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Westerwelle will noch 2009 nach Afghanistan
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Das kündigte Guido Westerwelle am Sonntag bei der Aufzeichnung der ARD-Sendung «Beckmann» an. Auf eine entsprechende Frage antwortete Westerwelle nach Angaben der Redaktion: «Man kann davon ausgehen.» Der Aussenminister sprach den deutschen Soldaten und Aufbau-Helfern in Afghanistan Respekt für ihre Arbeit und ihren Einsatz aus.
Westerwelle fordert von der afghanischen Regierung mehr Korruptionsbekämpfung. «Wir können nicht so tun, als sei alles in einem idealen Zustand - überhaupt nicht, ganz im Gegenteil», sagte er. Bei seinen ersten Antrittsbesuchen habe er dieses für ihn wichtige Thema angesprochen: «Korruptionsbekämpfung ist eine Notwendigkeit, darin habe ich sehr Übereinstimmung mit allen Gesprächspartnern gefunden», sagte der FDP-Politiker.
Angst vor Terror
Eine konkrete Jahreszahl für einen möglichen Truppenabzug wollte Westerwelle nicht nennen. Auch wenn er die Bedenken in der deutschen Bevölkerung hinsichtlich des Afghanistan-Einsatzes «sehr gut verstehen» könne, sei es seine Aufgabe, «dass keine kopflosen, undurchdachten Entscheidungen gefällt werden, die unsere eigene Sicherheit in Europa verringern». Zum jetzigen Zeitpunkt sei ein militärischer Rückzug keine Alternative: «Am selben Tag, im selben Monat würden die Taliban wieder die Macht haben», sagte der Minister. Afghanistan «würde das grosse Rückzugsgebiet des Terrorismus. Das ist die eigentliche Gefahr für uns und Europa.» (cpm/ap)
Erstellt: 08.11.2009, 18:17 Uhr
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