Vatikan attackiert Obamas Abtreibungspolitik

Aktualisiert am 24.01.2009

US-Präsident Barack Obama hat der restriktiven Politik seines Vorgängers George W. Bush beim Thema Schwangerschaftsabbruch ein Ende gesetzt. Bischöfe des Vatikans sind empört.

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Der Beschluss von Barack Obama, eine Verordnung der Bush-Regierung aufzuheben, die Finanzhilfen für internationale Organisationen, die Schwangerschaftsabbrüche unterstützen oder durchführen, untersagte, löste empörte Reaktionen des Vatikans aus. «Obama hat den schlimmsten Beschluss gefasst: Er wird nicht das Massaker an den Unschuldigen in der Welt stoppen», kommentierte der emeritierte Präsident der päpstlichen Akademie für das Leben, Bischof Elio Sgreccia, nach Angaben italienischer Medien.

Vorwurf der Arroganz

Bischof Rino Fisichella, Präsident des päpstlichen Rates für das Leben und Leiter der Lateran-Universität warf Obama Arroganz vor. «Er sollte auf die Forderungen des Landes hören, statt sich auf ideologische Visionen einzuschränken mit der Arroganz derjenigen, die über Leben und Tod entscheiden können», sagte Fisichella im Interview mit der Mailänder Tageszeitung «Corriere della Sera».

Abtreibung ist ein äusserst kontroverses Thema in den USA. Zwar sprach das Oberste Gericht 1973 jeder Frau das Recht auf Schwangerschaftsabbruch zu. Später wurde dieses Recht vor allem auf Ebene der einzelnen US-Staaten eingeschränkt und der Zugang zur Abtreibung faktisch erschwert. (vin/sda)

Erstellt: 24.01.2009, 15:34 Uhr

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