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Wieder demonstrieren Hunderttausende gegen Berlusconi
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Allein in Rom gingen rund 100'000 Menschen auf die Strasse. An einem Demonstrationszug in Mailand beteiligten sich rund 70'000 Menschen, wie die Gewerkschaft CGIL mitteilte. Nach ihren Schätzungen beteiligten sich mehr als die Hälfte der Beamten an dem Streik. Der Minister für die öffentliche Verwaltung, Renato Brunetta, sprach dagegen nur von einer Streikquote von rund acht Prozent.
Mit dem Streik protestierten die Beamten gegen die Regierung in Rom, die zahlreiche befristete Arbeitsverträge in der öffentlichen Verwaltung nicht erneuern will. Die Gewerkschaften fordern fünf Milliarden Euro, um die Verträge zu verlängern, und eine Gehaltserhöhung von 150 Euro zwischen 2010 und 2012.
In den staatlichen Bildungseinrichtungen waren bereits nach den Sommerferien rund 42'000 von insgesamt 800'000 Lehrer- und Professoren-Stellen nicht neu besetzt worden. Dazu kamen weitere 15'000 Stellenstreichungen in der Verwaltung.
Berlusconis Regierung hatte im März trotz heftiger Proteste von Studenten, Eltern und der linksgerichteten Opposition Schul- und Universitätsreformen und einen umfangreichen Personalabbau beschlossen, um die staatlichen Bildungsausgaben innerhalb von drei Jahren um acht Milliarden Euro zu kürzen. (tan /sda)
Erstellt: 11.12.2009, 17:07 Uhr



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