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«Wäre die Welt eine Bank, hättet Ihr sie längst gerettet»

Mit einer spektakulären Aktion auf dem Dach der Deutschen Bank in Frankfurt am Main hat Greenpeace mehr Investitionen in Klimaschutzprojekte gefordert.

Geld für Klimaschutz: Greenpeace protestiert in Frankfurt am Main.

Geld für Klimaschutz: Greenpeace protestiert in Frankfurt am Main.

Auf dem Banner stand geschrieben: «Wäre die Welt eine Bank, hättet Ihr sie längst gerettet!» Die Umweltschutzorganisation entrollte das gigantische Transparent gestern auf einem der Zwillingstürme der Deutschen Bank.

Darüber brachte Greenpeace ein weiteres Transparent an, das «Geld für Klimaschutz» fordert. Am Nachmittag beendete Greenpeace die Aktion.

Wie die Deutsche Bank der AP sagte, waren die Aktivisten am Gerüst des sich zurzeit im Umbau befindenen Gebäudes hochgeklettert. Greenpeace-Sprecher Björn Jettka sagte zu der Aktion, bei der Rettung von Banken handele die Bundesregierung sehr schnell, beim Klimaschutz dauere das viel zu lange.

Die Türme der Deutschen Bank stünden symbolisch für alle Banken, die Unterstützung in Milliardenhöhe von der Bundesregierung erhalten hätten.

Nach Angaben Jettkas müssten die Industrieländer jährlich mindestens 110 Milliarden Euro investieren, um den Treibgasausstoss wirksam einzuschränken.

Deutschland müsse in der EU eine Führungsrolle einnehmen und jährlich mindestens sieben Milliarden Euro bereitstellen, forderte Jettka: «Wenn die Chance auf ein gutes Klima-Abkommen in Kopenhagen im Dezember nicht ungenutzt vergehen soll, muss Angela Merkel endlich reagieren.» (bru/ap)

Erstellt: 17.03.2009, 09:11 Uhr

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8 Kommentare

Hans Krumm

18.03.2009, 15:28 Uhr
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Tja, Greenpeace ist nun mal keine Bank. So ist die Welt und so wird es nun mal bleiben. Ansonsten sollen die kleinen Unterschriften Sammeln und dies aendern. Heut zu Tage zaehlt nur Revenue, Shareholder Value und Schulden.. Abgase, Menschen und Nature ist zweitrangig. Siehe Kyoto Protokoll und USA als Beispiel.. Antworten


David Hartmann

18.03.2009, 11:56 Uhr
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Wie R. König schon sagte braucht es umweltbewusste Gruppen und Parteien momentan mehr denn je... Leider sieht die Gesellschaft dies nicht ein. Würde sie das begreiffen, würden sie nicht die SVP wählen, sondern auch mal grün! Antworten


Nadine Binsberger

17.03.2009, 22:36 Uhr
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Bin gleicher Meinung.Nur: für den Schutz der Umwelt braucht es nicht "mehr Geld" sondern weniger Wachstum. Der Rest ergibt sich von alleine. Die Umwelt muss nicht geschützt werden. Es genügt, sie gar nicht erst anzugreifen. Geld ist ohnehin ein Auslaufmodell. In Zukunft tun wir sinnvolles und nützliches, einfach weil es unser Bedürfnis ist und nahe liegt. Eine gesunde, schlanke Wirtschaft bringts. Antworten


Tom Kuhn

17.03.2009, 17:28 Uhr
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Greenpeace gehört zu den Nutzniessern der neuen Welt. Das schlechte Gewissen wird mit Spenden finanziert. Viele Menschen fahren Autos, reisen mit Flugzeuge und so weiter. Wie in der Kirche wird mit einer Spende das Gewissen beruhigt. Merkt eigentlich niemand, dass jeder selber etwas für die Umwelt tun kann? Braucht es eine Greenpeace um das Gewissen zu besänftigen? Sünden werden nicht vergeben! Antworten


Werner Meier

17.03.2009, 16:50 Uhr
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Der Zug fährt in die falsche Richtung, und keiner kann die Weichen stellen oder abspringen. Antworten


Christian Ratzlaff

17.03.2009, 15:49 Uhr
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Gute Aktion. Das ist richtig Oldschool. ich kann Greenpeace nur dazu gratulieren. Schade, dass die Mehrheit der menschen auf sowas nicht achtet und sich inbesondere Deutschlands Politiker durch Realitätsferne und mangelnde Selbstreflektion auszeichnen. Darum .... wird sich wohl leider nichts ändern. grüsse aus der Schweiz Antworten


Pascal Fröhlich

17.03.2009, 14:43 Uhr
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Sehr sehr wahr! Greenpeace hatte wieder einmal vollkommen recht mit dieser Aussage. Zeugnis einer Menscheit die gerade drauf und dran ist sich selber zu vernichten. Aber wie sagt man in der Wirtschaft. Der beste Mitarbeiter ist derjenige der seinen eigenen Job "vernichtet"... will meinen, wegrationalisiert. Also sind wir doch alles gute Menschen die sich und der Erde damit einen Gefallen tut? Antworten


Ronnie König

17.03.2009, 13:08 Uhr
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Traurig, aber sehr wahr! Menschen verhungern, Tiere und Pflanzen sterben ohne grosses Tamtam langsam weg und aus. Niemand kümmerts gross bei uns. Erst wenn die Goldbarren sich als Brotersatz nicht bewähren, werden wir mit dem Denken beginnen. Darum braucht es Greenpeace und andere dringender denn je! Antworten



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