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Wirtschaftskrise führt zu Köpferollen in rumänischer Politik

Rumäniens Regierungschef entlässt sechs Minister. Sie werden durch politische Nobodys ersetzt.

Proteste gegen die Regierung: Rumänische Arbeiter wehren sich gegen Lohnkürzungen. (Quelle: AFP)

Proteste gegen die Regierung: Rumänische Arbeiter wehren sich gegen Lohnkürzungen. (Quelle: AFP)

Rumäniens Ministerpräsident Emil Boc hat auf einen Schlag sechs Minister seiner Regierung entlassen. Betroffen sind die Minister für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, Landwirtschaft, Verkehr und Kommunikation, wie Boc in Bukarest mitteilte.

Der Vorstand der Liberaldemokratischen Partei (PDL) des Regierungschefs habe die Kabinettsumbildung genehmigt. Die Namen der bislang politisch kaum in Erscheinung getretenen Nachfolger sollen demnach nun Staatspräsident Traian Basescu vorgelegt werden.

Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Boc

Angesichts der Wirtschaftskrise in Rumänien hatte es zuletzt zunehmend Kritik an den Sparmassnahmen der rumänischen Regierung gegeben. In einem Abkommen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) hatte sich die Regierung in Bukarest zu drastischen Kürzungen bei den öffentlichen Ausgaben verpflichtet.

Wegen des strikten Sparkurses brachte die Opposition im Juni ein Misstrauensvotum gegen Boc ein, was der Ministerpräsident allerdings überstand. Analysten zufolge könnte die Entlassung von Finanzminister Sebastian Vladescu nun Verhandlungen mit der Europäischen Union, dem IWF und der Weltbank für eine weitere Tranche der insgesamt bewilligten 20 Milliarden Euro erschweren. (miw/afp)

Erstellt: 02.09.2010, 22:18 Uhr

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