«Wir orientieren uns am Erfolg der SVP»

AfD-Chefin Frauke Petry wünscht sich in Deutschland «mehr schweizerische Verhältnisse». Für die islamfeindliche Pegida-Bewegung zeigt sie Verständnis.

Pflegt Kontakte mit der SVP: Frauke Petry, Parteivorsitzende der deutschen Rechtspartei AfD.

Pflegt Kontakte mit der SVP: Frauke Petry, Parteivorsitzende der deutschen Rechtspartei AfD. Bild: EPA/Bernd von Jutrczenka/Keystone

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Der rechten «Alternative für Deutschland» (AfD) werden für Sonntag historische Wahlgewinne prognostiziert. Voraussichtlich wird sie mit zweistelligen Ergebnissen in drei weitere deutsche Landesparlamente einziehen. In der «SonntagsZeitung» sagt Parteichefin Petry, sie wünsche sich in der deutschen Politik «mehr schweizerische Verhältnisse». «Ein zentrales Anliegen der AfD ist die Forderung nach direkter Demokratie nach Schweizer Modell», sagt sie.

Petry sieht die SVP als Vorbild: «Als junge Partei verfolgen wir deren grossen Erfolg mit Interesse und versuchen, uns daran zu orientieren.» Deshalb pflege man auch Kontakte in die Schweizer Partei. Das erste Mal auf die SVP aufmerksam geworden sei sie im Zusammenhang mit der Masseneinwanderungsinitiative.

Syrer «keine klassischen Asylfälle»

Weiter zeigt die AfD-Chefin Verständnis für die islamfeindliche Bewegung Pegida und kritisiert Europas Asylpolitik: «Wir müssen wieder zwischen Asyl und Einwanderung trennen», so Petry. Syrer beispielsweise seien «keine klassischen Asylfälle. Das sind nicht alles Flüchtlinge. Man muss den Mut haben, auch Menschen nach Syrien zurückzuschaffen.»

In ihrem Land erkennt Petry Diktaturtendenzen: «Ich habe festgestellt, dass in dem angeblich demokratischen Deutschland vieles im Ansatz wie in einer Diktatur läuft.» Als Beispiele nennt sie Sprechverbote und eine eingeschränkte Meinungsbildung. «Deutschland politisiert auf dem deutschen Schuldkomplex. Das funktioniert nicht.» (chi)

(Erstellt: 13.03.2016, 02:17 Uhr)

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