNE bezifferte die Zahl der Demonstranten auf mehr als 5000. Teilnehmer hatten sich auf dem Platz Puerta del Sol im Zentrum der Stadt zunächst Wortgefechte mit jungen Katholiken geliefert.
Beim Weltjugendtag, der noch bis zum kommenden Sonntag dauert, werden über eine Million Besucher erwartet. Der Papst trifft heute in Madrid ein.
(kpn/dapd)
Erstellt: 18.08.2011, 09:22 Uhr
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30 Kommentare
Vollständige Trennung von Staat und Kirche ist überfällig, und zwar überall. Wieso soll der Steuerzahler für einen privaten Verein blechen, den mittlerweile ein sehr grosser Teil der Bevölkerung nicht (mehr) interessiert? Geld hat dieser Verein mehr als genug, um solche Anlässe selber zu finanzieren. Antworten
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