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Umstrittenes französisches AKW bleibt weitere zehn Jahre am Netz

Aktualisiert am 04.07.2011 21 Kommentare

Die französische Atomaufsicht (ASN) hat grundsätzlich grünes Licht für den Weiterbetrieb des AKW Fessenheim gegeben. Zwei Bedingungen müssen aber erfüllt werden.

Umstrittener Reaktor unweit der Schweizer Grenze: Das AKW Fessenheim.

Umstrittener Reaktor unweit der Schweizer Grenze: Das AKW Fessenheim.
Bild: AFP

Basel-Stadt weiterhin für Abschaltung

Die baselstädtischen Behörden sind weiterhin der Überzeugung, dass der älteste französische Atommeiler abgestellt werden muss - trotz der Empfehlung der französischen Atomaufsicht ASN, die Laufzeit des Reaktorblocks 1 im AKW Fessenheim zu verlängern.

Die baselstädtischen Behörden seien «nach wie vor besorgt» wegen der Gefährdung, die vom AKW Fessenheim für die Region Basel ausgehe, sagte Anne Lévy, Leiterin des Bereichs Gesundheitsschutz im Gesundheitsdepartement, am Montag auf Anfrage zur Nachrichtenagentur sda. (sda)

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Voraussetzungen für den Weiterbetrieb des AKW Fessenheim sind die Verstärkung der Betonplatte unter dem Reaktorbehälter und ein besserer Schutz gegen einen Stromausfall der Kühlsysteme. Das Atomkraftwerk mit zwei 900 Megawatt-Reaktoren ist seit 1977 in Betrieb und liegt dicht an der Grenze zu Deutschland und der Schweiz.

Mit diesen Verbesserungen könnte Reaktorblock Nr. 1 für die nächsten zehn Jahre weiterbetrieben werden, sagte ASN-Präsident André-Claude Lacoste in Paris. Die Betonplatte unter dem Reaktorbehälter sollte bis 2013 verstärkt werden. Bis 2012 soll das Kühlsystem verbessert werden, falls die Kühlung ausfallen sollte.

Betonplatte nur ein Meter dick

Die Betonplatte unter dem Reaktorbehälter ist nur einen Meter dick, die dünnste aller französischen Reaktoren, wie der Elektrizitätskonzern EDF zugegeben hat. Bei einem schweren Unfall mit einer Kernschmelze könnte die Betonplatte bersten.

Dann droht eine radioaktive Verseuchung des Rheins. Die Verstärkung der Platte würde nach Schätzungen etwa 100 Millionen Euro kosten.

Franzosen haben das letzte Wort

Das letzte Wort zur Verlängerung der Betriebsbewilligung von Reaktor 1 hat die französische Regierung. In den letzten Monaten haben Nachbargemeinden auf deutscher und Schweizer Seite immer eindringlicher die endgültige Schliessung von Fessenheim gefordert. (pbe/sda)

Erstellt: 04.07.2011, 17:27 Uhr

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21 Kommentare

Andreas Dietrich

04.07.2011, 17:45 Uhr
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Schrottreaktor Fessenheim abschalten würde Frankreich sehr viel Geld kosten. In den Knebelverträgen mit der Schweiz, ausgehandelt durch die damalige Kraftwerksgesellschaft Laufenburg, sind hohe Konventionalstrafen fällig, wenn dieses AKW keinen Billigstrom für die Schweizer Pumpspeicherwerke mehr liefern würde. Das Problem liegt , wie bei Mühleberg, hier in der Schweiz. Tagi bitte recherchieren! Antworten


Erwin Erb

04.07.2011, 18:48 Uhr
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Es gibt Regierungen, die auch nach dem Japan Desaster noch nichts gelernt haben. Sollte der Gau eintreffen, wer würde die Verantwortung übernehmen!
Einfach unglaublich.
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